ERA Wallet Test 2026: Erfahrungen & Review
Air-gapped Hardware Wallet im Kartenformat, ohne USB, Bluetooth oder WLAN. Signiert nur per QR-Code, zeigt jede Transaktion im Klartext und verwaltet bis zu 10 Wallets auf einem Gerät.
Mit dem Code MISSCRYPTO bekommst du 10 Prozent Rabatt.
Was ERA anders macht
Konsequente Funkstille
Das Gerät hat keinen USB-Anschluss, kein Bluetooth und kein WLAN. Signiert wird über QR-Codes nach dem offenen Standard EIP-4527. Damit fällt jede Angriffsklasse weg, die eine Datenverbindung voraussetzt.
Zehn Wallets auf einer Karte
Du legst bis zu zehn voneinander unabhängige Wallets an, jede mit eigenem Seed, eigenem Namen und optionaler Passphrase. Getrennte Bereiche für Sparen, Handeln und DeFi, ohne ein zweites Gerät zu kaufen.
Transaktion im Klartext
ERA Lens übersetzt die Calldata einer Smart-Contract-Transaktion in verständliche Sprache: welche Funktion aufgerufen wird, welcher Betrag fließt und an welche Adresse. Das Blindsignieren entfällt.
ERA unterscheidet sich von Ledger, Trezor und BitBox dadurch, dass es gar keine Datenverbindung anbietet: Es gibt schlicht keinen Anschluss, über den ein infizierter Rechner mit dem Gerät sprechen könnte. OneKey Pro beherrscht QR-Signieren ebenfalls, lässt daneben aber weiterhin USB und Bluetooth zu.
ERA Sets im Überblick
ERA verkauft nur ein Gerät, aber drei Zusammenstellungen davon, dazu die Recovery-Karte einzeln. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wie du deine Sicherung aufbaust. Hier ist mein ehrlicher Vergleich nach dem eigenen Test.

