Was ist Short Selling?
Short Selling einfach erklärt
Definition
Short Selling: Verkauf geliehener Krypto-Assets in Erwartung fallender Kurse, um sie günstiger zurückzukaufen.
Short Selling ist eine Trading-Strategie, bei der du auf fallende Kurse setzt. Anstatt wie üblich Kryptos zu kaufen und auf einen Preisanstieg zu hoffen, verkaufst du hier Krypto-Assets, die du dir geliehen hast, in der Erwartung, sie später günstiger zurückkaufen zu können. Ich zeige dir, wie diese spannende, aber auch risikoreiche Methode funktioniert.
Wie funktioniert Short Selling?
Im Kern bedeutet Short Selling, dass du dir ein Krypto-Asset von einem Broker leihst und es sofort auf dem Markt verkaufst. Dein Ziel ist es, dieses Asset zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen, um es dem Broker zurückzugeben. Die Differenz zwischen deinem Verkaufspreis und dem späteren Rückkaufpreis ist dein Gewinn, abzüglich eventueller Gebühren oder Zinsen für das Leihen. Ich persönlich finde, es ist eine faszinierende Möglichkeit, auch in Bärenmärkten Potenzial zu sehen.
Wichtig: Short Selling ist nicht dasselbe wie einfach nur keine Kryptowährungen zu besitzen. Du gehst aktiv eine Position ein, die von fallenden Kursen profitiert.
Diese Strategie ist das genaue Gegenteil vom „Long Gehen“, bei dem du ein Asset kaufst und darauf hoffst, dass der Preis steigt. Beim Short Selling wettest du quasi gegen den Markt. Es erfordert ein gutes Verständnis für Markttrends und Risikomanagement, da die Verluste theoretisch unbegrenzt sein können, wenn der Kurs des Assets entgegen deiner Erwartung steigt.
Ein praktisches Beispiel aus der Krypto-Welt
Stell dir vor, du bist überzeugt, dass der Bitcoin-Kurs fallen wird. Du leihst dir bei einem Broker 1 BTC, als der Kurs bei 30.000 EUR liegt, und verkaufst ihn sofort. Dein Konto weist nun einen Guthaben von 30.000 EUR auf, aber du schuldest dem Broker 1 BTC. Nehmen wir an, der Bitcoin-Kurs fällt tatsächlich auf 25.000 EUR. Jetzt kaufst du 1 BTC für 25.000 EUR zurück und gibst ihn dem Broker zurück.
Gut zu wissen: Oft ist Short Selling auf Krypto-Börsen wie Bitvavo oder Bitpanda über Derivate wie Futures oder CFDs möglich, nicht immer direkt über den Spotmarkt.
Dein Gewinn aus diesem Geschäft beträgt 5.000 EUR (30.000 EUR Verkauf minus 25.000 EUR Rückkauf), abzüglich der Gebühren und eventueller Leihzinsen. Dieses Beispiel zeigt dir das Prinzip sehr deutlich. Es erfordert aber eine genaue Planung und Beobachtung des Marktes.
Short Selling in DACH: Aktueller Stand 2026
Anfang 2026 hat sich Short Selling im DACH-Raum weiter etabliert, insbesondere im Bereich der Krypto-Derivate. Die Nachfrage nach solchen Produkten steigt mit der Reifung des gesamten Kryptomarktes. Ich sehe, dass immer mehr regulierte Plattformen und Broker Optionen für das Short Selling von Kryptowährungen anbieten, oft in Form von Futures oder CFDs.
Die Regulierung im DACH-Raum ist hierbei entscheidend. Sie sorgt für mehr Sicherheit und Transparenz, auch wenn die Verfügbarkeit und die genauen Bedingungen von Broker zu Broker variieren können. Für Einsteiger ist es wichtig, sich genau zu informieren und die Mechanismen zu verstehen, bevor sie sich an solche komplexen Strategien wagen. Es ist nicht nur etwas für Profis, aber es erfordert definitiv mehr Wissen als der einfache Kauf und Verkauf von Kryptos.
Vorteile des Short Sellings & Nachteile des Short Sellings
Vorteile des Short Sellings
- +Gewinnmöglichkeit in fallenden Märkten
- +Diversifikation der Handelsstrategien
- +Kann zur Absicherung (Hedging) genutzt werden
Nachteile des Short Sellings
- -Unbegrenztes Verlustpotenzial bei steigenden Kursen
- -Zusätzliche Kosten durch Leihgebühren und Zinsen
- -Komplexer als traditionelles "Long"-Trading
- -Benötigt höheres Verständnis und Risikomanagement
Fun Fact
Der Begriff 'Short Selling' stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Händler physische Güter verkauften, die sie noch nicht besaßen.
