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Markt

US-Banken fordern Stablecoin-Renditeverbot

von Dr. Stephanie Morgenroth
3 Min.
US-Banken fordern Stablecoin-Renditeverbot

Die North Carolina Bankers Association fordert ein striktes Verbot von Renditezahlungen für Stablecoins im kommenden CLARITY Act. Die Banklobby setzt Senator Thom Tillis unter Druck, um einen Abfluss von Einlagen zu verhindern. Bitcoin notiert aktuell bei 75.516 USD mit einem Minus von 0,90 Prozent.

Lobbydruck auf den CLARITY Act

Die North Carolina Bankers Association wies ihre Mitglieder an, Senator Thom Tillis direkt zu kontaktieren. Die Handelsgruppe fordert ein vollständiges Verbot von Renditen für sogenannte Payment Stablecoins. Ein internes Schreiben an Bankmitarbeiter enthält vorgefertigte Skripte für diese Telefonate, um maximalen politischen Druck aufzubauen.

Die Banken lehnen aktuelle Kompromissvorschläge ab. Diese würden zwar passive Renditen verbieten, aber aktivitätsbasierte Belohnungen für Transaktionen erlauben. Die Lobby bezeichnet diese Ausnahmen als unzureichend und fordert eine lückenlose Prohibition, um den Wettbewerb mit digitalen Assets zu begrenzen.

Im aktuellen Marktkontext zeigt sich eine leichte Schwäche der Top-Assets. Ethereum sank um 1,21 Prozent auf 2.328,43 USD. Solana verzeichnete einen Rückgang von 1,23 Prozent auf 85,68 USD. Diese Volatilität steht im Kontrast zur Stabilität von USDT und USDC, die beide bei 1 USD bleiben.

Die Strategie der Bankmitarbeiter ist rein instruktiv. Laut internen Anweisungen sollen die Mitarbeiter keine Fragen beantworten oder Positionen verteidigen. Die Angestellten müssen lediglich die Botschaft der Verbandsführung übermitteln und das Gespräch beenden, was die koordinierte Natur der Lobbykampagne unterstreicht.

Die Banklobby argumentiert, dass Stablecoins mit Renditefunktion eine direkte Konkurrenz zu klassischen Sparkonten darstellen. Wenn Nutzer Zinsen auf digitale Dollar erhalten, sinkt die Attraktivität traditioneller Einlagen. Dies könnte die Liquidität der Geschäftsbanken in North Carolina und darüber hinaus gefährden.

Wirtschaftliche Daten gegen Bankeninteressen

Ein Bericht des White House Council of Economic Advisers widerspricht den Befürchtungen der Banken. Die Daten zeigen, dass eine vollständige Renditezulassung nur 2,1 Milliarden USD an Kreditvergaben verdrängen würde. Das entspricht lediglich 0,02 Prozent der gesamten Kreditvolumina in den USA.

Die politische Dynamik ist komplex. Die Senatoren Tillis und Angela Alsobrooks einigten sich im März auf einen Kompromiss. Dieser unterscheidet zwischen passiven Zinsen und Transaktionsbelohnungen. Die Banklobby behauptet jedoch, dass diese Unterscheidung eine faktische Rendite ermöglicht und die Einlagenflucht beschleunigen würde.

Das Repräsentantenhaus verabschiedete den CLARITY Act bereits im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. Nun steht die Beratung im Senate Banking Committee für Ende April 2026 an. Die Entscheidung über die Rendite-Klauseln wird maßgeblich über die endgültige Ausgestaltung des Gesetzes entscheiden.

„Die Banken fordern eine luftdichte Prohibition"

— ein Mitarbeiter einer kleinen Bank aus Wilmington über die internen Anweisungen

Diese Position kollidiert mit dem Ziel, Stablecoins in das regulierte Finanzsystem zu integrieren. Die kommenden Wochen entscheiden über die finale Gesetzgebung im US-Senat.

Analysten weisen darauf hin, dass die geringe Auswirkung von 0,02 Prozent die Panik der Banklobby relativiert. Die tatsächliche Bedrohung für das Bankensystem liege weniger in den Renditen als vielmehr in der überlegenen Effizienz der Blockchain-Infrastruktur bei grenzüberschreitenden Zahlungen.

Fazit: Regulatorischer Kampf um Liquidität

Für dich bedeutet dieser Streit, dass die Integration von Stablecoins in das US-Bankensystem weiterhin auf massiven Widerstand stößt. Sollte die Lobby der Banken siegen, könnten attraktive Renditen für regulierte Stablecoins in den USA ausbleiben. Das würde die Attraktivität von DeFi-Alternativen gegenüber staatlich lizenzierten Anbietern erhöhen.

Beobachte die Marktdaten im April genau. Sollte der CLARITY Act ohne Rendite-Ausnahmen verabschiedet werden, könnte dies den Druck auf traditionelle Bankeinlagen senken, aber die Adaption von Stablecoins verlangsamen. Die aktuelle Stabilität von USDT und USDC zeigt, dass die Nutzer derzeit primär auf Werterhalt setzen.

Quelle: BeInCrypto EN

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

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