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DeFi-Hebelrate steigt auf 38 Prozent

Sicherheitslücken bei Kelp DAO und Drift Protocol lösten Kapitalabflüsse von 13 Milliarden USD aus. Die DeFi-Hebelrate erreicht laut Binance Research damit.

News
von Dr. Stephanie Morgenroth
2 Min.
DeFi-Hebelrate steigt auf 38 Prozent

Die On-Chain-Hebelrate im DeFi-Sektor ist auf 38 Prozent gestiegen. Laut Binance Research entspricht dieser Wert dem Niveau aus dem Jahr 2021. Ursache ist ein massiver Rückgang des Total Value Locked (TVL) nach einer Serie von Sicherheitsvorfällen im April.

Sicherheitslücken treiben Hebelrate nach oben

Die Steigerung der Leverage-Ratio resultiert aus einem drastischen Sinken des Total Value Locked (TVL). Im April entzogen Anleger laut Binance Research rund 13 Milliarden USD aus DeFi-Plattformen, nachdem mehrere Protokolle angegriffen wurden.

Die Gesamtschäden durch Hacks beliefen sich im April auf etwa 606 Millionen USD. Besonders betroffen waren Kelp DAO und Drift Protocol. Allein der Exploit bei Kelp DAO führte zu einem Verlust von circa 292 Millionen USD an Kapital.

Die On-Chain-Leverage-Ratio misst das Verhältnis von Kreditaktivitäten zum hinterlegten Kapital. Da die Sicherheiten durch Abflüsse schrumpften, stieg die Quote mathematisch an. "April’s DeFi exploits triggered ~US$13B in TVL outflows", hieß es in der Analyse von Binance Research.

Dieser Effekt täuscht eine erhöhte Risikobereitschaft vor. Tatsächlich spiegelt die Zahl den schrumpfenden Pool an verfügbaren Sicherheiten wider. Die Kreditaufnahme stieg nicht proportional zum Anstieg der Hebelrate, was die mathematische Verzerrung der Kennzahl erklärt.

Marktreaktion und Liquiditätsstatus

Trotz allgemeiner Marktrücksetzer blieb ein echtes Deleveraging aus. Binance Research stellte fest, dass keine signifikanten Reduktionen der Hebelpositionen stattfanden. Während SOL bei 74,3 USD notiert, bleibt die systemische Instabilität in DeFi-Pools aufgrund der geringeren Kapitalbasis ein Risiko.

Die aktuelle Lage zeigt eine Divergenz zwischen Preisstabilität und Protokollsicherheit. Während ETH bei 1.772,57 USD leicht zulegt, ziehen Anleger Kapital präventiv aus riskanten Vaults ab, um Totalverluste durch Smart-Contract-Fehler zu vermeiden.

Die Liquiditätsengpässe in den betroffenen Protokollen erschweren die schnelle Rekapitulation von Positionen. Wenn die Hebelrate bei sinkendem TVL steigt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bereits kleine Preisbewegungen größere Liquidationswellen auslösen.

Analysten von Binance Research weisen darauf hin, dass die Erholung des TVL eine Grundvoraussetzung für die Stabilisierung der Hebelrate ist. Erst wenn neues Kapital in die Protokolle fließt, sinkt die Quote wieder unter das Niveau von 2021.

Fazit: Fokus auf Protokoll-Sicherheit

Die aktuelle Hebelrate ist ein Warnsignal für die Liquidität in DeFi. Wer Assets in Lending-Protokollen hält, sollte die Audit-Berichte der genutzten Plattformen prüfen. Die Konzentration von Verlusten bei Kelp DAO zeigt, dass Diversifikation über verschiedene Protokolle dein Risiko mindert.

Quelle: BeInCrypto DE

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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