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Kryptowertpapier: digitale Anleihe, eWpG, kein Coin

Wie ein reguliertes Wertpapier auf der Blockchain entsteht, warum es etwas anderes ist als eine Kryptowährung und was das für Anleger bedeutet

Steuern & RechtEinsteiger2 Min. Lesezeit

Definition

Ein Kryptowertpapier ist ein elektronisches Wertpapier, das in ein spezielles Kryptowertpapierregister eingetragen ist.

Ein Kryptowertpapier ist ein klassisches Wertpapier (etwa eine Anleihe), das nicht mehr auf Papier oder in einem zentralen Register existiert, sondern auf einer Blockchain begeben wird. In Deutschland ist das seit dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) von 2021 möglich. Wichtig: Ein Kryptowertpapier ist etwas völlig anderes als eine spekulative Kryptowährung.

Kryptowertpapier vs. Kryptowährung

MerkmalKryptowertpapierKryptowährung
Was es istreguliertes Wertpapier auf der Blockchaineigenständiger digitaler Vermögenswert
Beispieldigitale AnleiheBitcoin
Regulierungklassisches WertpapierrechtMiCA, neuere Regeln

Warum es Kryptowertpapiere gibt

Die Blockchain-Technologie macht die Ausgabe und Verwaltung von Wertpapieren effizienter, schneller und transparenter, ohne die teuren Zwischenschritte klassischer Abwicklung. Banken und Unternehmen geben so etwa digitale Anleihen aus. Für den Anleger bleibt es rechtlich ein normales, reguliertes Wertpapier, nur die technische Hülle ist die Blockchain.

Was das für Anleger bedeutet

Kryptowertpapiere sind reguliert und genießen den üblichen Wertpapier-Anlegerschutz, anders als die meisten Kryptowährungen. Sie sind ein Beispiel dafür, wie die Blockchain ins klassische Finanzwesen einzieht (Tokenisierung). Für Privatanleger sind sie bislang weniger relevant, das Thema dürfte aber wachsen, je mehr Banken digitale Wertpapiere ausgeben.

Steffis Tipp

Lass dich vom Wort „Krypto“ nicht verwirren: Ein Kryptowertpapier ist ein reguliertes Wertpapier auf der Blockchain, kein spekulativer Coin. Es nutzt nur die Technologie als effiziente Hülle. Wer eine „digitale Anleihe“ angeboten bekommt, sollte sie wie jedes Wertpapier prüfen, mit Blick auf Emittent, Konditionen und Risiko, nicht wie eine Kryptowährung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Kryptowertpapier?

Ein Kryptowertpapier ist ein klassisches Wertpapier, etwa eine Anleihe, das auf einer Blockchain begeben wird statt auf Papier oder in einem zentralen Register. In Deutschland ist das seit dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) von 2021 möglich. Rechtlich bleibt es ein reguliertes Wertpapier.

Was ist der Unterschied zu einer Kryptowährung?

Ein Kryptowertpapier ist ein reguliertes Wertpapier (z. B. eine digitale Anleihe), das nur die Blockchain als technische Hülle nutzt und dem klassischen Wertpapierrecht unterliegt. Eine Kryptowährung wie Bitcoin ist dagegen ein eigenständiger digitaler Vermögenswert. Trotz des ähnlichen Namens sind das völlig verschiedene Dinge.

Sind Kryptowertpapiere reguliert?

Ja. Kryptowertpapiere unterliegen dem klassischen Wertpapierrecht und genießen den üblichen Anlegerschutz, anders als die meisten Kryptowährungen. Sie sind ein Beispiel für die Tokenisierung, also wie die Blockchain ins regulierte Finanzwesen einzieht. Banken nutzen sie etwa für digitale Anleihen.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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