ERA Wallet
194,25 €Ideal für: Den normalen Einstieg
Das Einzelgerät mit drei Recovery-Karten und dem magnetischen Qi-Lader. Ein Ladekabel liegt nicht bei, ein eigenes USB-Kabel genügt. Für die allermeisten ist das die richtige Wahl, denn die Technik ist bei allen Sets identisch. Ein zweites Gerät oder zusätzliche Karten kannst du jederzeit nachkaufen.
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ERA Wallet, 2er-Bundle
348,97 €Ideal für: Alltag und Lager trennen
Zwei Geräte mit zehn Prozent Nachlass. Gedacht als Aufteilung: Eines liegt im Alltag für DeFi bereit, das zweite verwahrt den Bestand an einem anderen Ort. Wer ohnehin ein Zweitgerät als Ausfallsicherung will, spart hier am meisten gegenüber zwei Einzelkäufen.
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ERA Wallet plus Karten
210,58 €Ideal für: Verteilte Backups
Dasselbe Gerät, aber mit sechs zusätzlichen Recovery-Karten. Sinnvoll, wenn du dein Backup nach dem Shamir-Prinzip aufteilst und die Teile an verschiedenen Orten hinterlegst. Sechs Karten einzeln würden deutlich mehr kosten als der Aufpreis von rund 16 Euro.
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ERA Recovery-Karte
24,93 €Ideal für: Eine zusätzliche Sicherung
Die Karte allein, zum Nachrüsten eines bestehenden Geräts. Ohne dein ERA-Gerät und die PIN lässt sie sich nicht auslesen, ein Fund im Schreibtisch nützt einem Angreifer also nichts. Wer gleich mehrere braucht, fährt mit dem Karten-Bundle günstiger.
Jetzt kaufenMeine Empfehlung: das Einzelgerät für 194,25 Euro, mit dem Code MISSCRYPTO gibt es darauf 10 Prozent Rabatt. Die Technik ist in allen Sets dieselbe, und drei Recovery-Karten liegen ohnehin bei. Alle Preise stammen aus dem Shop des Herstellers und werden dort in Euro ausgezeichnet. Versendet wird aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, allerdings verzollt: Zoll und Einfuhrumsatzsteuer sind im Preis enthalten, an der Haustür wird nichts nachgefordert.
Sicherheit: was belegt ist und was nicht
Bei einem Hardware Wallet zählt nicht, was auf der Verpackung steht, sondern was jemand von außen nachgeprüft hat. Bei ERA fällt beides auseinander, deshalb trennen wir es hier sauber.
Secure Element und Hauptprozessor
Die privaten Schlüssel liegen in einem ATECC608C, einem zertifizierten Sicherheitschip. Die Rechenarbeit übernimmt ein STM32H753. Das ist solide Standardkost in dieser Preisklasse, vergleichbar mit dem, was andere Hersteller verbauen.
Seed aus mehreren Quellen
Beim Anlegen zieht ERA den Zufall aus bis zu fünf Quellen: dem Zufallsgenerator des Prozessors, dem des Secure Elements und auf Wunsch zusätzlich aus Kamera, Bewegungssensor und deinen Fingereingaben. Standardmäßig sind die beiden Hardware-Generatoren aktiv.
Backup auf NFC-Karten
Statt einer Seed-Phrase auf Papier legt ERA den Schlüssel verschlüsselt auf beiliegende NFC-Karten. Die Karte allein nützt niemandem, zum Auslesen braucht es das Gerät und die PIN. Optional teilst du das Backup nach dem Shamir-Prinzip auf mehrere Karten auf.
Das Audit deckt nicht das Gerät ab, das du kaufst
ERA verweist auf eine externe Prüfung durch Keylabs. Sie stammt vom 30. Dezember 2024 und bezieht sich auf Vorserien-Hardware mit einer Firmware, die noch nicht veröffentlicht war. Von 13 Feststellungen wurden 7 erneut geprüft. Offene Debug-Schnittstellen auf der Platine, die Keylabs ausdrücklich entfernt sehen wollte, gehören nicht dazu. Der verbaute Prozessor wurde nicht auf Glitching getestet, obwohl das Schwestermodell im selben Bericht erfolgreich angegriffen wurde.
Dazu kommt die Sache mit dem Quellcode. ERA wirbt mit dem Satz „Don’t trust it. Verify it“, aber die Firmware ist nur teilweise offen und lässt sich nicht selbst kompilieren. Genau dieser Schritt wäre nötig, um zu prüfen, ob auf dem Gerät wirklich der veröffentlichte Code läuft. BitBox, Trezor und OneKey liefern reproduzierbare Builds, ERA bisher nicht.
Auf Nachfrage hat uns ERA bestätigt, dass ein Audit der Serienhardware mit aktueller Firmware geplant ist, angepeilt für Ende 2026 oder das erste Halbjahr 2027. Zwischen den externen Prüfungen laufe eine interne, KI-gestützte Codeprüfung. Das ist eine ehrliche Auskunft, ersetzt aber keinen unabhängigen Nachweis. Solange er fehlt, kostet das in unserer Bewertung Punkte.
Einrichtung in der Praxis
Die Verarbeitung ist wertig und der Ablauf logisch aufgebaut, aber er verlangt mehr Aufmerksamkeit als bei einem Ledger oder einer Tangem-Karte. Wer zum ersten Mal ein Hardware Wallet einrichtet, sollte eine ruhige halbe Stunde einplanen. Alle Bilder sind eigene Aufnahmen vom getesteten Gerät.

Auspacken und Siegel prüfen
Der Karton ist mit zwei Hologramm-Siegeln verschlossen. Sind sie beschädigt, gehört das Gerät zurück. Im Karton liegen Wallet, drei Recovery-Karten und der magnetische Qi-Lader. Ein Ladekabel liegt nicht bei, du brauchst ein eigenes USB-Kabel.

Gerät starten und Echtheit prüfen
Nach dem ersten Einschalten begrüßt dich der Startbildschirm. Bevor es weitergeht, prüft das Gerät über eine Echtheitsabfrage selbst, ob es wirklich von ERA stammt und unterwegs nicht ausgetauscht wurde.

Firmware über NFC aktualisieren
Firmware, Bootloader und die ERA-Lens-Datenbank werden über NFC eingespielt. Das Gerät muss dafür auf dem Handy liegen. Erst danach steht der volle Funktionsumfang bereit.

