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Orderbuch: wo der Preis an der Börse entsteht

Wie das Orderbuch den Preis an einer zentralen Börse bildet, wie Market und Limit Order darin zusammenspielen und warum seine Tiefe über deine Slippage entscheidet

TradingProfi3 Min. Lesezeit

Definition

Ein Orderbuch zeigt offene Kauf- und Verkaufsaufträge auf verschiedenen Preisniveaus. Für Trader ist das wichtig, weil ein Orderbuch sichtbar macht, wo Liquidität liegt und wie Angebot und Nachfrage im Markt aktuell verteilt sind.

Das Orderbuch ist die fortlaufend aktualisierte Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge einer Börse. Es bestimmt, zu welchem Preis gehandelt wird: Treffen ein passender Kauf- und Verkaufsauftrag aufeinander, kommt ein Geschäft zustande. Das Orderbuch ist damit der zentrale Mechanismus, über den auf einer zentralen Börse der Preis entsteht.

Wie das Orderbuch den Preis bildet

Im Orderbuch stehen auf der einen Seite die Kaufaufträge (sortiert vom höchsten Preis abwärts), auf der anderen die Verkaufsaufträge (vom niedrigsten Preis aufwärts). Der aktuelle Marktpreis liegt dort, wo sich beide Seiten treffen. Eine Market Order nimmt sofort die besten verfügbaren Preise, eine Limit Order reiht sich ein und wartet auf Ausführung.

Liquidität und Slippage

Je voller das Orderbuch, desto liquider der Markt: Große Orders lassen sich ohne starke Kursbewegung ausführen, die Slippage bleibt gering. In einem dünnen Orderbuch dagegen kann schon eine mittelgroße Order den Preis spürbar bewegen. Dezentrale Börsen nutzen statt eines Orderbuchs oft einen Automated Market Maker, ein ganz anderes Preisbildungsmodell.

Steffis Tipp

Ein Blick ins Orderbuch lohnt sich besonders vor dem Kauf kleinerer, weniger gehandelter Coins: Ist es dünn, zahlst du oft mehr Slippage, als der angezeigte Kurs vermuten lässt, und kommst beim Verkauf schlechter raus. Bei großen Coins wie Bitcoin ist das Orderbuch tief und der Handel günstig. Für die meisten Käufe reicht eine einfache Limit Order völlig aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Orderbuch?

Das Orderbuch ist die fortlaufend aktualisierte Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge einer Börse. Es bestimmt, zu welchem Preis gehandelt wird: Treffen ein passender Kauf- und Verkaufsauftrag aufeinander, kommt ein Geschäft zustande. Es ist der zentrale Mechanismus der Preisbildung an einer zentralen Börse.

Wie entsteht der Preis im Orderbuch?

Auf der einen Seite stehen die Kaufaufträge (vom höchsten Preis abwärts), auf der anderen die Verkaufsaufträge (vom niedrigsten Preis aufwärts). Der aktuelle Marktpreis liegt dort, wo sich beide Seiten treffen. Eine Market Order nimmt sofort die besten Preise, eine Limit Order reiht sich ein und wartet.

Was sagt die Tiefe des Orderbuchs aus?

Sie zeigt die Liquidität: Je voller das Orderbuch, desto leichter lassen sich große Orders ohne starke Kursbewegung ausführen, die Slippage bleibt gering. Ein dünnes Orderbuch bedeutet, dass schon mittelgroße Orders den Preis spürbar bewegen, das ist vor allem bei kleinen, wenig gehandelten Coins ein Risiko.

Fun Fact

Viele Trader schauen täglich ins Orderbuch, aber erst mit wachsender Erfahrung merken sie, wie viel Marktpsychologie in scheinbar trockenen Zahlen steckt.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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