Stückzinsen: der faire Zinsanteil beim Anleihehandel
Warum beim Kauf oder Verkauf einer Anleihe die seit dem letzten Zinstermin aufgelaufenen Zinsen verrechnet werden, wie das jeden seinen fairen Anteil bekommen lässt und welche Rolle das bei Krypto spielt
Definition
Stückzinsen sind bereits aufgelaufene Zinsen einer Anleihe, die beim Kauf oder Verkauf zwischen den Zinsterminen anteilig mitgezahlt oder verrechnet werden.
Stückzinsen sind die anteiligen Zinsen, die beim Kauf oder Verkauf einer Anleihe zwischen zwei Zinsterminen anfallen. Da Anleihen ihre Zinsen meist nur einmal jährlich auszahlen, verkauft der Verkäufer einer Anleihe dem Käufer die seit dem letzten Zinstermin aufgelaufenen Zinsen mit. So bekommt jeder genau den Zinsanteil, der seiner Haltedauer entspricht.
Wie Stückzinsen funktionieren
Angenommen, eine Anleihe zahlt einmal im Jahr Zinsen, und du verkaufst sie nach acht Monaten. Dann stehen dir die Zinsen für diese acht Monate zu, obwohl der Zinstermin noch nicht erreicht ist. Der Käufer zahlt dir diese aufgelaufenen Stückzinsen zusätzlich zum Anleihekurs, und kassiert dafür später beim Zinstermin die volle Jahreszahlung. Unterm Strich bekommt jeder seinen fairen Anteil.
Einordnung für Krypto-Anleger
Stückzinsen sind ein klassisches Anleihethema und im reinen Krypto-Bereich kaum relevant, da Kryptowährungen keine festen Zinstermine haben. Wichtig wird das Konzept aber, wenn über die Tokenisierung von Staatsanleihen und anderen Anleihen zinstragende Produkte auf die Blockchain kommen, dort können vergleichbare Mechanismen der Zinsabgrenzung eine Rolle spielen.
Stückzinsen begegnen dir vor allem beim Anleihehandel, gut zu wissen, dass du beim Kauf die aufgelaufenen Zinsen mitbezahlst und beim Verkauf erstattet bekommst. Steuerlich werden Stückzinsen gesondert behandelt, achte bei Anleihegeschäften also auf die korrekte Erfassung. Im reinen Krypto-Portfolio spielt das Thema dagegen kaum eine Rolle. Dies ist keine Anlage- oder Steuerberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Stückzinsen?
Stückzinsen sind die anteiligen Zinsen, die beim Kauf oder Verkauf einer Anleihe zwischen zwei Zinsterminen anfallen. Da Anleihen ihre Zinsen meist nur einmal jährlich zahlen, verkauft der Verkäufer dem Käufer die seit dem letzten Zinstermin aufgelaufenen Zinsen mit, so bekommt jeder seinen fairen Zinsanteil.
Wie funktionieren Stückzinsen beim Verkauf?
Verkaufst du eine Anleihe nach acht Monaten, stehen dir die Zinsen für diese acht Monate zu, obwohl der Zinstermin noch nicht erreicht ist. Der Käufer zahlt dir diese Stückzinsen zusätzlich zum Anleihekurs und kassiert später beim Zinstermin die volle Jahreszahlung. Unterm Strich bekommt jeder seinen Anteil.
Sind Stückzinsen für Krypto relevant?
Im reinen Krypto-Bereich kaum, da Kryptowährungen keine festen Zinstermine haben. Wichtig wird das Konzept aber, wenn über die Tokenisierung von Staatsanleihen zinstragende Produkte auf die Blockchain kommen, dort können vergleichbare Mechanismen der Zinsabgrenzung eine Rolle spielen.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
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