Sicherheitsmarge: mit Puffer kaufen
Wie das Prinzip von Benjamin Graham mit einem Preis-Puffer unter dem inneren Wert schützt, warum es bei Krypto schwer anwendbar ist und was das über den spekulativen Charakter verrät
Definition
Die Sicherheitsmarge (Margin of Safety) ist die Differenz zwischen dem inneren Wert eines Assets und seinem aktuellen Kaufpreis. Je größer die Sicherheitsmarge, desto mehr Puffer hat ein Anleger gegen Fehleinschätzungen bei der Bewertung.
Die Sicherheitsmarge (englisch „Margin of Safety“) ist ein Grundprinzip des wertorientierten Investierens, geprägt von Benjamin Graham, dem Lehrmeister von Warren Buffett. Die Idee: Man kauft einen Vermögenswert nur, wenn sein Preis deutlich unter seinem geschätzten inneren Wert liegt. Dieser Puffer schützt vor Fehleinschätzungen und unvorhergesehenen Rückschlägen.
Wozu die Sicherheitsmarge dient
Niemand kann den „wahren Wert“ einer Anlage exakt bestimmen, jede Schätzung kann falsch sein. Die Sicherheitsmarge baut genau dafür einen Puffer ein: Kaufst du einen Wert für 60, der nach deiner Schätzung 100 wert ist, hast du Spielraum, falls deine Einschätzung zu optimistisch war oder etwas Unerwartetes passiert. Je größer die Sicherheitsmarge, desto geringer das Risiko, dauerhaft Geld zu verlieren.
Die Herausforderung bei Krypto
Hier liegt ein Problem: Bei den meisten Kryptowährungen gibt es keinen klar berechenbaren inneren Wert, anders als bei einem Unternehmen mit Umsätzen und Gewinnen. Das macht das Konzept der Sicherheitsmarge auf Krypto schwer anwendbar. Genau deshalb ist Krypto so spekulativ: Ohne fundamentalen Wertanker fehlt der Maßstab, der bei Aktien eine Sicherheitsmarge überhaupt erst ermöglicht.
Das Prinzip der Sicherheitsmarge ist eine der klügsten Ideen des Investierens, kaufe nie zu jedem Preis, sondern mit Puffer. Bei Krypto ist es schwer anwendbar, weil ein berechenbarer innerer Wert fehlt. Genau das sollte dir bewusst machen, wie spekulativ Krypto ist: Du hast oft keinen Maßstab, der dir sagt, ob ein Preis „günstig“ ist. Umso wichtiger sind Risikomanagement und Demut. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Sicherheitsmarge?
Die Sicherheitsmarge (Margin of Safety) ist ein Grundprinzip des wertorientierten Investierens: Man kauft einen Vermögenswert nur, wenn sein Preis deutlich unter seinem geschätzten inneren Wert liegt. Dieser Puffer schützt vor Fehleinschätzungen und unvorhergesehenen Rückschlägen.
Wozu dient eine Sicherheitsmarge?
Sie baut einen Puffer für den Fall ein, dass deine Wertschätzung falsch war. Kaufst du einen Wert für 60, der nach deiner Schätzung 100 wert ist, hast du Spielraum, falls du zu optimistisch warst oder etwas Unerwartetes passiert. Je größer die Marge, desto geringer das Risiko dauerhafter Verluste.
Lässt sich die Sicherheitsmarge auf Krypto anwenden?
Schwer. Bei den meisten Kryptowährungen gibt es keinen klar berechenbaren inneren Wert, anders als bei einem Unternehmen mit Umsätzen. Damit fehlt der Maßstab, der eine Sicherheitsmarge bei Aktien überhaupt ermöglicht. Das macht deutlich, wie spekulativ Krypto ist, und wie wichtig Risikomanagement bleibt.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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