Wallet-Modus wählen
Zum Schluss entscheidest du zwischen Multichain und einem reinen Bitcoin-Modus. Die Wahl lässt sich jederzeit in den Einstellungen ändern. Danach koppelst du MetaMask, Rabby, Sparrow oder Nunchuk über einen einmaligen QR-Scan.
Deutsch: in der App ja, auf dem Gerät erst nach dem Update
Die Companion App spricht Deutsch, das siehst du oben im Update-Bildschirm. Auf dem Gerät selbst steht direkt nach dem Auspacken aber überall English, auch in den Einstellungen unter Device Language. Die deutsche Geräteoberfläche kam im April 2026 dazu und muss nachgeladen werden: aktuelles Firmware-Update über NFC einspielen, dann unter Einstellungen auf Device Language gehen, Deutsch wählen und das Sprachpaket laden. Erklärt wird dieser Weg im Gerät nirgends, und genau das ist unser Kritikpunkt.
App und Zusammenspiel
Companion App
Die App verwaltet Geräte, Sprachpakete und Firmware-Updates. Sie hält keine Schlüssel und ist für das Signieren nicht nötig. Der Quellcode der App ist offen einsehbar, anders als der größte Teil der Firmware.
Kompatible Wallets
ERA arbeitet als Signiergerät für MetaMask, Rabby, Safe und imToken, im Bitcoin-Umfeld für Sparrow und Nunchuk. Die Kopplung läuft über den offenen Standard EIP-4527, du bist also nicht an eine Hersteller-App gebunden.
NFC nur für Wartung
Firmware-Updates und das Beschreiben der Recovery-Karten laufen über NFC. Für den Alltag bleibt das Gerät reine QR-Technik. Wer es ganz genau nimmt: Beim Update ist das Gerät für diesen Moment nicht mehr vollständig isoliert.
Was fehlt: Staking und NFT-Verwaltung bietet ERA in der eigenen App nicht an, dafür brauchst du eine Wallet-App wie Rabby oder MetaMask. Multisignature-Setups unterstützt das Gerät gar nicht, ebenso wenig das Anti-Klepto-Protokoll gegen manipulierte Signaturen.
ERA vs. Ledger vs. Trezor vs. BitBox vs. Tangem vs. OneKey
Wie schlägt sich ERA im direkten Vergleich mit den anderen Hardware Wallets in unserem Test? Hier sind die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
| Feature | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Coins | 1.000+ | 15.000+ | 9.000+ | BTC + Multi | 16.000+ | 30.000+ |
| Preis ab | 194,25 € | 49 € | 59 € | 149 € | 54,90 $ | 79 $ |
| Sicherheitschip | ATECC608C | CC EAL5+ | Optiga Trust M | ATECC608B | CC EAL6+ | EAL6+ |
| Air-Gap | Ja, nur QR | Nein | Nein | Nein | Nein | Pro (optional) |
| Open Source | Teilweise | Teilweise | 100% | 100% | Nein | 100% |
| Backup | NFC-Karten | 24 Wörter | Multi-share/Seed | microSD | Backup-Karten | 24 Wörter |
| Bluetooth | Nein | Stax & Flex | Safe 7 | Nova | NFC | Alle Modelle |
| Handy-Support | iOS + Android | iOS + Android | Nur Android | Nur Android | iOS + Android | iOS + Android |
| Touchscreen | Ja, E-Ink | Stax & Flex | Safe 5 & 7 | Touch-Slider | Nein | Pro & Classic |
| Einrichtungszeit | ~30 Min | ~15 Min | ~15 Min | ~10 Min | ~3 Min | ~10 Min |
| Bewertung | 7,6/10 | 9,2/10 | 9,0/10 | 9,0/10 | 8,8/10 | 8,7/10 |
ERA ist das einzige Gerät im Vergleich, das gar keine Datenverbindung anbietet: Es gibt weder USB noch Bluetooth, signiert wird ausschließlich über QR-Codes. OneKey beherrscht das beim Pro ebenfalls, lässt daneben aber weiterhin Kabel und Funk zu. Beim Nachweis, dass auf dem Gerät wirklich der veröffentlichte Code läuft, liegen Trezor, BitBox und OneKey mit reproduzierbaren Builds dagegen vorn, und günstiger sind sie auch. Die Wahl hängt an deiner Priorität: Isolation und Klartext-Anzeige (ERA), Coin-Auswahl (Ledger und OneKey), Privatsphäre und Multi-share (Trezor), Schweizer Fertigung (BitBox) oder Einfachheit (Tangem).
Überzeugt? ERA Wallet ab 194,25 Euro
Air-Gap per QR-Code, drei Recovery-Karten und der magnetische Qi-Lader liegen bei. Mit dem Code MISSCRYPTO gibt es 10 Prozent Rabatt.
Zum ERA ShopWas ist das ERA Wallet?
▾Was bedeutet air-gapped bei einem Hardware Wallet?
▾Ist das ERA Wallet sicher?
▾Ist das ERA Wallet Open Source?
▾Gibt es das ERA Wallet auf Deutsch?
▾Wie funktioniert das Backup ohne Seed-Phrase?
▾Welche Coins unterstützt das ERA Wallet?
▾Beherrscht ERA Multisig?
▾Fallen beim Versand nach Deutschland Zollgebühren an?
▾Für wen lohnt sich das ERA Wallet?
▾Fazit: Für wen lohnt sich ERA?
Vorteile
- Reines Air-Gap: kein USB, kein Bluetooth, kein WLAN
- ERA Lens zeigt Smart-Contract-Transaktionen im Klartext statt als Hexcode
- Zehn unabhängige Wallets mit eigenem Seed auf einem Gerät
- Verschlüsseltes Backup auf NFC-Karten, optional nach Shamir aufgeteilt
- E-Ink-Touchdisplay mit Frontlicht, auch bei Sonne ablesbar
- Aluminiumrahmen, Gorilla Glass 6, IP67 und drahtloses Laden
- Standby-Akku hält laut Hersteller bis zu zwölf Monate
- Verzollte Lieferung nach Deutschland, an der Haustür kommt nichts obendrauf
Nachteile
- Serienhardware bisher nicht extern auditiert (Keylabs prüfte nur die Vorserie)
- Firmware nur teilweise offen und nicht reproduzierbar baubar
- Kein Multisig und kein Anti-Klepto-Protokoll
- Wird ohne Ladekabel geliefert, du brauchst ein eigenes USB-Kabel
- Geräteoberfläche startet auf Englisch, Deutsch muss nachgeladen werden (die App ist deutsch)
- Teurer als Trezor Safe 3 oder Tangem bei kleinerem Funktionsumfang
Rabattcode: MISSCRYPTO



