Die Ethereum Foundation hat in einer Woche 47 Millionen USD durch den Verkauf von Ether generiert. Die Organisation übertrug zwei Blöcke von jeweils 10.000 ETH an das Unternehmen Bitmine Immersion Technologies. Diese Transaktionen erfolgten über sogenannte Over-the-Counter-Geschäfte außerhalb öffentlicher Börsen.
Strategische Verkäufe an Bitmine Immersion
Die Ethereum Foundation verkaufte am Freitag 10.000 ETH für rund 23 Millionen USD. Bereits eine Woche zuvor erfolgte ein identischer Verkauf von 10.000 ETH im Wert von etwa 24 Millionen USD. Bitmine Immersion Technologies unter Tom Lee kaufte diese Bestände zu einem Durchschnittspreis von 2.292,15 USD pro ETH auf.
Die Organisation nutzt die liquiden Mittel für den laufenden Betrieb. Die Gelder fließen laut offizieller Mitteilung in die Forschung und Entwicklung des Protokolls. Zudem finanziert die Foundation damit die Entwicklung des Ökosystems sowie verschiedene Community-Grants. Diese Maßnahmen sollen die langfristige Stabilität des Netzwerks sichern.
Bitmine Immersion Technologies nutzt die erworbenen Bestände zur Renditeoptimierung. Das Unternehmen steigerte seine Staking-Quote von 70 Prozent auf 83 Prozent der Gesamtholding. Laut der Analyseplattform Lookonchain stakte Bitmine bis Donnerstag weitere 162.088 ETH. Damit hält das Unternehmen insgesamt 4.194.029 gestakte Ether.
Der Gesamtwert der gestakten Bestände von Bitmine beläuft sich auf etwa 9,5 Milliarden USD. Diese Strategie zeigt die institutionelle Nachfrage nach ETH als Rendite-Asset. Während die Foundation Bestände reduziert, baut Bitmine eine massive Position auf. Dies stabilisiert die Nachfrage trotz der Verkäufe der Foundation.
Der Markt reagierte positiv auf diese Entwicklungen im Mai 2026. Der ETH-Kurs stieg am Freitag auf 2.304,74 USD. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,73 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Die institutionellen Käufe gleichen den Verkaufsdruck der Foundation derzeit vollständig aus.
Kritik an der Treasury-Strategie
Die Verkäufe der Ethereum Foundation lösen in der Community Diskussionen aus. Kritiker hinterfragen die Höhe der benötigten Mittel für den Betrieb. "Why do you need $46 million in 2 weeks?!", fragte der Nutzer Danijel auf der Plattform X. Die Transparenz über die genaue Mittelverwendung bleibt ein zentraler Streitpunkt.
Die Foundation versuchte im vergangenen Jahr, die Verkäufe von ETH zu begrenzen. Stattdessen setzt die Organisation verstärkt auf Staking und DeFi-Strategien zur Generierung eigener Einnahmen. Dennoch erfolgten wiederholt Verkäufe an Treasury-Firmen wie Bitmine und SharpLink. Letztere kaufte bereits im März 5.000 ETH von der Foundation.
Analysten beobachten die Balance zwischen Finanzierung und Markteinfluss genau. Die Foundation ist einer der größten Ether-Besitzer weltweit. Jede größere Transaktion kann die Marktpsychologie beeinflussen. Aktuell überwiegt jedoch die institutionelle Akkumulation durch Firmen wie Bitmine Immersion Technologies.
Die Nutzung von OTC-Geschäften verhindert kurzfristige Preisschwankungen an den Börsen. Bei einem direkten Verkauf von 20.000 ETH auf einer Exchange wäre der Abwärtsdruck deutlich höher gewesen. Die Foundation wählt diesen Weg, um den Marktpreis von 2.304,74 USD nicht künstlich zu drücken.
Die Strategie der Foundation spiegelt die Notwendigkeit wider, operative Kosten zu decken. Gleichzeitig zeigt die steigende Staking-Quote von Bitmine den Trend zur Institutionalisierung. Die Verschiebung von ETH aus der Foundation in private Hände könnte die Dezentralisierung langfristig verändern.
Fazit: Institutionelle Käufer stützen den Kurs
Für dich bedeutet das, dass die Verkäufe der Ethereum Foundation derzeit kein negatives Signal sind. Institutionelle Käufer wie Bitmine nehmen die Bestände auf und staken diese sofort. Dies reduziert das zirkulierende Angebot und stützt den Preis von ETH bei aktuell 2.304,74 USD.
Du musst als Nutzer oder Anleger keine aktiven Schritte unternehmen. Die Transaktionen finden auf Organisationsebene statt. Behalte jedoch die Treasury-Berichte der Foundation im Auge, um die finanzielle Nachhaltigkeit des Protokoll-Entwicklers besser einschätzen zu können.
Quelle: The Block
