Nominalwert: aufgedruckter Betrag vs. echte Kaufkraft
Wie sich der Nominalwert vom inflationsbereinigten Realwert unterscheidet, warum Geld auf dem Konto schleichend an Kaufkraft verliert und was das mit Bitcoin zu tun hat
Definition
Der Nominalwert (Nennwert) ist der auf einem Wertpapier aufgedruckte Betrag, der vom tatsächlichen Marktwert abweichen kann. Bei Anleihen entspricht der Nominalwert dem Betrag, der bei Fälligkeit zurückgezahlt wird.
Der Nominalwert ist der in Zahlen ausgedrückte, „aufgedruckte“ Wert von Geld oder einem Wertpapier, ohne Berücksichtigung der Kaufkraft. Ein 50-Euro-Schein hat immer den Nominalwert von 50 Euro. Wie viel man dafür tatsächlich kaufen kann, der reale Wert, ändert sich jedoch mit der Inflation. Genau dieser Unterschied ist entscheidend.
Nominalwert vs. Realwert
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Nominalwert | aufgedruckter Betrag (bleibt gleich) |
| Realwert | tatsächliche Kaufkraft (sinkt bei Inflation) |
Beispiel: 100 Euro behalten ihren Nominalwert von 100 Euro, aber bei Inflation kannst du dir nächstes Jahr weniger dafür kaufen, der Realwert sinkt. Geld auf dem Konto verliert so schleichend an Kaufkraft, auch wenn die Zahl gleich bleibt. Verwandt ist der Begriff Nennwert.
Warum das die Bitcoin-Debatte prägt
Der Verfall des Realwerts von Geld ist ein zentrales Argument vieler Bitcoin-Befürworter: Während Zentralbanken die Geldmenge ausweiten können, ist Bitcoins Angebot begrenzt. Es soll daher als Schutz gegen Kaufkraftverlust dienen, ein „digitales Gold“. Ob Bitcoin diese Rolle verlässlich erfüllt, ist umstritten, denn seine eigene hohe Schwankung steht dem Wunsch nach Wertstabilität entgegen.
Lass dich nicht von Nominalwerten täuschen, entscheidend ist immer die Kaufkraft. Geld, das „sicher“ auf dem Konto liegt, verliert bei Inflation real an Wert, auch wenn die Zahl unverändert bleibt. Das ist ein guter Grund, sein Vermögen zu streuen. Ob Krypto dabei der richtige Baustein ist, hängt von deiner Risikobereitschaft ab, hohe Volatilität bleibt ein Faktor. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Nominalwert?
Der Nominalwert ist der in Zahlen ausgedrückte, aufgedruckte Wert von Geld oder einem Wertpapier, ohne Berücksichtigung der Kaufkraft. Ein 50-Euro-Schein hat immer den Nominalwert von 50 Euro. Was man dafür tatsächlich kaufen kann (der Realwert), ändert sich jedoch mit der Inflation.
Was ist der Unterschied zwischen Nominalwert und Realwert?
Der Nominalwert ist der aufgedruckte Betrag, der gleich bleibt. Der Realwert ist die tatsächliche Kaufkraft, die bei Inflation sinkt. 100 Euro behalten ihren Nominalwert, aber bei Inflation kann man sich dafür weniger kaufen. Geld auf dem Konto verliert so schleichend an Kaufkraft, obwohl die Zahl gleich bleibt.
Was hat der Nominalwert mit Bitcoin zu tun?
Der Verfall des Realwerts von Geld ist ein zentrales Argument vieler Bitcoin-Befürworter: Während Zentralbanken die Geldmenge ausweiten können, ist Bitcoins Angebot begrenzt. Es soll als Schutz gegen Kaufkraftverlust dienen. Ob Bitcoin diese Rolle verlässlich erfüllt, ist wegen seiner hohen Schwankung umstritten.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
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