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Sind Kryptowährungen die Aktien 2.0?

Können Coins allein durch den Erfolg ihrer Blockchain an Wert gewinnen? Was Nvidia, Bitcoin und XRP über die Zukunft von Kryptowährungen zeigen.

Grundlagen
von Sergej D.
13 Min.
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Sind Kryptowährungen die Aktien 2.0?

Was, wenn wir den Wert unserer Kryptowährungen bisher völlig falsch einschätzen?

Ich glaube, ein Coin muss nicht zwingend als Brückenwährung oder zum Staking verwendet werden, um langfristig erheblich an Wert zu gewinnen.

Denn allein der Erfolg des dahinterstehenden Netzwerks könnte ausreichen, um eine dauerhafte Nachfrage nach dem Coin zu erzeugen.

Aber warum sollten Menschen einen Coin kaufen, nur weil das Netzwerk dahinter immer erfolgreicher wird? Genau das schauen wir uns heute anhand von Nvidia, Bitcoin und XRP an. Und dabei entdecken wir, welchen zusätzlichen Vorteil Kryptowährungen gegenüber klassischen Aktien haben könnten.

1. Nvidia: Wer hätte das 1999 gedacht?

Reisen wir einmal zurück ins Jahr 1999.

Nvidia geht an die Börse. Das Unternehmen entwickelt Grafikprozessoren, mit denen vor allem Computerspiele besser aussehen und flüssiger laufen.

Heute, mehr als 25 Jahre später, gehört Nvidia zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Seine Technologie bildet mittlerweile eine wichtige Grundlage für künstliche Intelligenz und moderne Rechenzentren.

Wer hätte 1999 gedacht, dass Nvidia einmal eine so große Rolle für die Entwicklung künstlicher Intelligenz spielen würde?

Nvidia hat seine Technologie weiterentwickelt, neue Anwendungsbereiche erschlossen und damit seine wirtschaftliche Bedeutung enorm gesteigert.

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Jetzt stellt sich eine einfache Frage:

Warum kaufen Menschen eigentlich Nvidia-Aktien?

Du brauchst keine Nvidia-Aktie, wenn du deinen PC einschaltest, ein Videospiel spielst oder ein Video schneidest. Trotzdem investieren Menschen in das Unternehmen.

Weil sie daran glauben, dass Nvidia auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Sie erwerben Unternehmensanteile und können dadurch wirtschaftlich an dieser Entwicklung teilhaben.

Und genau hier sehe ich eine interessante Parallele zu Kryptowährungen.

Was bei Nvidia das Unternehmen ist, könnte bei Krypto das Blockchain-Netzwerk sein. Und was bei Nvidia die Aktie ist, könnte beim Blockchain-Netzwerk der Coin sein.

Ich weiß, ich weiß. Bei einer Aktie gehört dir rechtlich ein kleiner Teil des Unternehmens. Bei Bitcoin oder XRP gehört dir natürlich nicht gleich ein Stück der Blockchain.

Aber du besitzt den Coin, der zu diesem Netzwerk gehört.

Die Grundidee, weshalb Menschen investieren, ist ähnlich. Wir kaufen einen Vermögenswert, weil wir an seine Zukunft und die Entwicklung dahinter glauben.

Aber muss dieser Coin überhaupt für etwas verwendet werden, damit Menschen ihn besitzen wollen?

Und damit kommen wir zu Bitcoin.

2. Bitcoin: Was, wenn die Welt digitales Gold akzeptiert?

Bitcoin ist für mich das beste Beispiel für unsere These. Er zahlt keine Dividenden, bietet kein natives Staking und benötigt keinen Burn-Mechanismus. Trotzdem ist Bitcoin im Oktober 2026 ein weltweit gehandelter Vermögenswert mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,62 Billionen US-Dollar. Und das gerade einmal 17 Jahre nach seinem Start!

Warum? Weil Menschen seinen Eigenschaften einen Wert beimessen. Wir können Bitcoin unabhängig von einer Bank halten und übertragen. Gleichzeitig ist seine Menge auf knapp 21 Millionen BTC begrenzt.

Jetzt stellt euch vor, Bitcoin wird in den nächsten zwanzig Jahren weltweit genauso selbstverständlich als Wertspeicher akzeptiert wie heute Gold.

Schon heute gibt es Bitcoin-ETFs, Unternehmen wie Strategy halten Milliardenbeträge in BTC und sogar Staaten besitzen Bitcoin-Reserven.

