Pre-Mine: vorab verteilte Coins und ihre Tücken
Wie vor dem öffentlichen Start erzeugte Coins an Team und Investoren gehen, wann das legitim und wann es ein Warnsignal ist und warum Bitcoin ganz ohne Pre-Mine auskam
Definition
Pre-Mine bezeichnet die Erzeugung von Coins oder Token vor dem öffentlichen Start eines Blockchain-Projekts, die an Gründer, Investoren oder Partner verteilt werden. Eine hohe Pre-Mine-Quote kann auf ungleiche Verteilung und Zentralisierung hindeuten.
Ein Pre-Mine bezeichnet Coins oder Token, die vor dem öffentlichen Start eines Projekts erzeugt und an die Gründer, das Team oder frühe Investoren verteilt werden. Ein Teil des Gesamtangebots ist also schon vergeben, bevor die Öffentlichkeit überhaupt mitmachen kann. Pre-Mines sind weit verbreitet, aber je nach Ausgestaltung ein wichtiger Punkt bei der Bewertung eines Projekts.
Pre-Mine: legitim oder Warnsignal?
Ein Pre-Mine ist nicht per se schlecht, viele seriöse Projekte nutzen ihn, um Entwicklung, Marketing und Team zu finanzieren. Entscheidend ist die Transparenz und das Ausmaß: Wie groß ist der Pre-Mine im Verhältnis zum Gesamtangebot? Sind die Anteile fair verteilt und mit Sperrfristen versehen? Ein riesiger, intransparenter Pre-Mine, der wenigen Insidern gehört, ist dagegen ein deutliches Warnsignal.
Worauf du achten solltest
Der Kontrast ist Bitcoin: Es gab keinen Pre-Mine, alle Coins werden seit dem Start durch Mining nach festen Regeln verteilt, was als besonders fair gilt. Bei Projekten mit Pre-Mine solltest du prüfen, wer wie viel hält. Halten Insider große Mengen, die bald freigeschaltet werden, droht Verkaufsdruck, der den Kurs belastet, ein zentraler Faktor der Token-Ökonomie.
Schau bei jedem Projekt auf die Verteilung der Token: Wie viel wurde vorab an Team und Investoren vergeben (Pre-Mine), und mit welchen Sperrfristen? Ein fairer, transparenter Pre-Mine ist okay, ein riesiger, intransparenter Anteil in wenigen Händen ist ein Warnsignal, denn diese Insider können später auf deine Kosten verkaufen. Transparenz schlägt Hype. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Pre-Mine?
Ein Pre-Mine bezeichnet Coins oder Token, die vor dem öffentlichen Start eines Projekts erzeugt und an Gründer, Team oder frühe Investoren verteilt werden. Ein Teil des Gesamtangebots ist also schon vergeben, bevor die Öffentlichkeit mitmachen kann. Pre-Mines sind verbreitet, aber ein wichtiger Bewertungspunkt.
Ist ein Pre-Mine schlecht?
Nicht per se. Viele seriöse Projekte nutzen einen Pre-Mine, um Entwicklung, Marketing und Team zu finanzieren. Entscheidend sind Transparenz und Ausmaß: Ein fairer, mit Sperrfristen versehener Pre-Mine ist okay, ein riesiger, intransparenter Anteil in wenigen Händen ist dagegen ein deutliches Warnsignal.
Hatte Bitcoin einen Pre-Mine?
Nein. Bitcoin hatte keinen Pre-Mine, alle Coins werden seit dem Start durch Mining nach festen Regeln verteilt, was als besonders fair gilt. Bei Projekten mit Pre-Mine sollte man prüfen, wer wie viel hält, denn Insider mit großen, bald freigeschalteten Mengen können Verkaufsdruck erzeugen.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.
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