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ZachXBT meldet Exploit beim Polymarket Smart-Contract

Ein Sicherheitsleck im UMA CTF Adapter von Polymarket auf Polygon führte zum Verlust von 520.000 USD. Der Onchain-Analyst ZachXBT identifizierte die Attacke an.

Markt
von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
ZachXBT meldet Exploit beim Polymarket Smart-Contract

Ein schwerer Sicherheitsvorfall erschüttert Polymarket. Der Onchain-Investigator ZachXBT meldete am Freitag den Exploit eines UMA CTF Adapter-Vertrags auf Polygon. Bisher wurden rund 520.000 USD aus zwei Adressen abgezogen.

Technische Details des Polygon-Angriffs

Der Angriff konzentriert sich auf den UMA CTF Adapter. Dieser Smart Contract verbindet das Optimistic Oracle von UMA mit dem Gnosis Conditional Tokens Framework. Diese Infrastruktur ist für die Auflösung von Märkten auf Polymarket essenziell. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle in diesem spezifischen Adapter aus.

ZachXBT identifizierte die Adresse 0x8F980...d9B91 als Zentrum des Exploits. PolygonScan hat diese Wallet bereits als Polymarket Adapter Exploiter 1 gekennzeichnet. Die Daten zeigen, dass zwei Adressen, darunter 0x871D7...29082 und 0xf61e3...94805, vollständig geleert wurden. Die Verluste summieren sich auf 520.000 USD.

Polymarket hat den Vorfall bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht offiziell bestätigt. Die Plattform lässt Nutzer auf reale Ereignisse wetten. Der aktuelle Marktkontext zeigt BTC bei 77.147 USD und ETH bei 2.118,9 USD. Diese Volatilität beeinflusst die Liquidität in Vorhersagemärkten oft massiv.

Der betroffene Vertrag trägt die Kennung 0x91430...4E5c5. Onchain-Analysen belegen den schnellen Abfluss der Mittel. Die Geschwindigkeit der Transaktionen deutet auf einen automatisierten Angriff hin. Die betroffenen Nutzer konnten ihre Gelder nicht rechtzeitig sichern, da der Exploit direkt den Adapter traf.

Wiederkehrende Schwachstellen in der Infrastruktur

Dies ist nicht der erste Sicherheitsvorfall bei Polymarket. Im März 2025 manipulierte ein Akteur mit 25 Prozent der UMA-Stimmkraft einen Markt im Wert von 7 Millionen USD. "unprecedented", bezeichnete Polymarket diesen Governance-Angriff damals in einer offiziellen Stellungnahme. Die Plattform kämpft wiederholt mit ihrer Architektur.

Im Dezember 2025 bestätigte das Unternehmen weitere Verluste durch eine Drittanbieter-Authentifizierung. Die Sicherheitslücken betreffen oft die Schnittstellen zu externen Protokollen. Die Abhängigkeit von UMA für die Marktauflösung schafft technische Risiken. Diese Risiken materialisieren sich nun erneut durch den aktuellen Adapter-Exploit auf Polygon.

Trotz der Probleme plant Polymarket eine Expansion. Im April 2026 führte die Firma Gespräche über eine Finanzierungsrunde von 400 Millionen USD. Die Bewertung lag dabei bei etwa 15 Milliarden USD. Ein strategisches Investment von 600 Millionen USD durch die Intercontinental Exchange stützt das Wachstum.

Aktuell strebt Polymarket laut Bloomberg einen Markteintritt in Japan an. Ein regionaler Repräsentant wurde bereits ernannt. Die Diskrepanz zwischen aggressivem Wachstum und technischen Sicherheitslücken bleibt bestehen. Analysten beobachten kritisch, ob die Plattform ihre Smart Contracts ausreichend auditiert hat, bevor sie skaliert.

Fazit: Sicherheit geht vor Profit

Für dich bedeutet dieser Vorfall, dass auch große Plattformen wie Polymarket verwundbar sind. Prüfe deine aktiven Wetten und überlege, ob du Gelder in Verträgen lässt, die externe Adapter nutzen. Die Historie zeigt, dass Schnittstellen oft die schwächste Stelle in der DeFi-Kette bilden.

Beobachte die offiziellen Kanäle von Polymarket für Entschädigungspläne. Solltest du betroffene Adressen nutzen, dokumentiere deine Transaktionen sofort. Nutze Hardware-Wallets, um das Risiko durch Drittanbieter-Authentifizierungen zu minimieren. Sicherheit in Krypto erfordert ständige Wachsamkeit gegenüber Onchain-Alerts.

Quelle: The Block

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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