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Liquidationsrisiko: das zentrale Risiko des Hebel-Handels

Warum gehebelte Positionen zwangsweise geschlossen werden können, wodurch das Risiko steigt und wie du es wirksam begrenzt oder ganz ausschließt

TradingProfi3 Min. Lesezeit

Definition

Liquidationsrisiko beschreibt die Gefahr, dass eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen wird, wenn Sicherheiten und Marktbewegung nicht mehr ausreichen. Für Trader ist das wichtig, weil kleine Kursänderungen bei Hebelpositionen große Folgen haben können.

Das Liquidationsrisiko ist die Gefahr, dass eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen wird und das eingesetzte Kapital verloren geht. Es entsteht immer dann, wenn man mit geliehenem Geld (Hebel) handelt, und ist das zentrale Risiko des Derivate-Handels im volatilen Krypto-Markt.

Wodurch das Liquidationsrisiko steigt

Je höher der Hebel, desto höher das Liquidationsrisiko, weil der Liquidationspreis dann näher am aktuellen Kurs liegt. Auch hohe Volatilität erhöht das Risiko, denn starke Kursausschläge erreichen den Liquidationspreis schneller. Gerade Krypto ist berüchtigt für plötzliche, heftige Bewegungen, die gehebelte Positionen reihenweise auslöschen.

Wie nah der Liquidationspreis wirklich rückt, zeigt eine einfache Rechnung. Wer bei einem Bitcoin-Kurs von 50.000 Euro long geht, verliert seinen Einsatz rechnerisch bei diesem Kurs:

HebelPuffer bis zur LiquidationLiquidationspreis
2x50 %25.000 Euro
5x20 %40.000 Euro
10x10 %45.000 Euro
20x5 %47.500 Euro
50x2 %49.000 Euro
100x1 %49.500 Euro

Bei 100-fachem Hebel genügt also ein Rückgang von 500 Euro, um den kompletten Einsatz zu vernichten. Solche Bewegungen passieren im Krypto-Markt an einem gewöhnlichen Nachmittag. Die Tabelle ist bewusst vereinfacht: Börsen rechnen zusätzlich eine Wartungsmarge und Gebühren ein, in der Praxis liegt der Liquidationspreis deshalb noch etwas näher am Einstieg.

Wie man das Liquidationsrisiko begrenzt

MaßnahmeWirkung
Hebel niedrig haltengrößerer Puffer bis zur Liquidation
Stop-Loss setzenbegrenzt Verlust vor der Liquidation
genug Margin hinterlegenschiebt den Liquidationspreis weg
nur Spot handelnschließt das Risiko ganz aus
Steffis Tipp

Das einzige Liquidationsrisiko, das du sicher beherrschst, ist das, das du gar nicht erst eingehst. Wer ungehebelt im Spot-Markt investiert, hat schlicht kein Liquidationsrisiko, egal wie tief der Kurs fällt, die Coins gehören weiter dir. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist das fast immer der bessere Weg als das Spiel mit dem Hebel.

Häufige Fragen zum Liquidationsrisiko

Was ist das Liquidationsrisiko?

Das Liquidationsrisiko ist die Gefahr, dass eine gehebelte Position zwangsweise geschlossen wird und das eingesetzte Kapital verloren geht. Es entsteht immer beim Handel mit geliehenem Geld (Hebel) und ist das zentrale Risiko des Derivate-Handels im volatilen Krypto-Markt.

Wann ist das Liquidationsrisiko besonders hoch?

Bei hohem Hebel und hoher Volatilität. Ein hoher Hebel rückt den Liquidationspreis nah an den aktuellen Kurs, und starke Kursausschläge erreichen ihn dann schneller. Gerade Krypto ist für plötzliche, heftige Bewegungen bekannt, die gehebelte Positionen reihenweise liquidieren.

Wie kann ich das Liquidationsrisiko reduzieren?

Durch einen niedrigen Hebel, einen gesetzten Stop-Loss und ausreichend Margin, all das vergrößert den Puffer bis zur Liquidation. Am wirksamsten ist es, ganz auf Hebel zu verzichten: Wer nur im Spot-Markt handelt, hat kein Liquidationsrisiko, egal wie tief der Kurs fällt.

Fun Fact

Viele Trader scheitern im Hebelhandel nicht an der Richtung, sondern daran, dass ihre Position den Weg dorthin gar nicht aushält.

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