AFX Protocol, eine dezentrale Perpetual-Börse auf Arbitrum, verlor am Mittwoch rund 24,15 Millionen USDC. Die Sicherheitsfirma Blockaid detektierte den Exploit einer spezifischen Bridge des Protokolls um 21:30 Uhr UTC. Die gestohlenen Stablecoins wurden unmittelbar nach dem Angriff transferiert.
Mechanik des Bridge-Angriffs und Kapitalfluss
Die Sicherheitsfirma Blockaid identifizierte die Schwachstelle in einer Bridge, die AFX Trade betreibt. Der Angreifer transferierte die 24,15 Millionen USDC von Arbitrum auf das Ethereum-Netzwerk. Laut On-Chain-Analysen von Lookonchain und PeckShield folgte daraufhin der Kauf von 12.467 ETH.
Der Durchschnittspreis für die ETH-Käufe lag bei 1.937 USD. Dieser Vorgang ermöglichte es dem Hacker, die USDC-Bestände schnell in die native Währung von Ethereum zu konvertieren. Die Geschwindigkeit des Transfers erschwerte erste Rettungsmaßnahmen der betroffenen Plattform.
Offchain Labs stellte klar, dass die Infrastruktur des Layer-2-Netzwerks sicher ist. "Wir können bestätigen, dass die fragliche Transaktion von einem Drittprotokoll ausging und die native Arbitrum-Bridge in keiner Weise gehackt oder ausgenutzt wurde", sagte Stephen Goldfeder, CEO von Offchain Labs.
Der Vorfall betrifft spezifisch die Liquiditätspools der AFX-Bridge, nicht die gesamte Arbitrum-Umgebung. Die Analyse von PeckShield zeigt, dass der Angreifer eine Fehlkonfiguration in den Smart Contracts der Bridge ausnutzte, um USDC-Mittel ohne entsprechende Deckung auf der Gegenseite zu generieren.
Reaktionen und Marktauswirkungen
Blockaid arbeitet aktuell mit dem Team von Arbitrum zusammen, um den Vorfall aufzuklären. Die Koordination umfasst die Analyse der betroffenen Protokoll-Schnittstellen von AFX Trade. Bisher liegen keine Informationen über eine mögliche Rückerstattung der gestohlenen 24,15 Millionen USDC vor.
Der Markt reagierte ruhig auf die Nachricht. Ethereum notiert aktuell bei 1.926,23 USD, was einem minimalen Rückgang von 0,15 Prozent in den letzten 24 Stunden entspricht. Bitcoin liegt laut CoinGecko bei 65.774 USD und verzeichnet ein Minus von 0,75 Prozent.
Die Marktkapitalisierung von Arbitrum blieb trotz des Vorfalls stabil, da die native Bridge als sicher eingestuft wird. Analysten von PeckShield beobachten nun die Wallet-Adressen des Angreifers, um mögliche weitere Transfers auf zentralisierte Börsen zu tracken.
AFX Trade hat bisher keine detaillierte Roadmap zur Kompensation der Nutzer veröffentlicht. Die betroffenen Anleger müssen bis zur finalen Analyse der Smart-Contract-Lücken warten, während die Community auf eine offizielle Stellungnahme zur Liquiditätslage des Protokolls hofft.
Fazit: Risiken von Drittanbieter-Bridges
Der Vorfall verdeutlicht die Gefahr von Drittanbieter-Bridges im Vergleich zu nativen Lösungen. Wer Liquidität in DeFi-Protokollen hält, sollte die Sicherheit der genutzten Bridges prüfen. Die Trennung zwischen der nativen Arbitrum-Infrastruktur und dem AFX-Protokoll verhindert hier einen systemischen Kollaps des Netzwerks für dich.
Quelle: Cointelegraph






