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SpaceX Aktie: Das steckt hinter dem historischen Börsengang 2026

Es könnte aus mehreren Gründen ein historisches Ereignis werden: Elon Musks SpaceX-IPO wird aktuell für Mitte Juni 2026 erwartet. Sollte man als Anleger jetzt a...

Aktien
von Dr. Stephanie Morgenroth
5 Min.
SpaceX Aktie: Das steckt hinter dem historischen Börsengang 2026

Es könnte aus mehreren Gründen ein historisches Ereignis werden: Elon Musks SpaceX-IPO wird aktuell für Mitte Juni 2026 erwartet. Sollte man als Anleger jetzt auf den Weltraum-Trend aufspringen oder ist die SpaceX-Wette zu riskant?

Das Wichtigste zum SpaceX-Börsengang

Läuft alles nach Plan, könnte SpaceX mit einer Bewertung bis zu rund 2 Billionen US-Dollar an die Börse gehen. Dann wäre es das größte IPO in der bisherigen Geschichte: Saudi Aramco wurde 2019 anfänglich mit rund 1,7 Billionen US-Dollar bewertet.

Im Raum steht ein mögliches Emissionsvolumen von bis zu 75 Milliarden US-Dollar - Geld, was dem Unternehmen die leeren Kassen füllen könnte, um seine teuren Weltraum-Projekte zu finanzieren. Denn zuletzt schrieb SpaceX tiefrote Zahlen: 2025 standen rund 18,67 Milliarden US-Dollar Umsatz einem Verlust von rund 4,94 Milliarden US-Dollar gegenüber. Q1 2026 kam ein weiterer Nettoverlust von rund 4,28 Milliarden US-Dollar hinzu.

Elon Musk persönlich hingegen könnte bei einer solch hohen Bewertung zum ersten Billionär auf Erden werden.

Die Aktie soll laut des letzten S-1-Filing unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq und Nasdaq Texas gelistet werden. Im vorläufigen Prospekt sind der finale Ausgabepreis und die genaue Aktienzahl noch offen.

SpaceX: Mehr als nur Raketen

Das Unternehmen beinhaltet 3 große Geschäftsbereiche:

  1. Space ist das klassische Raumfahrtgeschäft. Dazu gehören Raketen wie Falcon 9 oder Starship. Falcon 9 bringt Satelliten, Fracht und Menschen in den Orbit. Starship soll die neue Großrakete werden, mit der zukünftig noch größere Lasten Richtung Mond und Mars bugsiert werden sollen.

  2. Connectivity ist vor allem Starlink. Das Satelliteninternet versorgt neben Privatkunden auch Airlines wie Qatar Airways oder Lufthansa, Behörden wie FEMA bei der Katastrophenhilfe oder militärische Kunden. In Bezug auf die Aktie erscheint mir dieser Bereich als die "Cash-Cow" besonders wichtig. Hier entstehen wiederkehrende Umsätze, während Raketenstarts eher projektbezogen sind. Starlink hatte im ersten Quartal 2026 rund 10,3 Millionen Abonnenten, nach rund 5 Millionen ein Jahr zuvor.

  3. AI ist der neueste Teil: SpaceX übernahm xAI im Februar, zuvor hatte xAI die Plattform X übernommen (März 2025). Grok und X hängen also unter der SpaceX-Wette, die dadurch auch als als KI- und Plattformunternehmen wahrgenommen wird.

Musk will X zur Everything App ausbauen

Nutzer sollen dort posten, kommunizieren, bezahlen, einkaufen und Finanzdienste nutzen können. X Money wird die Payment-Schicht innerhalb von X, laut Filing startete der Dienst im November 2025 in der Beta.

Eine konkrete Krypto-Integration ist bisher nicht bestätigt. ABER:

Kryptowerte werden im Filing dennoch erwähnt, wenn auch im Kontext möglicher Regulierung. Digitale Assets könnten regulatorisch relevant werden, sobald Zahlungen, Banking und Commerce in X zusammenlaufen. Sobald also Geld auf X in Echtzeit fließen soll, könnten Kryptowährungen, Blockchain-Netzwerke und Stablecoins Teil der SpaceX Story werden.

Wie kannst du in SpaceX investieren?

