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EU-Wallet kommt 2027: Digitale Souveränität ade?

In diesem Teil geht es darum, wie das neue KI-Zeitalter unsere digitale Selbstbestimmung verändert: Warum digitale Identität und Krypto-Wallets künftig über Zug...

Grundlagen
von Dr. Stephanie Morgenroth
6 Min.
EU-Wallet kommt 2027: Digitale Souveränität ade?

In diesem Teil geht es darum, wie das neue KI-Zeitalter unsere digitale Selbstbestimmung verändert: Warum digitale Identität und Krypto-Wallets künftig über Zugriff, Daten und Eigentum entscheiden.

Digitale Brieftasche für Europa kommt – und sie ist nicht dezentral

"Einfach im Alltag. Sicher für deine Daten. Die EUDI-Wallet."

So wirbt die offizielle Webseite der Bundesregierung für das, was auf uns zukommt.

Ab 2027 bietet Deutschland mit der European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) eine staatliche digitale Brieftasche an. Es handelt sich um eine App, die wir uns als Bürger aufs Handy herunterladen und über die wir uns europaweit identifizieren können.

In der ersten Ausbaustufe soll erst einmal der Personalausweis als digitaler Zwilling in der Wallet liegen. Später können weitere Dokumente dazukommen: Führerschein, Geburtsurkunde, Zeugnisse, Versicherungsnachweise, Verträge oder Fahrtickets.

Perspektivisch kannst du darüber auch digital unterschreiben. Diese Unterschrift wäre rechtlich einer Unterschrift auf Papier gleichgestellt.

Der Grundgedanke dabei ist: Die Wallet soll unseren Alltag einfacher machen. Ältere Menschen könnten sich anstrengende Behördengänge und mühselige Kontoeröffnungen sparen. Du könntest dich einfacher für einen neuen Job bewerben oder mit deinen Reisedokumenten problemlos im nächsten Hotel Urlaub machen.

https://eudi-wallet.gov.de/app
https://eudi-wallet.gov.de/app

Wie funktioniert das EUDI-Wallet?

Technisch sollen die Daten lokal in deiner Wallet-App gespeichert werden und du sollst kontrollieren, was geteilt wird. Auch soll die Wallet pseudonyme Log-ins anbieten, um deine Identität besser zu schützen. Außerdem soll sie nach europäischen Datenschutz- und Cybersicherheitsstandards zertifiziert werden.

Aber dezentral im Sinne einer Krypto-Wallet ist die EUDI-Wallet nicht. Sie ist keine Self-Custody-Wallet, sondern ein staatlich reguliertes System mit zertifizierten Wallets, anerkannten Ausstellern und registrierten Prüfern.

Um das Ganze langsam anzugehen, soll die Nutzung natürlich erst einmal „freiwillig“ sein. Auch die normalen „analogen Wege“ soll es weiterhin geben.

Was ich bei all der Planung aber nicht verstehe:

Warum wurden und werden wir über diese Entwicklung so wenig aufgeklärt?

Laut einer Bitkom-Umfrage hat über die Hälfte der deutschen Bevölkerung (52 %) noch nie von der EU-Wallet gehört. Weitere 18 % haben schon einmal davon gehört, haben aber eigentlich keinen Plan, was das konkret ist.

Wenn die EU so etwas zum Standard machen will, kann sie es nicht einfach anbieten und erwarten, dass wir wie von selbst auf diese „Innovation“ stoßen. 🤔

Ich bin jeden Tag in Krypto unterwegs. Und selbst in meinem Social Media-Bereich fällt das Thema hinten runter.

Ist es vielleicht so, weil der Aufschrei zu groß werden könnte, wenn das Wallet kommt?

EUDI Wallet was bedeutet das für unsere Freiheit
Digitale Identität - was bedeutet das für unsere Freiheit?

Sind wir nur IDs? Identität kratzt am Selbstbild!

