Zum Hauptinhalt springen

BitGo meldet Nettoverlust von 60,7 Millionen USD

Trotz eines massiven Umsatzsprungs von 112,6 Prozent auf 3,77 Milliarden USD belasten Bitcoin-Schwankungen und hohe IPO-Kosten die Bilanz des digitalen.

Bitcoin
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
BitGo meldet Nettoverlust von 60,7 Millionen USD

BitGo Holdings verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen massiven Umsatzanstieg auf 3,77 Milliarden USD. Gleichzeitig weitet sich der Nettoverlust auf 60,7 Millionen USD aus. Kursverluste in der Bitcoin-Treasury und hohe Aktienvergütungen nach dem Börsengang drücken das Ergebnis.

Umsatzsprung trifft auf Bilanzverluste

BitGo steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 112,6 Prozent. Haupttreiber waren höhere Volumina bei Verkäufen digitaler Vermögenswerte sowie Einnahmen aus Stablecoin-as-a-Service. Letztere stiegen sequenziell um 44 Prozent auf 38,2 Millionen USD. Die Marge verbesserte sich dabei auf 7,4 Prozent.

Trotz des Wachstums sank der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorquartal um 38,7 Prozent. BitGo führt dies auf schwächere Kryptomärkte und einen Rückgang beim Spot-Handel zurück. Aktuell spiegelt der Markt diese Volatilität wider. BTC notiert bei 79.649 USD, was einem Minus von 1,90 Prozent entspricht.

Der Nettoverlust stieg von 25,7 Millionen USD im Vorjahr auf nun 60,7 Millionen USD. Damit übersteigt das Minus auch den Verlust von 50 Millionen USD aus dem vierten Quartal 2025. Die Entwicklung belastet das Ergebnis des digitalen Vermögensverwalters trotz steigender Nutzerzahlen erheblich.

Das Unternehmen verzeichnete ein Wachstum der Kundenbasis um 42 Prozent auf 5.569 Nutzer. Die normalisierten Assets auf der Plattform stiegen im Jahresvergleich um 29,4 Prozent. Diese Daten belegen eine starke institutionelle Adoption trotz der aktuellen finanziellen Herausforderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Das Adjusted EBITDA kippte von einem Gewinn von 3,9 Millionen USD im ersten Quartal 2025 in einen Verlust von 1,7 Millionen USD. Die Liquidität bleibt mit Cash-Beständen von 186,6 Millionen USD stabil. Das Unternehmen setzt weiterhin auf die Expansion seiner institutionellen Dienste.

Strategiewechsel durch Derivate und Treasury

Im Januar startete BitGo ein neues Angebot für Derivate. Dieses generierte im ersten Quartal ein nominales Volumen von etwa 3 Milliarden USD. Die Abrechnung erfolgt hier auf Nettobasis, während Spot-Handel auf Bruttobasis ausgewiesen wird. Dies erschwert die direkte Vergleichbarkeit mit früheren Perioden.

Die Staking-Einnahmen brachen im Jahresvergleich massiv ein. Sie sanken um 66,2 Prozent auf insgesamt 49,4 Millionen USD. Grund hierfür sind sinkende Token-Kurse. Parallel dazu verzeichnete der Bereich Subscriptions und Services einen Umsatz von 25,6 Millionen USD, was einem Plus von 11,3 Prozent entspricht.

„Primär getrieben durch nicht zahlungswirksame Mark-to-Market-Effekte im Zusammenhang mit der Bitcoin-Treasury der Gesellschaft sowie erhöhte aktienbasierte Vergütungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem IPO“, erklärte BitGo die Verluste. Das Unternehmen erwartet eine Normalisierung dieser Kosten in der Zukunft.

Die Marktlage beeinflusst die Performance der Top-Assets spürbar. Während BTC bei 79.649 USD liegt, verzeichnet ETH einen Rückgang von 2,63 Prozent auf 2.258,18 USD. Solana SOL sank sogar um 5,14 Prozent auf 90,76 USD. Diese Trends belasten die Staking-Erträge von Verwahrern.

BitGo nutzt die aktuelle Phase zur Optimierung der Kostenstruktur. Die Ausweitung der Derivate-Sparte soll die Abhängigkeit vom volatilen Spot-Handel reduzieren. Die steigende Zahl institutioneller Kunden bietet eine Basis für langfristige Stabilität nach den einmaligen Kosten des Börsengangs.

Fazit: Wachstumskurs trotz hoher Volatilität

Für dich bedeutet das, dass BitGo zwar operativ wächst, aber stark von der Bitcoin-Kursentwicklung abhängt. Die Treasury-Effekte zeigen, wie riskant eine zu starke BTC-Bindung in der Bilanz ist. Das Wachstum bei institutionellen Kunden bleibt jedoch ein positives Signal.

Beobachte für die kommenden Quartale, ob die Derivate-Sparte die Verluste aus dem Spot-Handel ausgleichen kann. Wenn die IPO-Kosten sinken, könnte BitGo trotz Marktschwankungen wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Die Diversifikation der Einnahmequellen ist hier der entscheidende Faktor.

Quelle: BeInCrypto DE

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

Risikohinweis: Meine Inhalte dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung dar.

Diese Seite kann Affiliate-Links enthalten. Bei einem Kauf über diese Links erhalte ich eine Provision — du unterstützt meinen Kanal ohne Mehrkosten. Danke! ❤️