Was ist Futures?
Futures einfach erklärt
Definition
Verträge zum Kauf/Verkauf von Krypto zu festem Preis an zukünftigem Datum. Ermöglichen Hebel-Spekulation.
Futures sind Terminkontrakte zum Kauf oder Verkauf von Krypto zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Datum.
Wie funktioniert Futures?
Bei Futures handelst Du mit Derivaten, also Finanzkontrakten, die ihren Wert vom Preis einer zugrunde liegenden Kryptowährung ableiten, ohne dass Du die Coins selbst in Deine Wallet transferierst. Die am weitesten verbreitete Variante sind Perpetual Futures, die im Gegensatz zu klassischen Terminkontrakten kein festes Ablaufdatum besitzen und durch Funding Rates alle acht Stunden am Spot-Preis ausgerichtet bleiben. Das macht sie flexibler als traditionelle Termingeschäfte mit physischer Lieferung.
Du eröffnest eine Long-Position, wenn Du auf steigende Kurse spekulierst, oder eine Short-Position, um von fallenden Preisen zu profitieren. Dabei nutzt Du Hebel, um mit vergleichsweise wenig Eigenkapital große Positionen zu kontrollieren. Für Retail-Trader in Deutschland gilt seit der MiCA-Umsetzung eine strikte Hebelbegrenzung von maximal 1:20. Dein eingesetztes Kapital bezeichnet man als Margin, während der Broker den Rest der Position finanziert. Ein Margin-Call droht, sobald Dein Kontostand die geforderte Sicherheitsleistung unterschreitet.
Wichtig: Hebel trading verstärkt Verluste genauso wie Gewinne. Bei einem Totalverlust Deiner Margin wird die Position automatisch liquidiert, und Du verlierst Dein gesamtes eingesetztes Kapital.
Futures in der Praxis: Ein konkretes Beispiel
Ein österreichischer Trader entscheidet sich für eine Short-Position auf Ethereum-Futures, als der Preis bei 3.000 Euro notiert. Er wählt einen 5-fachen Hebel und hinterlegt 600 Euro als Margin. Damit kontrolliert er eine Position im Gesamtwert von 3.000 Euro, obwohl nur ein Fünftel davon aus seinem eigenen Vermögen stammt. Die restlichen 2.400 Euro stellt die Börse als Kredit zur Verfügung.
Fällt der ETH-Kurs wie erwartet auf 2.700 Euro, erzielt er einen Gewinn von 300 Euro. Das entspricht einer Rendite von 50 Prozent auf sein eingesetztes Margin-Kapital. Umgekehrt führt ein Anstieg auf 3.300 Euro zum vollständigen Verlust der Margin, da die Position dann liquidiert wird. Dieses Risiko-Rendite-Profil erklärt, warum Einsteiger oft besser mit Spot-Trading bei Bitvavo oder Kraken beginnen, bevor sie komplexe Derivate nutzen.
Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Optionen, die Dir ein Wahlrecht bieten, verpflichten Futures Dich zur Abwicklung. Anders als CFDs sind Futures standardisierte Börseprodukte mit transparentem Orderbuch.
Futures 2026: Regulierung und Marktzugang in der DACH-Region
Mit der vollständigen Integration in die MiCA-Regulierung gelten 2026 klare Regeln für Krypto-Futures in Deutschland. Die BaFin überwacht strikt, dass Retail-Client maximal 1:20 Hebel erhalten, während Professional Clients nach Nachweis ihrer Erfahrung und Vermögenslage Zugang zu höheren Leverage-Raten bekommen. Institutionelle Anleger nutzen zunehmend etablierte Terminbörsen wie die Eurex, die ihr Krypto-Angebot massiv erweitert haben und damit mehr Legitimität in den Markt bringen.
Nach Handelsvolumen dominieren weiterhin globale Plattformen wie Binance, Bybit und die CME Group. In der Schweiz positionieren sich Banken wie die ZKB mit strukturierten Futures-Zertifikaten für konservative Anleger. Österreich folgt den EU-Vorgaben mit besonderem Augenmerk auf Anlegerschutz. Wer den Einstieg in Krypto sucht, findet bei Bitvavo benutzerfreundliche Spot-Märkte als Alternative zu den risikoreichen Derivaten.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- +Handel mit hohem Hebel möglich (bis zu 1:125)
- +Keine Wallet-Verwaltung oder Schlüsselsicherung nötig
- +Gewinne bei steigenden und fallenden Kursen (Long & Short)
- +Hohe Liquidität und professionelle Handelsplätze
Nachteile
- -Risiko der automatischen Liquidation bei Margin-Unterschreitung
- -Komplexe Kostenstruktur durch Funding Rates alle 8 Stunden
- -Kein tatsächlicher Besitz der Kryptowährung
Fun Fact
Mit 20-fachem Hebel genügt ein Kursrückgang von nur 5 Prozent, um eine komplette Liquidation auszulösen – der gesamte Einsatz ist dann verloren.
