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LIFO (Last In, First Out): Kostenberechnung und Steuer

Wie die „Last In, First Out“-Methode Anschaffungskosten bei Krypto berechnet, wie sie sich von FIFO unterscheidet und warum FIFO in Deutschland Standard ist

GrundlagenEinsteiger3 Min. Lesezeit

Definition

LIFO (Last In, First Out) ist eine Bewertungsmethode, bei der die zuletzt gekauften Einheiten als erste verkauft gelten. In der Krypto-Steuererklärung kann LIFO dazu führen, dass kurzfristige Gewinne statt langfristiger steuerfreier Gewinne anfallen.

LIFO steht für „Last In, First Out“ und ist eine Methode zur Berechnung von Anschaffungskosten beim Verkauf von Kryptowährungen. Nach LIFO gelten die zuletzt gekauften Coins als zuerst verkauft. Das ist relevant für die Steuer, denn welche Coins als verkauft gelten, entscheidet über Gewinn, Haltedauer und damit die Steuerlast.

LIFO am Beispiel

Angenommen, du kaufst im Januar 1 BTC für 30.000 Euro und im Juni 1 BTC für 50.000 Euro. Verkaufst du im Juli 1 BTC, gelten nach LIFO die im Juni gekauften Coins als verkauft, du rechnest also mit dem Einstandspreis von 50.000 Euro. Bei einem Verkaufspreis von 55.000 Euro wäre der steuerpflichtige Gewinn nur 5.000 Euro statt 25.000 Euro nach FIFO.

Wichtig für Deutschland: FIFO ist Standard

In Deutschland ist für private Krypto-Verkäufe grundsätzlich die FIFO-Methode („First In, First Out”) maßgeblich, die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. LIFO ist hier in der Regel nicht das Standardverfahren. Welche Methode zulässig ist, hängt vom Einzelfall und der aktuellen Rechtslage ab, das solltest du mit einem Steuerberater klären.

Steffis Tipp

Die Wahl der Berechnungsmethode kann deine Steuerlast deutlich verändern, ist in Deutschland für Privatpersonen aber meist nicht frei wählbar (FIFO gilt als Standard). Wichtiger als die Theorie ist die saubere Dokumentation aller Käufe und Verkäufe mit Datum und Preis. Eine Krypto-Steuersoftware nimmt dir diese Berechnung ab, die finale Methode klärst du am besten mit einem Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet LIFO?

LIFO steht für „Last In, First Out“ und ist eine Methode zur Berechnung von Anschaffungskosten beim Verkauf von Kryptowährungen. Dabei gelten die zuletzt gekauften Coins als zuerst verkauft. Das ist für die Steuer relevant, weil es über den steuerpflichtigen Gewinn und die Haltedauer entscheidet.

Gilt LIFO in Deutschland für Krypto?

In der Regel nicht als Standard. Für private Krypto-Verkäufe ist in Deutschland grundsätzlich die FIFO-Methode maßgeblich, bei der die zuerst gekauften Coins als zuerst verkauft gelten. Ob LIFO im Einzelfall zulässig ist, hängt von der Rechtslage ab, das solltest du mit einem Steuerberater klären.

Was ist der Unterschied zwischen LIFO und FIFO?

Beide bestimmen, welche Coins beim Verkauf als veräußert gelten. Bei FIFO („First In, First Out“) sind es die zuerst gekauften, bei LIFO die zuletzt gekauften Coins. Das beeinflusst Einstandspreis, Haltedauer und damit die Steuer. In Deutschland ist FIFO für Privatpersonen der Standard.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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