Aber was wäre, wenn das in zwanzig Jahren völlig normal ist? Wenn Bitcoin weltweit in Altersvorsorgeprodukten, Bankdepots und institutionellen Portfolios einen festen Platz hat? Wenn nicht nur einzelne Unternehmen und Staaten, sondern ein großer Teil der Finanzwelt Bitcoin dauerhaft als Vermögenswert akzeptiert?

Welche zusätzliche Funktion müsste Bitcoin dafür bekommen? Keine!

Allein die weltweite Akzeptanz als Anlagevermögen könnte ausreichen, um eine gewaltige Nachfrage zu erzeugen. Und genau das ist bereits eine wirtschaftliche Utility.

Immer mehr potenzielle Käufer treffen dabei auf einen Vermögenswert, dessen maximale Menge auf knapp 21 Millionen BTC begrenzt ist.

Und wie schnell sich die Möglichkeiten verändern können, sehen wir bereits heute. Seit 2021 sind neue ETFs, Verwahrungslösungen und Finanzprodukte entstanden. Bitcoin musste sich dafür technologisch nicht neu erfinden.

Die Welt hat neue Möglichkeiten geschaffen, Bitcoin zu besitzen und darin zu investieren.

Und jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter.

Was passiert, wenn nicht nur ein Coin weltweit als Anlagevermögen akzeptiert wird, sondern das dazugehörige Blockchain-Netzwerk selbst zu einer wichtigen Infrastruktur unserer Wirtschaft wird?

3. XRP: Was, wenn die gesamte Finanzwelt auf einem Netzwerk aufbaut?

Bei kaum einer Kryptowährung wird diese Frage so heftig diskutiert wie bei XRP.

Immer wieder gibt es neue Meldungen über Ripple, Partnerschaften und Entwicklungen auf dem XRP Ledger.

Müssen Banken XRP überhaupt als Brückenwährung verwenden, damit der Coin vom Erfolg des Netzwerks profitieren kann? Was passiert, wenn sie überwiegend Stablecoins nutzen? Und kann der XRP Ledger weltweit erfolgreich werden, während XRP selbst kaum davon profitiert?

Das sind interessante Fragen. Denn Ripple ist ein Unternehmen, der XRP Ledger ein öffentliches Netzwerk und XRP der dazugehörige native Coin. Nicht jede Partnerschaft von Ripple erzeugt automatisch Nachfrage nach XRP.

Schauen wir uns zunächst an, was auf dem XRP Ledger heute bereits passiert.

Seit Juni 2025 gibt es beispielsweise den tokenisierten US-Staatsanleihenfonds OUSG von Ondo Finance auf dem XRP Ledger. Qualifizierte Investoren können Anteile daran rund um die Uhr mit dem Stablecoin RLUSD zeichnen und zurückgeben.

Und jetzt stellt euch vor, wir springen zwanzig Jahre in die Zukunft.

Ihr öffnet eure Banking-App, kauft Aktien, investiert in einen Fonds oder überweist Geld ins Ausland. Im Hintergrund laufen diese Vorgänge über den XRP Ledger.

Banken, Unternehmen und Millionen Menschen nutzen das Netzwerk täglich, ohne überhaupt zu wissen, dass dahinter eine Blockchain arbeitet. Genauso wie wir heute das Internet verwenden.

Was wäre XRP in einer solchen Welt wert?

Und jetzt blenden wir sämtliche zusätzlichen Funktionen aus. Keine Brückenwährung, keine Reserven, keine Transaktionsgebühren.

Wir betrachten XRP ausschließlich als weltweit handelbaren Vermögenswert.

Würden Menschen diesen Coin nicht trotzdem besitzen wollen, wenn der XRP Ledger zu einer der wichtigsten Finanzinfrastrukturen der Welt geworden wäre?

Genau wie bei Nvidia könnten Anleger auf die zukünftige Bedeutung der Technologie setzen. Und dafür müsste nicht einmal jede Bank XRP selbst verwenden.

Es könnte ausreichen, dass der XRP Ledger wirtschaftlich immer bedeutender wird und Anleger deshalb den dazugehörigen Coin besitzen möchten. Sie kaufen XRP dann wegen der Zukunft, die sie in diesem Netzwerk sehen.

Und während wir an diesem Artikel gearbeitet haben, hat David Schwartz, einer der ursprünglichen Entwickler des XRP Ledgers, einen ganz ähnlichen Gedanken aufgegriffen.

