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Was ist Bitcoin ETF?

Bitcoin ETF einfach erklärt

investieren
Aktualisiert: 2026-02-22|6 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Bitcoin ETF einfach erklärt ➜ Investieren Sie in Bitcoin ohne direkten Kauf. Erfahren Sie, wie diese Fonds funktionieren und welche Vorteile sie bieten.

Ein Bitcoin ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Finanzprodukt, das es Anleger ermöglicht, indirekt in Bitcoin zu investieren, ohne die Kryptowährung direkt kaufen und verwahren zu müssen. Dieser börsengehandelte Fonds bildet den Preis von Bitcoin ab und wird wie eine traditionelle Aktie an der Börse gehandelt. Dadurch wird der Zugang zum Kryptomarkt für viele einfacher und regulierter.

Die Einführung von Bitcoin ETFs stellt einen Meilenstein in der Akzeptanz von Kryptowährungen im traditionellen Finanzsystem dar. Sie überbrücken die Lücke zwischen der volatilen, technisch komplexen Welt der digitalen Assets und der regulierten, etablierten Welt der Wertpapierbörsen. Dies eröffnet neuen Investorengruppen den Zugang zu Bitcoin, die bisher vor direkten Investitionen zurückschreckten.

Wie funktioniert ein Bitcoin ETF?

Stell dir vor, du möchtest in Gold investieren, aber keine physischen Barren lagern. Du kaufst stattdessen einen Gold-ETF, der den Goldpreis abbildet. Ähnlich verhält es sich mit einem Bitcoin ETF. Du erwirbst Anteile an einem Fonds, der entweder echten Bitcoin (Spot Bitcoin ETF) oder Bitcoin-Futures-Kontrakte (Futures Bitcoin ETF) hält. Der Wert deiner Anteile steigt oder fällt dann mit dem Bitcoin-Preis. Der Fonds übernimmt die komplexe Verwahrung und Sicherheit der digitalen Assets, wodurch du dich nicht um Wallets oder Private Keys kümmern musst.

Besonders die Spot Bitcoin ETFs, die tatsächlich physische Bitcoins halten, bieten eine sehr direkte Abbildung des Bitcoin-Preises. Futures Bitcoin ETFs hingegen basieren auf Terminkontrakten, was zu zusätzlichen Kosten durch das „Rollen“ der Kontrakte führen kann, da diese Kontrakte regelmäßig erneuert werden müssen. Dies kann zu einer Abweichung von der direkten Bitcoin-Preisperformance führen, dem sogenannten Contango oder Backwardation.

Für Einsteiger ist der indirekte Weg über einen ETF oft attraktiver, da er die technischen Hürden des direkten Kryptokaufs umgeht. Die Anleger müssen sich nicht mit der Auswahl einer Krypto-Börse, der Einrichtung einer digitalen Wallet oder der Sicherung von Private Keys auseinandersetzen. Stattdessen können sie ihre gewohnte Brokerage-Umgebung nutzen, was die Investition vereinfacht und vertrauter macht.

Wichtig: Ein Bitcoin ETF ist keine direkte Investition in Bitcoin. Du besitzt keine echten Bitcoins, sondern Anteile an einem Finanzprodukt, dessen Wert vom Bitcoin-Preis abhängt. Die Kontrolle über die tatsächlichen Coins obliegt dem Fondsbetreiber.

Ein praktisches Beispiel für deine Investition

Nehmen ich an, du möchtest 1.000 Euro in Bitcoin investieren. Statt dich bei einer Kryptobörse anzumelden und dich mit Wallets auseinanderzusetzen, könntest du über dein reguläres Brokerage-Konto bei deiner Hausbank Anteile eines Spot Bitcoin ETFs kaufen. Wenn der Bitcoin-Kurs um 10% steigt, steigt auch der Wert deiner ETF-Anteile – abzüglich der Verwaltungsgebühren des Fonds. Das macht die Investition zugänglicher, da du über eine vertraute Plattform agierst.

In Deutschland und der DACH-Region sind reine Spot Bitcoin ETFs, wie sie in den USA zugelassen wurden, noch selten. Hier sind stattdessen häufiger Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) oder ETNs (Exchange Traded Notes) verfügbar. Diese funktionieren ähnlich, sind aber rechtlich anders strukturiert und werden oft von Emittenten wie 21Shares oder VanEck angeboten. Sie bieten dir ebenfalls eine unkomplizierte Möglichkeit, am Bitcoin-Markt teilzuhaben, ohne selbst Bitcoin zu kaufen.

Ein ETP ist eine Schuldverschreibung, die den Wert eines Basiswerts, in diesem Fall Bitcoin, abbildet. Obwohl sie ein Emittentenrisiko bergen (das Risiko, dass der Emittent zahlungsunfähig wird), sind viele dieser Produkte physisch besichert. Das bedeutet, dass der Emittent die entsprechenden Bitcoins tatsächlich hält, was ein hohes Maß an Sicherheit bietet. Ihre Struktur ist oft als Inhaberschuldverschreibung oder Zertifikat ausgestaltet.

Gut zu wissen: Die ersten Spot Bitcoin ETFs wurden im Januar 2024 in den USA zugelassen und revolutionierten den Zugang für institutionelle Anleger. Dies führte zu signifikanten Kapitalzuflüssen in den Kryptomarkt.

Vorteile von Bitcoin ETFs für Anleger

Bitcoin ETFs bieten mehrere entscheidende Vorteile. Erstens, die Einfachheit des Zugangs: Anleger können über ihre bestehenden Brokerage-Konten investieren, ohne neue Konten bei Krypto-Börsen eröffnen zu müssen. Dies senkt die Eintrittsbarriere erheblich und macht Bitcoin für ein breiteres Publikum zugänglich.