Das ERA Wallet liegt angenehm in der Hand und gefällt uns durch sein kompaktes, flaches Format. Das Design ist schlicht, die Oberfläche mit ihrer Retro-Optik hat einen eigenen Charakter. Praktisch finden wir das kabellose Laden: Statt ein Kabel direkt an das Wallet anzuschließen, legen wir es auf eine passende Ladestation.
Beim Einrichten gehören die Echtheitsprüfung und Software-Updates über die Smartphone-App dazu. Was uns dabei aufgefallen ist: Die Benutzeroberfläche startet auf Englisch und muss anschließend auf Deutsch umgestellt werden. Gerade für Einsteiger wäre eine Sprachauswahl direkt beim ersten Start angenehmer. Die Updates werden per NFC übertragen. Für das Signieren von Transaktionen setzt ERA auf QR-Codes, ohne USB-Verbindung, Bluetooth oder WLAN. Die Details lassen sich vor der Freigabe auf dem E-Ink-Touchscreen prüfen. Spannend finden wir außerdem, dass bis zu zehn separate Wallets mit eigenen Wiederherstellungsphrasen auf einem Gerät verwaltet werden können. Bei der Transparenz bleibt ein Kritikpunkt: Die Firmware ist bisher nur teilweise öffentlich einsehbar.
Unser erster Eindruck bei MissCrypto: Das kompakte Format und das kabellose Konzept gefallen uns. Für ein abschließendes Urteil zur Zuverlässigkeit brauchen wir noch mehr Praxiserfahrung.
Coins sicher aufbewahren: Hardware Wallets

Steffi ist promovierte Medizinerin (Dr. med.), führte eine eigene Praxis für Schmerztherapie und ist seit 2021 selbst in Bitcoin, XRP und Ethereum investiert. Mit MissCrypto erreicht sie über 110.000 Menschen, gewann 2025 den BTC-ECHO Award als „Best Educator of Crypto" und schrieb das Buch „Der Krypto Kompass". Sie macht komplexe Themen verständlich, ehrlich und ohne Hype.
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