US-Präsident Donald Trump hinterfragt die aktuelle Besteuerung von Bitcoin-Gewinnen. In einem Gespräch am 2. Juli 2026 forderte er, Krypto-Transaktionen bei alltäglichen Einkäufen nicht als steuerpflichtige Kapitalerträge zu behandeln. BTC notiert aktuell bei 61.457 USD.
Steuerliche Einordnung als Geldform
Trump argumentiert, dass Bitcoin eine eigenständige Geldform entwickelt habe. Er nutzt das Beispiel eines Kaffeekaufs, um die aktuelle Steuerlogik zu kritisieren. Nutzer müssten bei solchen Transaktionen keine Kapitalertragssteuer zahlen, sofern der Coin als Zahlungsmittel dient, erklärte der US-Präsident auf dem Stützpunkt Joint Base Andrews.
Die aktuelle US-Steuergesetzgebung behandelt Kryptowährungen weiterhin als Eigentum und nicht als Währung. Das bedeutet, dass jeder Tausch oder Verkauf einen steuerpflichtigen Event auslöst. Trump will diese Praxis ändern, um die Nutzung von Bitcoin im Alltag zu fördern und bürokratische Hürden für Anleger abzubauen.
Die strategische Ausrichtung der US-Regierung zielt auf eine globale Führungsrolle ab. "Alles, was wir tun, wollen wir als Nummer eins machen", sagte Donald Trump gegenüber Reportern. Er betrachtet digitale Vermögenswerte nicht als kurzfristigen Anlagetrend, sondern als Teil eines strategischen Technologie-Wettlaufs zwischen den Nationen.
Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer jährlichen Vermögensoffenlegung des Präsidenten. Diese Dokumente zeigen hohe krypto-bezogene Einnahmen. Trump verteidigte seine finanziellen Interessen und betonte, dass seine Kinder die Verwaltung seiner Unternehmen und Investitionen übernehmen, während er die Branche politisch unterstützt.
Auswirkungen auf DACH-Region
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten derzeit eigene Steuerregeln. In Deutschland sind Gewinne aus Krypto-Verkäufen nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei. Die Forderungen Trumps nach einer generellen Befreiung bei Zahlungen sind derzeit nur politische Aussagen ohne Einfluss auf das deutsche Steuerrecht.
Die MiCAR-Regulierung in Europa schafft zwar rechtliche Klarheit für Anbieter, ändert aber nichts an den nationalen Steuersätzen. Anleger in der DACH-Region müssen weiterhin die lokalen Gesetze beachten. Eine Änderung der US-Steuerpraxis könnte jedoch langfristig globalen Druck auf Finanzministerien ausüben, Krypto-Zahlungen steuerlich zu privilegieren.
Fazit: Politische Forderung ohne sofortige Rechtsfolge
Die Aussagen Trumps sind derzeit reine Forderungen und kein Gesetz. Es ändert sich aktuell nichts an deiner Steuerpflicht in Deutschland oder den USA. Wer Bitcoin hält, muss die bestehenden Haltefristen und Meldepflichten weiterhin strikt einhalten.
Sollte die US-Regierung tatsächlich eine Steuerreform umsetzen, könnte dies die globale Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel erhöhen. Bis zu einem offiziellen Gesetzentwurf bleibt die steuerliche Behandlung von Krypto-Gewinnen jedoch unverändert.
Quelle: BeInCrypto DE






