Drift Protocol sichert sich ein Rettungspaket von bis zu 127,5 Millionen USD von Tether. Die Solana-Handelsplattform reagiert damit auf einen massiven Exploit vom 1. April 2026. Insgesamt belaufen sich die Nutzerverluste auf rund 280 Millionen USD.
Finanzielles Rettungspaket und Token-Strategie
Das Paket von Tether umfasst eine kreditgebundene Fazilität über 100 Millionen USD. Diese ist an die künftigen Einnahmen des Protokolls gekoppelt. Weitere 20 Millionen USD kommen von anderen Partnern hinzu. Diese Mittel fließen in einen speziellen Pool zur Entschädigung der betroffenen Anleger.
Drift plant die Ausgabe eines separaten Recovery-Tokens für die Geschädigten. Dieser Token ist vom DRIFT-Governance-Asset getrennt und übertragbar. Nutzer können so Liquidität erhalten, bevor die vollständige Rückzahlung erfolgt. Das Ziel ist die Deckung von Verlusten in Höhe von 295 Millionen USD.
Die Rückzahlungen erfolgen schrittweise über die generierten Börseneinnahmen. Zusätzlich fließen alle durch Blockchain-Forensik zurückgewonnenen Vermögenswerte in diesen Pool. Drift arbeitet hierbei mit Strafverfolgungsbehörden zusammen. Der Fokus liegt auf der systematischen Rückführung der gestohlenen Token-Bestände.
Der Versicherungsfonds für Handelsverluste blieb vom Angriff unberührt. Dieser Teil des Kapitals bleibt vollständig intakt. Die Plattform setzt nun auf eine engere Kooperation mit Tether. Dies soll die notwendige Liquidität für den geplanten Neustart der Handelsaktivitäten auf Solana sicherstellen.
Sicherheitsmängel und strategischer Wechsel zu USDT
Der Angriff basierte auf einer monatelangen Social-Engineering-Operation. Drift ordnet den Hack einer administrativen Übernahme zu. Es gibt konkrete Verdachtsmomente gegen Akteure aus Nordkorea. Insgesamt wurden fast 296 Millionen USD an Assets entwendet, primär aus dem JLP-Liquiditätspool.
Ein öffentlicher Streit mit Circle beschleunigte den Wechsel zu USDT. Der Blockchain-Investigator ZachXBT kritisierte die langsame Reaktion von Circle beim Einfrieren der USDC-Mittel. Circle-CEO Jeremy Allaire sprach von einem moralischen Dilemma bei der Intervention. Dies führte zum Vertrauensverlust in USDC.
„Moral quandary"
Diese Aussage unterstreicht die Differenzen zwischen den Parteien. Drift entscheidet sich daher für Tether als neuen Partner. Tether unterstützt den Neustart zudem durch eine Market-Making-Fazilität für USDT-Märkte.
Für den Relaunch implementiert Drift ein komplett neues Sicherheitsmodell. Zwei unabhängige Audits sind zwingend erforderlich. Neue Multisig-Strukturen und erzwungene Zeitverzögerungen bei kritischen Aktionen sollen administrative Übernahmen verhindern. Die Kontrolle über die Keys wird drastisch verschärft, um ähnliche Vorfälle auszuschließen.
Fazit: Fokus auf Recovery-Token und Sicherheit
Für dich bedeutet das, dass du bei betroffenen Konten auf die Ausgabe des Recovery-Tokens achten musst. Dieser Token ist dein Anspruch auf den Entschädigungspool. Prüfe genau, ob deine Assets im JLP-Pool oder anderen betroffenen Märkten lagen.
Beobachte den Neustart der Plattform und die Umsetzung der neuen Sicherheitsaudits. Der Wechsel zu USDT ändert die Liquiditätsstruktur. Achte auf offizielle Kanäle von Drift, um keine Phishing-Versuche im Zuge der Rückzahlungen zu übersehen.
Quelle: The Block




