Fünf US-Senatoren fordern sofortige Anhörungen zu den Geschäftsaktivitäten der Trump-Krypto-Firma World Liberty Financial. Im Zentrum steht ein Investment von rund 500 Millionen USD durch ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Investitionsdetails und politische Vorwürfe
Die Senatoren Elizabeth Warren, Richard Blumenthal, Gary Peters, Dick Durbin und Ron Wyden schrieben am 23. Juni an fünf Ausschüsse. Sie beziehen sich auf einen Bericht des Wall Street Journal. Die Firma Aryam Investment aus Abu Dhabi erwarb demnach eine 49-prozentige Beteiligung an World Liberty Financial.
Der Deal erfolgte vier Tage vor der Amtseinübung im Januar 2025. Aryam Investment wird von Sheikh Tahnoon bin Zayed Al Nahyan unterstützt, der als nationaler Sicherheitsberater der VAE fungiert. Laut WSJ flossen 187 Millionen USD an Trump-nahe Einheiten und 31 Millionen USD an die Familie Witkoff.
Die Gesetzgeber vermuten eine Verbindung zwischen dem Geldfluss und staatlichen Entscheidungen. Die Administration genehmigte kurz darauf Waffenverkäufe im Wert von 1,4 Milliarden USD an die VAE. Zudem wurden im November 2025 35.000 KI-Chips an die Firma G42 freigegeben, trotz nationaler Sicherheitsbedenken.
"Wir sind zutiefst besorgt über diese Ereignisse", schreiben die Senatoren in ihrem Brief. Sie hinterfragen, welche weiteren Zugeständnisse die VAE auf Kosten der nationalen Sicherheit der USA erhalten könnten. Die Demokraten fordern nun detaillierte Aussagen von Regierungsbeamten unter Eid.
Reaktionen und regulatorischer Kontext
World Liberty Financial weist die Vorwürfe eines Interessenkonflikts zurück. Ein Sprecher der Firma erklärte, dass weder Donald Trump noch Steve Witkoff seit ihrem Amtsantritt in die Transaktionen oder die Firma involviert waren. Das Weiße Haus betont, dass die Vermögenswerte in einem Trust liegen.
Parallel dazu kritisieren die Senatoren die Lockerung der Krypto-Aufsicht. Sie benennen die Auflösung des National Cryptocurrency Enforcement Team beim Justizministerium als besorgniserregenden Schritt. Währenddessen notiert CoinGecko für den 24. Juni 2026 einen BTC-Kurs von 62.387 USD bei einem 24-Stunden-Rückgang von 0,21 Prozent.
Fazit: Politischer Druck auf Krypto-Interessen
Die Forderung nach Anhörungen ist aktuell ein politischer Vorstoß und noch kein rechtliches Verfahren. World Liberty Financial operiert vorerst ohne neue gesetzliche Einschränkungen, doch die Debatte zeigt, dass Krypto-Investments von Politikern verstärkt unter Beobachtung der US-Justiz stehen.
Wer Altcoins hält, sollte die Entwicklung der US-Regulierung beobachten. Die Auflösung von Enforcement-Teams könnte die Aufsicht lockern, während politische Untersuchungen das Vertrauen in spezifische Projekte wie World Liberty Financial kurzfristig beeinflussen können.
Quelle: BeInCrypto DE