Er hält es für sehr unwahrscheinlich, dass der XRP Ledger im Finanzsektor enorm erfolgreich wird, XRP selbst aber keine hohe Nachfrage und keinen hohen Wert entwickelt.

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Und seine Begründung ist besonders interessant. Denn XRP besitzt innerhalb des Netzwerks Eigenschaften, durch die es von der zunehmenden wirtschaftlichen Aktivität profitieren könnte.

Genau hier kommen wir zu einem entscheidenden Vorteil, den Kryptowährungen gegenüber klassischen Aktien haben können.

4. Kryptowährungen haben einen zusätzlichen Vorteil

Denn bei Kryptowährungen kann der Coin nicht nur als Anlagevermögen interessant sein. Er kann zusätzlich selbst wirtschaftliche Aufgaben innerhalb eines immer bedeutenderen Netzwerks übernehmen.

Bleiben wir beim XRP Ledger.

XRP ist heute längst kein theoretischer Coin mehr. Aus einem Preis im Bereich von Bruchteilen eines Cents wurde ein weltweit gehandelter Vermögenswert, der zwischenzeitlich über drei US-Dollar erreichte und im Oktober 2026 bei rund 1,30 US-Dollar liegt.

Dabei verlief diese Entwicklung keineswegs geradlinig. Die SEC-Klage gegen Ripple brachte jahrelange rechtliche Unsicherheit, während sich das Ökosystem technisch und wirtschaftlich weiterentwickelte.

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Das Entscheidende: XRP besitzt schon heute einen Marktwert in Milliardenhöhe, obwohl wir möglicherweise erst einen Bruchteil der zukünftigen Anwendungen des XRP Ledgers kennen.

Und jetzt stellt euch vor, immer mehr Banken, Unternehmen und Finanzdienstleister integrieren das Netzwerk. Mehr Vermögenswerte werden tokenisiert, mehr Transaktionen abgewickelt und immer mehr Menschen nutzen die Infrastruktur.

Das könnte einen interessanten Kreislauf auslösen: Mehr Anwendung macht das Netzwerk relevanter. Mit seiner Bedeutung könnten auch Aufmerksamkeit, Vertrauen und die Nachfrage nach XRP als Anlagevermögen wachsen.

Und jetzt kommen die tatsächlichen Funktionen des Coins hinzu.

David Schwartz erklärt in seinen weiteren Antworten, dass niedrige Gebühren und zuverlässige Transaktionen den XRP Ledger attraktiv machen, um Werte zu halten und zu bewegen. Dadurch könnte mehr wirtschaftliche Aktivität auf das Netzwerk gelangen, von der XRP einen Teil aufnehmen kann.

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XRP besitzt dabei besondere Eigenschaften: Es benötigt keinen externen Emittenten und ist der native Vermögenswert des Ledgers. Für Transaktionen werden kleine XRP-Beträge als Gebühren verbrannt, für Konten müssen Reserven gehalten werden und XRP kann als Brückenwährung zwischen unterschiedlichen Vermögenswerten eingesetzt werden.

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Besonders interessant finde ich sein Bitcoin-Beispiel.

Selbst wenn Bitcoin eines Tages das dominierende globale Settlement-Asset wäre, könnten auf dem XRP Ledger unterschiedliche tokenisierte Bitcoin-Versionen existieren. XRP könnte dann als neutraler Brückenwert zwischen diesen Vermögenswerten dienen.

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Und damit wird unser Gedankenexperiment noch interessanter.

Menschen könnten XRP als Investment besitzen wollen, weil sie an die Zukunft des Netzwerks glauben. Gleichzeitig könnte eine wachsende Finanzinfrastruktur XRP für ihre tatsächlichen Anwendungen benötigen.

Das Prinzip finden wir auch bei anderen Kryptowährungen.

Bei Ethereum werden ETH durch Staking eingesetzt, um das Netzwerk abzusichern. Bei Quant kann QNT beim Zugang zu und der Abrechnung von Leistungen der Overledger-Plattform eine Rolle spielen.

Wir sehen also unterschiedliche Möglichkeiten, wie ein Coin wirtschaftlich gebraucht werden kann.

Und genau das ist der zusätzliche Vorteil, den ich bei Kryptowährungen sehe.

Du brauchst keine Nvidia-Aktie, damit ein Nvidia-Chip funktioniert. Aber bei einer Blockchain kann der handelbare Coin gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur sein.

