Was ist Staking Steuern?
Staking Steuern einfach erklärt
Definition
Abgaben auf Gewinne aus Krypto-Staking (Coins und Belohnungen). Relevant für Anleger.
Staking Steuern bezeichnen die steuerliche Behandlung von Gewinnen, die Anleger durch das Staking von Kryptowährungen erzielen. Dies umfasst sowohl die Besteuerung der Staking-Rewards als auch die Auswirkungen auf die ursprünglichen, gestakten Coins. Die korrekte Deklaration dieser Einkünfte ist entscheidend, um rechtliche Probleme zu vermeiden und die Rentabilität von Krypto-Investitionen realistisch einzuschätzen.
Wie funktioniert die Besteuerung von Staking-Rewards?
Die Besteuerung von Staking-Rewards hängt stark vom jeweiligen Land ab. In Deutschland werden Staking-Rewards als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 EStG eingestuft, sofern die einjährige Spekulationsfrist nach Erhalt der Rewards noch nicht abgelaufen ist. Das bedeutet, dass sie mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden müssen. Eine Besonderheit besteht darin, dass sich die Spekulationsfrist für die ursprünglich gestakten Coins auf zehn Jahre verlängert, wenn diese zur Erzielung von Einkünften wie Staking-Rewards genutzt werden. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Krypto-Transaktionen.
In Österreich fallen Staking-Rewards, die aus neu geschaffenen Einheiten stammen, unter die Einkünfte aus Kapitalvermögen und werden mit 27,5% Kapitalertragsteuer belegt. Werden bestehende Einheiten umverteilt, können sie unter Umständen als sonstige Einkünfte gelten. In der Schweiz werden Staking-Rewards als Einkommen besteuert, während die gestakten Coins selbst der Vermögenssteuer unterliegen. Diese unterschiedlichen Regelungen erfordern eine genaue Kenntnis der nationalen Steuergesetze.
Wichtig: Die
Praxisbeispiel: Staking Steuern in Deutschland
Stell dir vor, eine Anlegerin in Deutschland stakt 5 Ethereum (ETH) auf einer Plattform wie Bitvavo. Nach sieben Monaten erhält sie 0,3 ETH als Staking-Rewards. Wenn sie diese 0,3 ETH innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt verkauft, muss sie den Gewinn aus diesem Verkauf mit ihrem individuellen Einkommensteuersatz versteuern. Hierbei ist der Wert der Coins zum Zeitpunkt des Erhalts der Rewards maßgeblich für die Gewinnermittlung.
Angenommen, die Anlegerin hat die ursprünglichen 5 ETH schon länger als ein Jahr besessen, bevor sie diese gestakt hat. Da sie die Coins zum Staking genutzt hat, verlängert sich ihre Spekulationsfrist für diese 5 ETH auf zehn Jahre. Verkauft sie diese 5 ETH dann nach beispielsweise zwei Jahren, fallen auf den Gewinn ebenfalls Steuern an, da die verlängerte Frist noch nicht abgelaufen ist. Dies verdeutlicht die Komplexität und die Notwendigkeit einer langfristigen Planung bei Staking-Aktivitäten.
Gut zu wissen: Staking unterscheidet sich steuerlich von Lending, wo Zinserträge meist als Kapitalerträge behandelt werden, und von Mining, das oft als gewerbliche Einkünfte gilt.
Aktuelle Bedeutung der Staking Steuern in DACH (2026)
Die steuerliche Behandlung von Staking-Rewards bleibt für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) von großer Bedeutung. Die grundlegenden Besteuerungsprinzipien werden voraussichtlich auch im Jahr 2026 beibehalten. Es ist jedoch zu erwarten, dass es zu weiteren Präzisierungen kommen könnte, insbesondere durch neue BMF-Schreiben in Deutschland oder Gerichtsurteile, die die Abgrenzung von Einkunftsarten schärfen.
Anleger sollten sich kontinuierlich über die aktuellen Entwicklungen informieren, da die Krypto-Regulierung noch im Fluss ist. Plattformen wie Bitpanda (10€ Startguthaben hier sichern) bieten oft Support-Artikel zur steuerlichen Behandlung an, die eine erste Orientierung geben können. Ein häufiges Missverständnis ist, dass Staking-Rewards immer steuerfrei sind, wenn man die Coins länger als ein Jahr hält. Dies ist falsch, da die Rewards selbst eine neue Einkunftsquelle darstellen und die Besitzdauer der gestakten Coins die Frist für diese Rewards nicht automatisch aufhebt.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- +Passive Einkommensquelle
- +Unterstützung des Netzwerks
- +Potenziell hohe Renditen
Nachteile
- -Komplexe steuerliche Behandlung
- -Verlängerte Spekulationsfristen
- -Regulatorische Unsicherheit
- -Risiko von Kursschwankungen
Fun Fact
Manche Länder behandeln Staking-Rewards als 'neu geschaffenes Vermögen', andere als 'Zinserträge'.
