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Was ist TradingView?

TradingView einfach erklärt

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Aktualisiert: 4 Min. LesezeitEinsteiger

Definition

TradingView ist eine kostenlose Plattform zum Analysieren von Krypto-Charts mit technischen Indikatoren und Zeichenwerkzeugen für Einsteiger.

TradingView ist die Standard-Software für technische Analyse im Krypto-Trading. Seit 2011 nutzen über 50 Millionen Anleger weltweit die Plattform, um Charts zu analysieren, Strategien zu testen und mit anderen Tradern zu kommunizieren. Besonders für Einsteiger bietet sie einen sanften Einstieg in die Chartanalyse, ohne teure Software kaufen zu müssen. Während professionelle Terminals oft monatlich hunderte Euro kosten, nutzt du hier erstklassige Werkzeuge zum Preis von null Euro. Du brauchst nur einen Browser oder die App, um auf Funktionen zuzugreifen, die früher nur institutionellen Anlegern vorbehalten waren.

Wie funktioniert TradingView?

TradingView läuft direkt im Browser oder als App auf deinem Smartphone. Du öffnest einen Chart, wählst ein Handelspaar – etwa Bitcoin gegen Euro – und startest die Analyse. Die Plattform bietet intuitive Zeichenwerkzeuge für Trendlinien, Widerstände und Unterstützungen sowie Dutzende technische Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, MACD oder RSI.

In der kostenlosen Version kannst du drei Indikatoren gleichzeitig pro Chart nutzen. Das reicht für die meisten Einsteiger-Strategien vollkommen aus. Wer komplexere Setups mit mehreren Overlays oder fortgeschrittenen Zeichentools braucht, greift zu den Bezahlplänen. Besonders mächtig wird TradingView durch Pine Script: Diese spezielle Programmiersprache erlaubt das Erstellen eigener Indikatoren und das Backtesting automatischer Strategien. So testest du deine Trading-Ideen an historischen Daten über Jahre hinweg, bevor du echtes Geld riskierst. Die Community tauscht tausende solcher Skripte kostenlos aus, sodass du auch ohne Programmierkenntnisse von den Strategien anderer profitierst.

Wichtig

TradingView selbst ist kein Broker. Du siehst die Charts und planst Trades, führst sie aber über separate Plattformen wie Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen aus.

TradingView in der Praxis: Ein konkretes Beispiel

Stell dir vor, du möchtest Bitcoin als Swing-Trader über mehrere Tage oder Wochen halten. Du öffnest den BTC/USD-Chart auf TradingView und legst drei gleitende Durchschnitte über den Kursverlauf: einen für 50 Tage (kurzfristig), einen für 100 Tage (mittelfristig) und einen für 200 Tage (langfristig).

Bei 42.000 USD kreuzen sich die kurz- und langfristigen Durchschnitte nach oben – ein sogenanntes Golden Cross, das technische Analysten oft als bullisches Signal interpretieren. Du setzt über TradingView einen Preisalarm bei 43.500 USD, um den Ausbruch über die nächste Widerstandszone nicht zu verpassen. Sobald der Alarm per Push-Benachrichtigung auf deinem Handy auslöst, prüfst du die Lage, bestätigst das Volumen anhand der Balken im Chart und eröffnest über deinen Broker wie Bitvavo (10€ Neukundenbonus) die Long-Position. Ohne den Chart stundenlang vor dem Bildschirm beobachten zu müssen, behältst du den Überblick und reagierst dennoch rechtzeitig.

Gut zu wissen

Die Plattform wurde 2011 gegründet und hat Hauptsitze in London und New York. Die eigene Skriptsprache Pine Script ermöglicht selbst Programmieranfängern das Erstellen individueller Indikatoren.

Warum TradingView 2024 im DACH-Raum unverzichtbar ist

Im deutschsprachigen Raum hat sich TradingView als dominante Charting-Software etabliert, die sogar MetaTrader den Rang abläuft. Die vollständige deutsche Sprachunterstützung senkt die Einstiegshürde erheblich. Zudem integrieren heimische Broker wie Scalable Capital und Börse Stuttgart die Plattform direkt in ihre Systeme. Die Verknüpfung macht den Workflow besonders reibungslos: Du analysierst den Chart, klickst auf den Handelsbutton und landest direkt in der Ordermaske deines Brokers.

Im Gegensatz zu MetaTrader 4/5, das traditionell auf Forex fokussiert ist, oder Coinigy, das rein auf Krypto spezialisiert bleibt, bietet TradingView Aktien, Rohstoffe, Forex und Kryptowährungen in einer modernen, übersichtlichen Oberfläche. Die sozialen Features helfen besonders Einsteigern: Du siehst in Echtzeit, wie andere Trader Marktszenarien bewerten und welche Ideen sie teilen, ohne deren Strategien blind kopieren zu müssen. Du kannst dich mit Fragen an die Community wenden oder einfach nur zuschauen, wie erfahrene Anleger den Markt lesen.

Die kostenlose Version liefert bereits Echtzeitdaten für viele Krypto-Börsen. Bei klassischen Aktienbörsen gibt es teilweise Verzögerungen von 15 Minuten. Für den Krypto-Einstieg reicht das kostenlose Paket vollkommen aus. Du erhältst Zugang zu einer globalen Community und professionellen Tools, die normalerweise hunderte Euro im Monat kosten würden. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, mehrere Charts nebeneinander zu öffnen und verschiedene Zeitrahmen zu vergleichen. So erkennst du kurzfristige Ausbuchse im Kontext des großen Trends.

TradingView hilft dir, Emotionen aus dem Trading zu nehmen und datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Du planst Trades im Vorfeld, setzt klare Marken für Einstieg und Ausstieg und behältst den Überblick über mehrere Märkte gleichzeitig. Für Einsteiger bietet die Plattform den perfekten Balanceakt zwischen Funktionsumfang und Bedienbarkeit – ohne dass du einen Cent für Software ausgeben musst. Starte mit der kostenlosen Version und erweitere erst, wenn du wirklich mehr Indikatoren gleichzeitig brauchst.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Kostenlos nutzbar mit professionellem Grundfunktionsumfang
  • +Intuitive Bedienung auch für Einsteiger ohne Vorkenntnisse
  • +Riesige Community zum Austausch von Strategien und Ideen
  • +Pine Script ermöglicht eigene Indikatoren und Backtesting
  • +Alle Asset-Klassen (Krypto, Aktien, Forex) in einer Oberfläche

Nachteile

  • -Nur drei Indikatoren gleichzeitig in der kostenlosen Version
  • -Direktes Trading nur über separate Broker möglich
  • -Bei Aktien teils verzögerte Kurse in der Free-Version

Fun Fact

TradingView startete 2011 in Russland und zog später nach London und New York um – heute nutzen über 50 Millionen Anleger die Plattform weltweit.