Dadurch können zwei mögliche Nachfragequellen zusammenkommen: Menschen kaufen den Coin als Anlagevermögen, während andere ihn für tatsächliche Netzwerkfunktionen benötigen oder langfristig binden.

Und wenn das Netzwerk immer größer wird, könnten sich diese Effekte gegenseitig verstärken.

5. Was wäre, wenn wir erst einen Bruchteil der zukünftigen Anwendungen kennen?

Erinnert euch noch einmal an Nvidia. 1999 waren Grafikprozessoren für Computerspiele ein wichtiger Markt. Heute sind sie eine zentrale Technologie für künstliche Intelligenz.

Neue Anwendungen haben völlig neue wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen.

Warum sollte so etwas nicht auch bei Blockchain-Netzwerken passieren?

Als ich 2021 angefangen habe, mich intensiv mit Kryptowährungen zu beschäftigen, sah der Markt noch ganz anders aus. Damals gab es in den USA noch keine Spot-Bitcoin-ETFs. Heute sprechen wir bereits über tokenisierte Staatsanleihen auf dem XRP Ledger und die Integration von Blockchain-Technologie in bestehende Finanzsysteme.

Und diese Entwicklung hat gerade einmal fünf Jahre gedauert. Was könnte in den nächsten zwanzig Jahren noch entstehen?

Ich glaube, dass die Veränderung vor allem schrittweise stattfinden wird. Banken, Unternehmen und Finanzdienstleister besitzen bereits riesige Infrastrukturen, die nicht einfach über Nacht verschwinden.

Blockchain-Netzwerke könnten zunehmend in diese bestehenden Systeme integriert werden, sie miteinander verbinden und neue Finanzanwendungen ermöglichen.

Vielleicht werden die wirtschaftlich bedeutendsten Anwendungen dieser Technologie gerade erst entwickelt.

Und damit stellt sich eine entscheidende Frage: Welche Netzwerke werden in dieser Entwicklung langfristig eine wichtige Rolle übernehmen?

6. Bedeutet das, dass jetzt alle Kryptowährungen wertvoll werden?

Natürlich nicht. Fast jeder kann heute einen Token erstellen. Doch allein die Möglichkeit, ihn zu handeln, macht daraus noch keinen langfristig begehrten Vermögenswert.

Deshalb interessieren mich bei Kryptowährungen vor allem drei Fragen:

Wird das Netzwerk tatsächlich gebraucht? Wächst seine wirtschaftliche Bedeutung? Und warum sollten Menschen den dazugehörigen Coin langfristig besitzen wollen?

Denn selbst wenn eine Blockchain erfolgreich wird, müssen wir verstehen, wie sich dieser Erfolg auf ihren Coin übertragen könnte.

Dabei wird vermutlich keine einzelne Blockchain sämtliche Märkte bedienen können.

Bitcoin könnte sich als globaler Wertspeicher etablieren. Andere Netzwerke könnten den internationalen Zahlungsverkehr, tokenisierte Aktien und Anleihen oder den Austausch von Daten ermöglichen. Wieder andere könnten für künstliche Intelligenz, dezentrale Rechenleistung oder digitale Identitäten wichtig werden.

Schaut euch unsere heutige Wirtschaft an. Wir haben auch nicht 20 Googles oder 20 Microsofts. In vielen Märkten haben sich wenige Unternehmen mit enormer wirtschaftlicher Bedeutung durchgesetzt. Denn dort, wo sich immer mehr Nutzer, Unternehmen und Anwendungen versammeln, entstehen oft starke Netzwerkeffekte.

Warum sollte das bei Blockchain-Netzwerken anders sein?

Ich gehe davon aus, dass sich auch hier langfristig in den einzelnen Märkten wenige wirklich bedeutende Netzwerke etablieren werden.

Und genau hier liegt unsere These:

Denn die Coins sind frei handelbare Vermögenswerte. Anleger können sie kaufen und halten, weil sie an die Zukunft des jeweiligen Netzwerks glauben und auf eine entsprechende Wertsteigerung setzen. Dafür müssen sie die Coins nicht selbst innerhalb des Netzwerks verwenden.

Und wenn dieselben Coins zusätzlich für Staking, Gebühren, Netzwerkzugänge oder andere Anwendungen benötigt werden, entsteht eine weitere mögliche Quelle der Nachfrage.

Damit könnten zwei Entwicklungen zusammenkommen: Immer mehr Menschen möchten den Coin als Investment besitzen, während seine wirtschaftliche Nutzung innerhalb des Netzwerks ebenfalls wächst.