Direkt können wir SpaceX erst kaufen, wenn die Aktie tatsächlich gelistet ist. Bis dahin bleibt nur der indirekte Zugang. Diese Optionen hast du grundsätzlich:

1. Weltraum-ETFs

Die einfachste Möglichkeit sind Space- oder Aerospace-ETFs. Sie investieren in Unternehmen aus Raumfahrt, Satellitentechnologie, Verteidigung, Kommunikation und Infrastruktur. Das ist breiter gestreut als eine einzelne SpaceX-Aktie, bildet SpaceX aber vor dem IPO nicht direkt ab.

Weltraum-ETFs kannst du wie normale ETFs über ein Wertpapierdepot kaufen, zum Beispiel bei Trade Republic* oder Scalable Capital*.

Dort suchst du nach "Raumfahrt-, Space-, Aerospace- oder Defence-ETFs" und kannst je nach Produkt auch einen Sparplan einrichten.

Anleger müssten hier definitiv prüfen, welche Titel im ETF enthalten sind, wie hoch die Gebühren sind und ob der Fonds wirklich Space Economy oder eher klassische Luftfahrt und Verteidigung abdeckt.

2. Angrenzende Aktien

Eine zweite Möglichkeit sind Aktien aus angrenzenden Bereichen.

Dazu zählen Unternehmen aus Satellitenkommunikation, Raumfahrttechnik, Verteidigung, Halbleitern, Cloud-Infrastruktur oder KI. Eine Nvidia oder Broadcom kann prinzipiell ebenso vom SpaceX-Medienrummel profitieren.

3. Private-Equity-Produkte

Vor dem IPO gibt es Private-Equity-Produkte wie den ARK Private Innovation ELTIF von Cathie Woods ARK. Das sind spezielle Fonds, die vorbörslich in private Unternehmen wie SpaceX investieren können.

Anleger kaufen dabei Fondsanteile. Der Fonds investiert dann indirekt in private Wachstumsunternehmen wie SpaceX. Solche Produkte sind meist langfristiger, weniger liquide und komplexer als normale Aktien oder ETFs.

3. Krypto: Hochriskante Pre-IPO-Modelle

Einfach, um es zu erwähnen: Im Krypto-Markt gibt es bereits Produkte, die die SpaceX-Wette vor dem IPO abbilden wollen. Dazu zählen Pre-IPO-Perpetuals also unbefristete Terminkontrakte, tokenisierte Aktienmodelle oder synthetische Preiswetten, etwa auf Hyperliquid über Trade.xyz oder über Binance.

Dabei kaufen Anleger keine echten SpaceX-Aktien mit normalen Aktionärsrechten. Sie gehen lediglich Preiswetten auf SpaceX ein. Dazu kommen regulatorische Risiken, Liquiditätsrisiken, Hebelrisiken und Plattformrisiken.

Pre IPO Perpetuals
https://app.trade.xyz/?market=SPCX

Das größte IPO, doch das Erfolgreichste?

Der SpaceX-IPO liefert eine magische Geschichte: Raketen, Menschen als intergalaktische Spezies, Rechenzentren im Orbit für den wachsenden KI-Bedarf auf der Erde, Starlink als globales Internet und X als globale App, über die wir alle in Echtzeit angebunden sind.

Genau deshalb scheint die Nachfrage auf diese verkaufte Zukunft groß. Bei einer Bewertung von bis zu 2 Billionen US-Dollar muss SpaceX jedoch sehr viel dieser Zukunft bereits heute rechtfertigen.

Die Fallhöhe nach unten ist entsprechend hoch, was nach der ersten Euphoriewelle starke Kursschwankungen auslösen dürfte. Manchmal kann es sich lohnen, die erste Welle abzuwarten, bis der Markt eine realistischere Bewertung findet.

Bei großen IPOs kommen oft erst andere Teilnehmer wie große Fonds, Banken und ausgewählte Investoren zum Zug. Viele Privatanleger kaufen dann erst am ersten Handelstag bei deutlich höheren Preisen.

Das kennen wir auch aus den ICO-Jahren 2017 und 2018: EOS, Filecoin oder TON gehörten zu den größten Krypto-Finanzierungen ihrer Zeit, verliefen am Ende aber deutlich ernüchternder.

Offen bleibt außerdem, wie SpaceX mit den Verlusten umgeht, wie sich Starship kommerziell bewährt und wie Elon Musk seinen Einfluss ausübt. Nach dem IPO soll Musk rund 85 % der Stimmrechte kontrollieren. Eine faire Governance-Struktur, bei der Anleger wirklich mitbestimmen können, sieht anders aus. In Krypto würden wir sagen: sehr zentralisiert.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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