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Was ist Zinseszins?

Zinseszins einfach erklärt

finanzen-klassisch
Aktualisiert: 2026-02-26|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Der Nutzer möchte eine präzise Definition für "Zinseszins" im Krypto-Kontext. Die Anforderungen sind: - Maximal 160 Zeichen - 1-2 Sätze - Für Einsteiger vers...

Zinseszins bedeutet: Erträge werden direkt reinvestiert. So entsteht exponentielles Kapitalwachstum. Dieser Effekt ist in DeFi besonders stark.

Wie funktioniert Zinseszins?

Wir haben festgestellt, dass besonders Einsteiger oft den Unterschied zwischen APY und APR übersehen. Beim Zinseszins – auch Compound Interest genannt – werden erzielte Erträge nicht ausgezahlt, sondern automatisch mit dem Startkapital zusammengelegt. Die mathematische Formel lautet K_n = K_0 × (1 + p/100)^n. Dabei steht K_0 für dein Anfangskapital, p für den Zinssatz und n für die Anzahl der Verzinsungsperioden. Diese Formel zeigt, warum das Wachstum beschleunigt.

Im Krypto-Bereich unterscheidet man zwischen APY (Annual Percentage Yield) und APR (Annual Percentage Rate). Der APY enthält den Zinseszinseffekt bereits, während der APR nur die einfache Verzinsung angibt. Das ist ein entscheidender Unterschied beim Vergleich von Staking-Angeboten.

Je häufiger die Verzinsung erfolgt, desto höher fällt der effektive Ertrag aus. Während traditionelle Banken jährlich verzinsen, arbeiten viele DeFi-Protokolle mit täglicher oder sogar stündlicher Aufschreibung der Zinsen.

Praxisbeispiel: 1.000 USDT im direkten Vergleich

Du legst 1.000 USDT auf einer Krypto-Börse wie Bitvavo an. Bei einem APY von 10 % wachsen deine Token im ersten Jahr auf 1.100 USDT. Im zweiten Jahr erhältst du Zinsen nicht nur auf die ursprünglichen 1.000 USDT, sondern auf die gesamten 1.100 USDT. So entstehen 110 USDT Zinsen statt nur 100 USDT.

Nach zwei Jahren besitzt du somit 1.210 USDT. Bei einfacher Verzinsung (APR) bliebe es bei jährlich konstanten 100 USDT Zinsen. Das Endkapital betrüge nur 1.200 USDT. Der Unterschied von 10 USDT mag auf zwei Jahre gesehen gering erscheinen, skaliert aber enorm über längere Zeiträume oder bei höheren Beträgen.

Bei täglicher Verzinsung, wie sie viele DeFi-Protokolle bieten, würde das Ergebnis noch etwas höher ausfallen als bei der jährlichen Berechnung. Die stündliche Aufschreibung mancher Protokolle maximiert den Effekt zusätzlich.

Wichtig: Gas Fees bei täglichen Auszahlungen können den Zinseszinsvorteil zunichtemachen. Bei kleinen Beträgen unter 500 USDT lohnt sich die automatische Reinvestition durch das Protokoll meist mehr als manuelles Claiming.

Steuerliche Betrachtung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In Deutschland unterliegen Staking-Erträge mit Zinseszinseffekt der Einkommensteuer nach § 22 EStG. Das Finanzamt betrachtet die neu generierten Coins als sonstige Einkünfte. Du musst also nicht nur das ursprüngliche Investment, sondern auch die daraus entstandenen Zinsen versteuern, wenn du sie innerhalb der Spekulationsfrist verkaufst. Der Steuersatz orientiert sich dabei an deinem persönlichen Einkommensteuersatz.

Österreich und die Schweiz besteuern Krypto-Einkünfte ähnlich, wobei der Zinseszins bei der Berechnung der Rohgewinne relevant ist. In der Schweiz können unter Umständen Freigrenzen greifen, während in Österreich spezifische Regelungen für abgeleitete Krypto-Einkünfte gelten. Eine detaillierte Dokumentation aller Staking-Rewards ist in allen drei Ländern Pflicht. Tax-Tools können hierbei helfen, den Überblick zu behalten.

Plattformen wie Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen stellen Steuerreports bereit, die die Berechnung erleichtern. Diese Dokumente erfassen jeden einzelnen Zinseszins-Zuschlag separat und vermeiden so Steuerhinterziehungsvorwürfe.

Gut zu wissen: Etablierte DeFi-Protokolle boten Mitte 2024 APYs zwischen 3 % und 12 %, je nach Blockchain-Ökosystem. Die tatsächlichen Renditen schwanken jedoch stark mit der Marktlage und dem TVL (Total Value Locked).

Bitvavo bietet übersichtliche Staking-Optionen für Einsteiger, die den Zinseszinseffekt automatisch nutzen.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Exponentielles Kapitalwachstum über längere Zeiträume
  • +Passive Einkommenssteigerung ohne aktives Handeln
  • +In DeFi oft deutlich höhere Renditen als bei traditionellen Banken

Nachteile

  • -Steuerliche Komplexität durch viele kleine Transaktionen
  • -Smart Contract Risiken bei automatischer Reinvestition
  • -Gas Fees können den Effekt bei kleinen Beträgen zunichtemachen

Fun Fact

Manche DeFi-Protokolle schreiben Zinsen alle 15 Minuten gut statt jährlich – so maximieren sie den Zinseszinseffekt.