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Lending Protocol: DeFi-Kredite, Überbesicherung, Risiken

Wie DeFi-Kreditprotokolle wie Aave und Compound das Verleihen über Smart Contracts abwickeln, warum Überbesicherung nötig ist und welche Risiken bestehen

DeFiFortgeschritten2 Min. Lesezeit

Definition

Ein Lending Protocol ist ein DeFi-Protokoll, über das Nutzer Kryptowerte verleihen oder gegen Sicherheiten ausleihen können.

Ein Lending Protocol (Kreditprotokoll) ist eine DeFi-Anwendung, die das Verleihen und Leihen von Kryptowährungen vollautomatisch über Smart Contracts abwickelt, ganz ohne Bank dazwischen. Bekannte Beispiele sind Aave und Compound. Anleger zahlen Coins ein und verdienen Zinsen, Kreditnehmer leihen sich gegen Sicherheiten Kapital.

Wie ein Lending Protocol funktioniert

Im Zentrum steht ein Liquiditätspool: Verleiher zahlen ihre Coins ein, Kreditnehmer entnehmen daraus, müssen aber mehr Sicherheiten hinterlegen, als sie leihen (Überbesicherung). Die Zinssätze ergeben sich algorithmisch aus Angebot und Nachfrage, je leerer der Pool, desto höher die Zinsen. Alles regelt der Smart Contract automatisch, ohne menschliche Prüfung.

Die zentrale Rolle der Überbesicherung

Weil es keine Bonitätsprüfung gibt, schützt sich das Protokoll durch Überbesicherung: Wer 100 Euro leihen will, hinterlegt etwa 150 Euro in Krypto als Pfand. Fällt der Wert der Sicherheit unter eine Schwelle, wird die Position automatisch liquidiert, also zwangsverkauft, damit die Verleiher kein Geld verlieren. Das macht das System ohne Vertrauen funktionsfähig, verlagert das Risiko aber auf den Kreditnehmer.

Steffis Tipp

Lending Protocols sind faszinierende Technik, aber kein Selbstläufer. Die größten Risiken sind Fehler im Smart-Contract-Code (Hacks haben hier schon Millionen gekostet) und die automatische Liquidation deiner Sicherheiten bei fallenden Kursen. Verstehe immer, wie hoch deine Besicherung ist und ab welchem Kurs du liquidiert wirst, bevor du Kapital einsetzt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Lending Protocol?

Ein Lending Protocol ist eine DeFi-Anwendung, die das Verleihen und Leihen von Kryptowährungen vollautomatisch über Smart Contracts abwickelt, ohne Bank. Verleiher zahlen Coins in einen Pool ein und verdienen Zinsen, Kreditnehmer leihen sich gegen Sicherheiten Kapital. Bekannte Beispiele sind Aave und Compound.

Warum braucht man bei DeFi-Krediten Überbesicherung?

Weil es keine Bonitätsprüfung gibt. Da das Protokoll den Kreditnehmer nicht kennt, sichert es sich durch Überbesicherung ab: Man hinterlegt mehr Krypto als Pfand, als man leiht. Fällt der Wert der Sicherheit unter eine Schwelle, wird die Position automatisch liquidiert, damit die Verleiher kein Geld verlieren.

Welche Risiken haben Lending Protocols?

Vor allem zwei: Fehler im Smart-Contract-Code, die zu Hacks und Totalverlust führen können, und die automatische Liquidation deiner Sicherheiten, wenn der Kurs fällt. Anders als bei einer Bank gibt es keine Einlagensicherung. Man sollte immer wissen, wie hoch die eigene Besicherung ist und ab welchem Kurs liquidiert wird.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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