Zweitens, die Regulierung und Sicherheit: ETFs unterliegen in der Regel strengen regulatorischen Auflagen, was ein höheres Maß an Anlegerschutz bietet als der direkte Kauf an unregulierten Krypto-Börsen. Die Fondsmanager sind für die sichere Verwahrung der digitalen Assets verantwortlich, was das Risiko von Hacks oder Verlusten durch eigene Fehler minimiert.

Drittens, die Liquidität: Da ETFs an traditionellen Börsen gehandelt werden, profitieren sie von einer hohen Liquidität. Anleger können ihre Anteile während der regulären Börsenzeiten kaufen und verkaufen, was die Flexibilität erhöht. Dies ist ein Vorteil gegenüber dem direkten Kauf von Bitcoin, der zwar 24/7 gehandelt wird, aber an weniger regulierten Plattformen stattfindet.

Viertens, die Diversifikation und Portfoliointegration: Bitcoin ETFs ermöglichen es institutionellen Anlegern und Finanzberatern, Bitcoin einfacher in diversifizierte Portfolios zu integrieren. Du kannst als Teil einer breiteren Asset-Allokation betrachtet werden, was die Akzeptanz von Bitcoin als legitime Anlageklasse weiter fördert.

Risiken und Nachteile von Bitcoin ETFs

Trotz der Vorteile bergen Bitcoin ETFs auch Risiken und Nachteile. Das offensichtlichste Risiko ist die Volatilität des Bitcoin-Preises selbst. Obwohl der ETF den Zugang vereinfacht, schützt er nicht vor den starken Preisschwankungen, die für Kryptowährungen typisch sind. Ein erheblicher Kursrückgang von Bitcoin führt direkt zu einem Wertverlust des ETF-Anteils.

Ein weiterer Nachteil sind die Verwaltungsgebühren (Expense Ratio) des Fonds. Diese Gebühren werden jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und können die Rendite schmälern. Während diese Gebühren bei traditionellen ETFs relativ niedrig sind, können sie bei Bitcoin ETFs, insbesondere bei physisch besicherten, höher ausfallen, um die Kosten für die sichere Verwahrung und Verwaltung der digitalen Assets zu decken.

Zudem besteht bei Futures-basierten ETFs das Risiko des Contango oder Backwardation, welches die Performance gegenüber dem Spot-Preis negativ beeinflussen kann. Das "Rollen" der Futures-Kontrakte, also der Übergang von einem auslaufenden Kontrakt zu einem neuen, ist mit Kosten verbunden, die die Rendite zusätzlich mindern können. Anleger sollten daher genau prüfen, welche Art von Bitcoin ETF sie wählen.

Schließlich besitzen Anleger bei einem ETF nicht die tatsächlichen Bitcoins. Dies bedeutet, dass sie nicht die volle Kontrolle über die Assets haben und nicht von den einzigartigen Eigenschaften von Bitcoin profitieren können, wie z.B. der Möglichkeit, Transaktionen direkt und ohne Zwischenhändler durchzuführen oder an Staking-Programmen teilzunehmen. Auch die Teilnahme an zukünftigen Airdrops oder Forks ist mit einem ETF nicht möglich.

Bitcoin ETFs und ihre Relevanz im Jahr 2026

Im Jahr 2026 werden Bitcoin ETFs voraussichtlich eine noch wichtigere Rolle im globalen Finanzsystem spielen. Insbesondere die in den USA zugelassenen Spot Bitcoin ETFs werden weiterhin große Kapitalmengen anziehen und die Akzeptanz von Bitcoin als Anlageklasse weiter festigen. Für Anleger bieten sie eine regulierte und bequeme Möglichkeit, dein Portfolio zu diversifizieren.

Auch in der DACH-Region ist mit einer Weiterentwicklung des Marktes zu rechnen. Es ist wahrscheinlich, dass sich das Angebot an Krypto-ETPs und ETNs erweitert und diese Produkte noch stärker in traditionelle Anlageportfolios integriert werden. Die regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich ebenfalls weiterentwickeln, was den Markt noch transparenter und sicherer macht. Die Europäische Union arbeitet beispielsweise an der MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets), die einen harmonisierten Rechtsrahmen für Krypto-Assets schaffen soll, was auch den Markt für Krypto-ETPs beeinflussen wird.

Für Anleger, die den Einstieg in den Kryptomarkt suchen, ohne sich mit den technischen Details des direkten Bitcoin-Kaufs auseinandersetzen zu müssen, werden ETFs und ETPs eine bevorzugte Wahl bleiben. Ich empfehlen, die Angebote von Brokern wie Bitvavo (20 € Neukundenbonus) oder Bitpanda zu prüfen, die oft auch Zugang zu solchen Krypto-Produkten bieten und eine benutzerfreundliche Schnittstelle für den Handel bereitstellen.

Vorteile eines Bitcoin ETF & Nachteile eines Bitcoin ETF

Vorteile eines Bitcoin ETF

  • +Einfacher Zugang zu Bitcoin über traditionelle Brokerage-Konten
  • +Keine Notwendigkeit der Selbstverwahrung (Cold Storage)
  • +Regulierung und Aufsicht durch etablierte Finanzbehörden
  • +Höhere Liquidität im Vergleich zum direkten Kauf bei einigen Börsen

Nachteile eines Bitcoin ETF

  • -Zusätzliche Verwaltungsgebühren des Fonds
  • -Kein direkter Besitz der Bitcoins (Kontrolle liegt beim Fonds)
  • -Handel nur während der regulären Börsenzeiten möglich
  • -Potenzielles Kontrahentenrisiko beim Fondsbetreiber

Fun Fact

Der erste Bitcoin Futures ETF in den USA wurde bereits 2021 genehmigt, der erste Spot ETF jedoch erst 2024!