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EZB: Schnabel fordert digitalen Euro gegen Stablecoins

EZB-Vorständin Isabel Schnabel warnt vor systemischen Risiken durch die Dominanz von US-Dollar-Stablecoins und forciert den digitalen Euro als strategische.

Markt
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
EZB: Schnabel fordert digitalen Euro gegen Stablecoins

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht in der wachsenden Verbreitung von Stablecoins ein Risiko für die Finanzstabilität. Isabel Schnabel, Vorständin der EZB, forderte am Montag in Seoul eine robustere Regulierung. Der globale Stablecoin-Markt umfasst aktuell fast 300 Milliarden USD.

Risiken durch US-Dollar-Dominanz

Isabel Schnabel warnte vor einer zunehmenden Abhängigkeit vom US-Dollar. Da fast alle Stablecoins in Dollar denominiert sind, festige dies die globale Dominanz der USA. Dies verstärkt die internationale Übertragung der US-Geldpolitik auf andere Regionen, was die monetäre Autonomie Europas gefährdet.

Die EZB-Vorständin sieht zudem Gefahren durch Liquiditätsengpässe bei privaten Emittenten. Ein Vertrauensverlust in die hinterlegten Vermögenswerte könne zu massiven Abhebungen führen. Solche Bank Runs gefährden die allgemeine Finanzstabilität, insbesondere bei den Marktführern Tether und Circle.

Tether (USDT) und Circle (USDC) beherrschen mit einem Marktanteil von rund 90 Prozent den Sektor. Während USDT aktuell bei 0,999 USD notiert, bleibt der Euro-Peg bei Stablecoins marginal. Diese Schieflage zwingt die Zentralbanken laut Schnabel zu einer aktiven Antwort durch eigene digitale Währungen.

Im Gegensatz dazu lehnt die US-Administration unter Finanzminister Scott Bessent eine CBDC ab. Die USA setzen stattdessen auf den Clarity Act zur Regulierung privater Stablecoins. Dieser gegensätzliche Ansatz verdeutlicht die unterschiedlichen Strategien der beiden größten Wirtschaftsräume im Umgang mit digitalen Geldern.

Die Dominanz von USDT führt dazu, dass Liquidität primär in US-Treasuries fließt. Ein plötzlicher De-Peg könnte Spill-over-Effekte auf traditionelle Märkte auslösen, wenn Emittenten zur Deckung von Auszahlungen massiv Staatsanleihen verkaufen müssten, was die Zinsen kurzfristig destabilisieren würde.

Strategische Antwort durch digitalen Euro

Die EZB plant den digitalen Euro als staatliches Zahlungsmittel für Endnutzer. Dieses Projekt soll den Zugang zu öffentlichem Geld sichern und die Abhängigkeit von nicht-europäischen Zahlungsdienstleistern reduzieren. Die technische Vorbereitungsphase läuft bereits, um die strategische Autonomie der EU zu stärken.

„Die angemessene Antwort besteht daher nicht darin, Innovationen zu widerstehen, sondern sicherzustellen, dass sie sich in einem Rahmen entwickeln, der Stabilität bewahrt"

— Isabel Schnabel, Vorständin der EZB

Die Regulierung soll Leitplanken setzen, damit Innovationen nicht zu Lasten der Geldpolitischen Kontrolle gehen.

Coinbase kritisiert unterdessen die Reserveanforderungen der MiCA-Regulierung. Katie Harries, Director of International Policy bei Coinbase, bemängelt die Pflicht, 30 bis 60 Prozent der Reserven in Geschäftsbankdepots zu halten. Dies konzentriere Risiken statt sie zu diversifizieren.

Harries fordert eine Anpassung der MiCA-Regeln bis zum Ende der Konsultationsphase am 31. August 2026. Coinbase plädiert für eine höhere Gewichtung von Staatsanleihen in den Reserven. Zudem sollen Anreize wie Cashback für Nutzer von Euro-Stablecoins rechtlich ermöglicht werden.

Die EZB erwartet, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen für den digitalen Euro im Jahr 2026 finalisiert werden. Parallel dazu beobachtet die EZB tokenisierte Einlagen, die eine Brücke zwischen dem traditionellen Bankensystem und der Blockchain-Technologie schlagen könnten, um die Effizienz von Zahlungen zu steigern.

Fazit: Mehr staatliche Kontrolle für dein Geld

Für dich bedeutet das, dass die Zeit der völlig unregulierten Stablecoins in Europa endet. Die MiCA-Regulierung und der geplante digitale Euro sollen deine Anlagen sicherer machen. Gleichzeitig könnten Euro-Stablecoins durch die Forderungen von Coinbase attraktiver und wettbewerbsfähiger werden.

Beobachte die regulatorischen Entwicklungen im Jahr 2026 genau. Sollte die EU die Reserveanforderungen lockern, könnten Euro-Stablecoins eine echte Alternative zu USD-Assets werden. Der digitale Euro bleibt jedoch das langfristige Ziel der EZB, um die Kontrolle über den Zahlungsverkehr zurückzugewinnen.

Quelle: Google News EN (Crypto)

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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