In meiner Zeit, als ich noch in der Medizin tätig war, habe ich mich viel mit psychologischen Ansätzen beschäftigt. Ich finde das Thema deshalb hochsensibel. Bei der Identität geht es nicht nur um Datenschutz und technische Sicherheit.

Wenn es um Identität geht, geht es um das Persönlichste eines Menschen überhaupt: um das eigene Selbstbild, wer man ist und wie man sich von anderen Menschen unterscheidet.

Wenn wir also über Wallets und digitale IDs sprechen, stellt sich für mich eine wichtige Frage: Kann so eine digitale ID die „Wer bin ich?“-Frage einfach in eine App packen, ohne unsere individuelle Selbstbestimmung zu fixieren?

Meine Sorge ist, dass der digitale Fortschritt uns zugleich innerlich zerreißt, wenn wir in diesen Debatten nur über „Alltagserleichterung“ und Optimierung sprechen.

Krypto-Wallets & dezentrale Identifizierungsverfahren

Natürlich ist es reibungsloser, sich über eine plattformübergreifende EU-weite ID bei einer Behörde anzumelden, einen Führerschein nachzuweisen oder sein Alter online zu bestätigen.

Wir wollten Bürokratieabbau. Jetzt kriegen wir ihn?

Bürokratische Einfachheit wird zur Falle, wenn wir nicht aufpassen.

Und wenn digitale Verfahren irgendwann zur bequemsten Option werden, ist es dann überhaupt noch freiwillig?

Sobald Identität digital wird, wird sie zum Zugangsschlüssel. Sie schafft

  • A) neue Abhängigkeiten von zentralen Akteuren und

  • B) grenzt langfristig diejenigen aus, die sich bewusst gegen digitales Fingerprinting entscheiden.

Wallets werden zu digitalen Selbstbestimmungsräumen

In der Kryptowelt bilden Self-Custody-Wallets wie Ledger oder MetaMask eine Art Gegenspieler. Ihre Bedeutung wird in diesem Kontext für uns immer wichtiger:

Als Krypto-Nutzer verwahrt man mit Wallets nicht nur Krypto-Assets, sondern trifft auch die Entscheidung, wer man online ist und welchen Gruppen man sich zugehörig fühlt.

Offene Namenssysteme für Web3 wie zum Beispiel ENS tragen zusätzlich dazu bei, Web3-Identitäten alltagstauglicher zu machen.

Das sind alles Schritte in die richtige Richtung, doch auch hier liegt noch viel Aufholarbeit.

Die aktuellen Entwicklungen in der EU sollten ein Appell an die Krypto-Branche sein, ihre eigenen Wallet- und Web3-Lösungen noch besser zu machen, damit mehr Menschen sie alternativ nutzen können.

Nur über eine wirkliche digitale Alternative wie Krypto lassen wir die Tür offen, wählen zu dürfen, wie wir uns digital abbilden lassen.

Unter dem MissCrypto Wallet-Vergleich kannst du entscheiden, welches Wallet am besten zu dir passt. Ich finde ein (ggf. sogar mehrere) Hardware Wallet unverzichtbar, wenn du größere Bestände außerhalb von Krypto-Börsen verwahren möchtest.

Ausblick: Und so geht es weiter...

Im nächsten Teil geht es um den nächsten Gegenpol - dem, was "echt ist": Menschlichkeit, Handwerk, Qualität und Vertrauen könnten wieder stärker zählen, wenn uns die KI überlädt.

Denn wenn alles kopierbar wird, wird das Echte zum knappen Gut.

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Ob du an diese Zukunft von Krypto glaubst oder nicht? Das Beste, was du tun kannst, ist, dich mit der Technologie und digitalen Vermögenswerten zu beschäftigen.

Kryptowährungen im Portfolio zu halten, kann eine Gelegenheit sein, auf diese Zukunft zu wetten. Noch wichtiger ist aber, zu verstehen, warum diese Infrastruktur entsteht und welche Rolle sie in einer zunehmend digitalen Wirtschaft spielen könnte.

Teil 1 der Endgame Reihe: Bitcoin in der Schuldenära

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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