Liquidation: wenn die Börse deine Position schließt
Wie die Börse gehebelte Positionen zwangsweise schließt, wann es dazu kommt, warum Liquidations-Kaskaden so gefährlich sind und wie du sie sicher vermeidest
Definition
Eine Liquidation ist die automatische Schließung einer gehebelten Position, wenn Sicherheiten nicht mehr ausreichen. Für Trader ist das wichtig, weil Liquidationen Verluste abrupt realisieren und in volatilen Märkten sehr schnell eintreten können.
Eine Liquidation ist die zwangsweise Schließung einer gehebelten Position durch die Börse, wenn die hinterlegte Sicherheit nicht mehr ausreicht, um die Verluste zu decken. Sie ist die gefürchtetste Folge des Handels mit Hebel: Bei einer Liquidation ist das eingesetzte Kapital in der Regel komplett verloren.
Wann es zur Liquidation kommt
Wer mit Hebel handelt, leiht sich Kapital von der Börse und hinterlegt eine Sicherheit (Margin). Bewegt sich der Kurs gegen die Position, schrumpft diese Sicherheit. Erreicht der Verlust den Liquidationspreis, schließt die Börse die Position automatisch, um den geliehenen Betrag zurückzuholen. Je höher der Hebel, desto näher liegt dieser Liquidationspreis am Einstieg.
Warum Liquidationen so gefährlich sind
Liquidationen passieren ohne Vorwarnung und unabhängig von deiner Meinung zum Markt. Selbst wenn der Kurs kurz danach wieder steigt, ist deine Position längst geschlossen und das Kapital weg. In volatilen Phasen kommt es oft zu Kaskaden: Viele Liquidationen auf einmal verstärken die Kursbewegung und lösen weitere Liquidationen aus, der Markt fällt dann schlagartig.
Die einzige sichere Methode, eine Liquidation zu vermeiden, ist, gar nicht erst mit Hebel zu handeln. Beim ungehebelten Spot-Handel kann dir das nicht passieren, deine Coins bleiben deine Coins, egal wie der Kurs schwankt. Wer dennoch Hebel nutzt, sollte den eigenen Liquidationspreis immer kennen und einen großen Sicherheitspuffer einplanen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Liquidation?
Eine Liquidation ist die zwangsweise Schließung einer gehebelten Position durch die Börse, wenn die hinterlegte Sicherheit nicht mehr ausreicht, um die Verluste zu decken. Sie ist die gefürchtetste Folge des Handels mit Hebel, denn das eingesetzte Kapital ist dabei in der Regel komplett verloren.
Wann werde ich liquidiert?
Wenn der Kurs sich so weit gegen deine gehebelte Position bewegt, dass deine Sicherheit (Margin) den Verlust nicht mehr deckt. Erreicht der Verlust den Liquidationspreis, schließt die Börse die Position automatisch. Je höher der Hebel, desto näher liegt der Liquidationspreis am Einstieg, desto schneller wird man liquidiert.
Wie vermeide ich eine Liquidation?
Am sichersten, indem du gar nicht mit Hebel handelst. Beim ungehebelten Spot-Handel kann keine Liquidation passieren, deine Coins bleiben deine, egal wie der Kurs schwankt. Wer dennoch Hebel nutzt, sollte den eigenen Liquidationspreis kennen und einen großen Sicherheitspuffer bei der Margin einplanen.
Fun Fact
In hektischen Marktphasen werden viele Liquidationen nicht einzeln wahrgenommen, obwohl sie gemeinsam einen erheblichen Teil der Kursbewegung mit antreiben können.
Verwandte Begriffe
Leverage
Leverage bedeutet Hebel und beschreibt im Trading den Einsatz von geliehenem Kapital oder erhöhter M...
Liquidation Price
Der Liquidation Price ist der Kurs, bei dem eine gehebelte Position automatisch liquidiert werden ka...
Futures
Futures sind Terminkontrakte, die den Käufer verpflichten, einen Vermögenswert zu einem festgelegten...
Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
Über Steffi →Risikohinweis: Meine Inhalte dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung dar.
Diese Seite kann Affiliate-Links enthalten. Bei einem Kauf über diese Links erhalte ich eine Provision — du unterstützt meinen Kanal ohne Mehrkosten. Danke! ❤️

