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Was ist Lending?

Lending einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-27|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Krypto-Lending ist das Verleihen digitaler Währungen gegen Zinsen oder das Aufnehmen von Krediten mit Krypto als Sicherheit.

Krypto-Lending ermöglicht Zinserträge auf digitale Assets oder Kredite ohne Bank.

Wie funktioniert Lending?

Beim dezentralen Lending nutzen Nutzer Smart Contracts statt traditioneller Banken. Anleger hinterlegen Kryptowährungen wie Ethereum oder Stablecoins in spezialisierten Protokollen. Die führenden Plattformen nach TVL (Total Value Locked) sind Aave, MakerDAO und Compound.

Diese Systeme arbeiten mit Liquiditätspools. Hier treffen Kreditgeber und Kreditnehmer anonym zusammen. Der Smart Contract verwaltet automatisch Einlagen, Auszahlungen und Zinszahlungen.

Kreditnehmer müssen Überbesicherung leisten. Typisch sind 150 bis 200 Prozent des gewünschten Kreditbetrags als Sicherheit. Wer 10.000 USDC leihen möchte, benötigt also Krypto im Wert von 15.000 bis 20.000 USDC.

Fällt der Wert der Sicherheit unter eine Schwelle, löst der Smart Contract eine automatische Liquidation aus. Der Kreditnehmer verliert dann Teile seines Kapitals.

Wichtig: DeFi-Lending birgt Smart-Contract-Risiken. Trotz Milliarden TVL bei führenden Protokollen können Code-Fehler, Oracle-Manipulationen oder Exploits zum Totalverlust führen. Die Renditen schwanken täglich.

Lending in der Praxis

Ein konkretes Beispiel aus Deutschland: Ein Anleger besitzt 10 ETH im aktuellen Wert von 25.000 Euro. Er benötigt dringend Liquidität für eine Renovierung, möchte aber seine Position nicht verkaufen.

Er hinterlegt die ETH bei Aave als Collateral. Das Protokoll akzeptiert die Sicherheit und gibt ihm 15.000 USDC aus. Das entspricht einer Besicherungsquote von 166 Prozent.

Für das Darlehen zahlt er etwa 3 bis 8 Prozent variable Jahreszinsen. Diese Rate ändert sich je nach Pool-Auslastung alle paar Sekunden. Bei Bitvavo Erfahrungen & Test zeigt sich, dass viele Nutzer ähnliche Strategien mit unterschiedlichen Assets umsetzen.

Der Vorteil: Er behält sein ETH-Exposure und realisiert keine steuerpflichtigen Gewinne. Stattdessen entsteht nur ein kleiner laufender Zinsaufwand. Nach Rückzahlung erhält er seine 10 ETH zurück.

Traditionelle Banken erlauben Unterbesicherung und prüfen Schufa-Einträge. DeFi-Protokolle verzichten auf Identitätsprüfungen, verlangen dafür aber die übersicherte Hinterlegung.

Gut zu wissen: Im Gegensatz zum Staking fließen Lending-Zinsen nicht aus der Netzwerksicherheit, sondern direkt von anderen Nutzern. Kreditnehmer nutzen das geliehene Kapital häufig für Leverage-Trading oder Yield-Farming-Strategien.

Lending 2026: MiCA und Real-World Assets

Seit Dezember 2024 ist die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) vollständig in Kraft. Institutionelle Lending-Protokolle dominieren nun den Markt, während dezentrale Plattformen neue Compliance-Anforderungen erfüllen müssen.

Ein entscheidender Trend prägt das Jahr 2026: Tokenisierte Real-World Assets (RWA) wie Immobilien, Staatsanleihen oder Rohstoffe dienen zunehmend als Kollateral. Diese Entwicklung reduziert die Volatilität der Sicherheiten erheblich.

Für den DACH-Raum gilt: Lending-Erträge unterliegen der deutschen Einkommensteuer. Die BaFin reguliert zentralisierte Anbieter wie Bitpanda Erfahrungen oder Bitvavo zunehmend strenger. Dezentrale Protokolle fallen unter den MiCA-Einfluss.

Wer über das Jahr Lending-Erträge generiert, muss diese im Steuererklärungsteil Einkünfte aus sonstigen Leistungen angeben. Die Höhe richtet sich nach dem persönlichen Steuersatz.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Liquidität ohne Verkauf der Assets
  • +Passive Zinserträge möglich
  • +Keine Schufa-Prüfung nötig
  • +24/7 Verfügbarkeit

Nachteile

  • -Smart-Contract-Risiken und Exploit-Gefahr
  • -Liquidation bei Kursstürzen
  • -Variable Zinsen ohne Garantie

Fun Fact

Aave wurde ursprünglich als ETHLend gegründet und ist heute mit über 10 Mrd. USD TVL eines der größten Lending-Protokolle.