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Substanzwert: was real in der Bilanz steckt

Warum der Substanzwert die Bewertungsuntergrenze aus realen Vermögenswerten abzüglich Schulden beschreibt und warum die meisten Kryptowährungen keine klassische Substanz als Sicherheitsnetz haben

GrundlagenEinsteiger2 Min. Lesezeit

Definition

Der Substanzwert ist der Wert eines Unternehmens, berechnet aus der Summe aller Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden. Bei Krypto-Projekten mit Treasury-Beständen kann der Substanzwert als Untergrenze für die Token-Bewertung herangezogen werden.

Der Substanzwert bezeichnet den Wert eines Unternehmens, der sich aus seinen tatsächlich vorhandenen Vermögenswerten abzüglich der Schulden ergibt, also das, was real „in der Substanz“ steckt. Er ist eine Kennzahl der Fundamentalanalyse und ein Gegenpol zu rein zukunfts- oder erwartungsgetriebenen Bewertungen. Bei Kryptowährungen ist das Konzept besonders interessant, weil viele Coins kaum „Substanz“ im klassischen Sinne haben.

Was der Substanzwert aussagt

Der Substanzwert beantwortet die Frage: Was wäre das Unternehmen wert, wenn man alle Vermögensgegenstände (Maschinen, Immobilien, Bargeld) verkaufen und die Schulden begleichen würde? Er liefert eine Art „Untergrenze“ der Bewertung. Liegt der Börsenkurs deutlich darunter, könnte die Aktie unterbewertet sein, liegt er weit darüber, steckt viel Zukunftserwartung im Preis.

Substanzwert und Krypto

Bei Kryptowährungen ist der klassische Substanzwert oft schwer zu fassen: Ein reiner Coin hat keine Maschinen oder Immobilien. Seinen „Wert“ ziehen Krypto-Projekte eher aus Netzwerkeffekten, Nutzung und Technologie, nicht aus bilanzieller Substanz. Das macht die Bewertung schwieriger und spekulativer. Eine Ausnahme bilden Token, die durch reale Vermögenswerte (etwa tokenisierte Immobilien oder Staatsanleihen) gedeckt sind, hier gibt es wieder eine fassbare Substanz.

Steffis Tipp

Der Substanzwert hilft bei Aktien, eine Bewertungsuntergrenze einzuschätzen, gut, um überzogene Kurse zu erkennen. Bei den meisten Kryptowährungen greift das Konzept aber kaum, da sie keine klassische Substanz haben: Ihr Wert hängt von Nutzung und Netzwerk ab, nicht von einer Bilanz. Sei dir bewusst, dass du bei reinen Coins keine „harte“ Substanz als Sicherheitsnetz hast. Keine Anlageberatung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Substanzwert?

Der Substanzwert ist der Wert eines Unternehmens aus seinen tatsächlich vorhandenen Vermögenswerten abzüglich der Schulden, also das, was real „in der Substanz“ steckt. Er ist eine Kennzahl der Fundamentalanalyse und ein Gegenpol zu rein erwartungsgetriebenen Bewertungen.

Was sagt der Substanzwert aus?

Er beantwortet, was ein Unternehmen wert wäre, wenn man alle Vermögensgegenstände verkaufen und die Schulden begleichen würde, eine Art Bewertungsuntergrenze. Liegt der Börsenkurs deutlich darunter, könnte die Aktie unterbewertet sein, liegt er weit darüber, steckt viel Zukunftserwartung im Preis.

Haben Kryptowährungen einen Substanzwert?

Meist nicht im klassischen Sinne: Ein reiner Coin hat keine Maschinen oder Immobilien, sein Wert kommt aus Netzwerkeffekten, Nutzung und Technologie. Eine Ausnahme sind Token, die durch reale Vermögenswerte gedeckt sind, etwa tokenisierte Immobilien oder Staatsanleihen, hier gibt es wieder fassbare Substanz.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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