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Bank of England lockert Stablecoin-Regeln

Die britische Zentralbank überdenkt strikte Limits für Sterling-Stablecoins. Vize-Gouverneurin Sarah Breeden prüft nun weniger konservative Reserve- und.

Markt
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
Bank of England lockert Stablecoin-Regeln

Die Bank of England (BoE) lockert ihre geplanten Restriktionen für Stablecoins in britischen Pfund. Vize-Gouverneurin Sarah Breeden räumt ein, dass der ursprüngliche Entwurf zu konservativ war. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines volatilen Marktes, in dem BTC bei 79.580 USD und ETH bei 2.259,62 USD notieren.

Überprüfung der systemischen Reservepflichten

Die Bank of England prüft derzeit Alternativen zu ihrem bisherigen Regulierungsansatz. Im November startete die BoE eine Konsultation für systemische Stablecoins. Diese sahen strikte Reserveanforderungen vor. Die Zentralbank wollte, dass Emittenten mindestens 40% ihrer Reserven unverzinst bei der BoE halten.

Vize-Gouverneurin Sarah Breeden bezeichnete den bisherigen Ansatz gegenüber der Financial Times als potenziell zu konservativ. Die Industrie kritisierte die operativen Hürden der vorgeschlagenen Limits. Die BoE sucht nun nach Wegen, die Ziele ohne übermäßige bürokratische Hindernisse zu erreichen. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern.

Besonders die Reservepflicht von 40% steht im Fokus der Neubewertung. Marktteilnehmer bevorzugen Anlagen in zinstragenden Assets, um die Rentabilität zu steigern. Die BoE analysiert nun, ob die ursprünglichen Sicherheitsmargen aus vergangenen Finanzkrisen heute noch in diesem Maße notwendig sind. Die Anpassung würde die Attraktivität erhöhen.

Zusätzlich plant die BoE eine Revision der Besitzobergrenzen. Bisher sollten Privatpersonen maximal 20.000 GBP in Stablecoins halten dürfen. Für Unternehmen war eine Grenze von 10 Millionen GBP vorgesehen. Diese Caps könnten nun fallen oder angehoben werden, um die Skalierbarkeit von tokenisierten Märkten im Vereinigten Königreich zu fördern.

Während Sterling-Stablecoins unter die BoE fallen, bleiben USDT und USDC unter der Aufsicht der Financial Conduct Authority. Diese Differenzierung trennt systemische Zahlungsassets von Token, die primär zum Krypto-Handel genutzt werden. Der Markt beobachtet dies genau, während SOL aktuell bei 90,93 USD mit einem Minus von 4,37% steht.

Globaler Wettbewerb und regulatorischer Druck

Der regulatorische Kurswechsel erfolgt parallel zu neuen Gesetzen in den USA. Präsident Donald Trump unterzeichnete im Juli den GENIUS Act. Dieses Gesetz verpflichtet Emittenten zu einer vollständigen Reservedeckung und monatlichen Offenlegungen. Die USA setzen damit einen globalen Standard, dem Großbritannien nun folgen möchte.

„Was wir von der Industrie gehört haben, ist, dass die Art und Weise, wie wir Limits vorgeschlagen haben, operativ mühsam ist"

— Sarah Breeden, Vize-Gouverneurin der Bank of England, laut einem Bericht der Financial Times

Die BoE erkennt an, dass zu starre Regeln die Adoption moderner Zahlungsinfrastrukturen behindern könnten.

Gouverneur Andrew Bailey warnte kürzlich vor einem kommenden Konflikt mit der US-Regierung über Stablecoin-Standards. Laut Bailey funktionieren globale Zahlungsarchitekturen nur bei internationalen Standards. Ohne Harmonisierung drohen Fragmentierungen. Dies könnte die Liquidität beeinträchtigen, während TRX aktuell bei 0,355 USD mit einem Plus von 1,26% notiert.

Tom Duff Gordon von Coinbase kritisierte im März vor dem House of Lords die geplanten Besitzlimits. Er argumentierte, dass solche Caps Sterling-Stablecoins daran hindern würden, eine echte Settlement-Infrastruktur zu werden. Die aktuelle Kurskorrektur der BoE reagiert direkt auf diese institutionellen Bedenken der Branche und der Finanzindustrie.

George Morris von Simmons & Simmons begrüßt die Änderungen zur Wettbewerbsfähigkeit. Er warnt jedoch, dass andere Vorschläge der FCA weiterhin Hürden bilden. Händler, die nicht-britische Stablecoins integrieren, könnten eine volle FCA-Autorisierung benötigen. Morris bezeichnet diesen spezifischen regulatorischen Ansatz als gänzlich nicht praktikabel für den Markt.

Fazit: Strategischer Kurswechsel für Sterling-Assets

Für dich bedeutet das, dass britische Stablecoins attraktiver für institutionelle Anleger werden könnten. Die Lockerung der Reservepflichten erhöht die Renditechancen der Emittenten. Das könnte den Weg für eine breitere Integration von GBP-Assets in DeFi-Protokolle ebnen, sofern die FCA-Hürden ebenfalls fallen.

Beobachte die kommenden Entscheidungen zum Clarity Act in den USA. Die Synchronisation zwischen London und Washington wird entscheiden, ob Stablecoins als globales Zahlungsmittel skalieren. Aktuell bleibt die Volatilität hoch, was die Bedeutung stabiler, regulierter Anker-Assets für dein Portfolio unterstreicht.

Quelle: The Block

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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