Und deshalb möchte ich die möglichen Gewinnernetzwerke möglichst früh erkennen und verstehen.

7. Sind Kryptowährungen also die Aktien 2.0?

Kommen wir zurück zu unserer Ausgangsfrage.

Nvidia zeigt uns, wie sehr Anleger auf die zukünftige Entwicklung einer Technologie setzen. Bitcoin zeigt, dass bereits die weltweite Akzeptanz als Vermögenswert eine enorme Nachfrage erzeugen kann.

Und bei Kryptowährungen wie XRP kommt eine weitere Möglichkeit hinzu: Der Coin kann als Anlagevermögen gefragt sein und gleichzeitig eine wirtschaftliche Funktion innerhalb eines immer wichtigeren Netzwerks übernehmen.

Was ich daran besonders faszinierend finde: Diese Kryptowährungen werden bereits heute weltweit gehandelt. Einige besitzen Marktkapitalisierungen in Milliardenhöhe, während ihre Netzwerke möglicherweise erst am Anfang ihrer wirtschaftlichen Entwicklung stehen.

Und die Verbindungen zur traditionellen Wirtschaft existieren längst!

The Clearing House hat Quant für den Aufbau einer Infrastruktur für tokenisierte Bankeinlagen ausgewählt. Die Bank of England experimentiert unter anderem mit Chainlink und Ava Labs. Amazon Web Services arbeitet mit Ava Labs zusammen, und selbst die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich untersucht mit Zentralbanken und Finanzinstituten neue Möglichkeiten für tokenisierte Zahlungen.

Das passiert bereits heute. Wir sprechen hier von echten Kooperationen, technischen Entwicklungen und konkreten Pilotprojekten.

Und jetzt stellt euch vor, wir springen wieder zwanzig Jahre in die Zukunft.

Was heute noch getestet und entwickelt wird, könnte dann ein fester Bestandteil unserer Wirtschaft sein. Banken, Unternehmen und Millionen Menschen könnten diese Netzwerke ganz selbstverständlich nutzen.

Und warum sollte die Nachfrage nach den dazugehörigen Coins auf dem heutigen Stand stehen bleiben, wenn ihre Netzwerke immer bedeutender werden?

Genau das ist unsere These: Menschen könnten diese Coins allein deshalb zunehmend besitzen wollen, weil sie am zukünftigen Erfolg der dahinterstehenden Protokolle wirtschaftlich teilhaben möchten. Die Coins sind schließlich bereits heute handelbar.

Und wenn sie gleichzeitig innerhalb dieser Netzwerke für wirtschaftliche Anwendungen benötigt werden, könnte sich die Nachfrage zusätzlich verstärken.

Wir stehen bei manchen dieser Netzwerke gerade da, wo Nvidia vor über 25 Jahren stand: Wir kennen die heutige Technologie, aber noch längst nicht ALLE Anwendungen von morgen.

Und genau deshalb finde ich es so spannend, diese Entwicklung mitzuerleben.

Denn sind wir nicht genau deswegen in Krypto? Für die Chance, von Anfang an bei der Entwicklung einer neuen Anlageklasse dabei zu sein, deren Möglichkeiten wir heute vielleicht noch gar nicht vollständig kennen?

Ich finde, wir verbringen viel zu viel Zeit damit, auf den nächsten Kursanstieg oder die kommenden zwei Wochen zu schauen.

Wir sollten viel mehr versuchen zu verstehen, wohin sich diese Technologie entwickelt, welche Netzwerke tatsächlich gebraucht werden und welche Rolle ihre Coins dabei spielen.

Denn je besser wir diese Zusammenhänge verstehen, desto besser können wir Chancen erkennen und Risiken einschätzen.

Mich interessiert deshalb nicht nur, was ein Coin heute wert ist. Sondern was aus seinem Netzwerk morgen werden kann.

Wie seht ihr das? Sind Kryptowährungen die Aktien 2.0?

Hinweis: Bei Recherche und Rohfassung dieses Artikels haben KI-Werkzeuge unterstützt, geprüft und freigegeben wurde er redaktionell. Wie wir arbeiten

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Über den Autor

Sergej D.

Sergej D.

Krypto ist schnell, komplex und schläft nie. Ich bin Ende 2020 in den Markt eingestiegen und verfolge die Entwicklungen der Blockchain-Welt seitdem täglich. Mein Ziel hier bei MissCrypto? Den Lärm für dich herauszufiltern.

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