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Was ist Candlestick?

Candlestick einfach erklärt

trading
Aktualisiert: 2026-02-26|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Ein Candlestick zeigt als Kerze im Chart Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurs eines Zeitraums. Farbe und Länge der Dochte verdeutlichen Kursbewegungen und Marktstimmung.

Candlesticks sind das visuelle Alphabet der Charts. Sie verpacken vier Preisinformationen in eine einzelne Kerzenform und machen Marktbewegungen auf einen Blick erfassbar. Für Einsteigerinnen bieten sie den idealen Einstieg in die technische Analyse, da sie Intuition und Daten verbinden.

Wie funktioniert Candlestick?

Jede Kerze erzählt die Geschichte eines bestimmten Zeitraums – sei es eine Minute oder ein voller Monat. Der rechteckige Körper zeigt den Eröffnungs- und Schlusskurs, während die dünnen Linien darüber und darunter, die Dochte oder Schatten genannt werden, den Höchst- und Tiefstkurs markieren.

Die Farbcodierung ist schnell gelernt: Grün (oder weiß) signalisiert steigende Kurse, wenn der Schluss über dem Eröffnungskurs liegt. Rot (oder schwarz) steht für fallende Kurse. Dieses System entwickelte bereits im 18. Jahrhundert der japanische Reishändler Munehisa Homma, um Reispreise zu analysieren. In den 1990er Jahren brachte der US-Analyst Steve Nison die Methode schließlich in die westliche Finanzwelt.

Übliche Intervalle reichen von einer Minute (1M) über Viertelstunden (15M), Stunden (1H, 4H) bis zu Tagen (1D), Wochen (1W) und Monaten. Je kürzer das Intervall, desto detailreicher wird die Marktpsychologie sichtbar. Daytrader arbeiten oft mit 5-Minuten-Kerzen, während Anleger langfristiger Trends sich Tages- oder Wochencharts ansehen.

Gut zu wissen: In asiatischen Märkten sind die Farben oft umgekehrt codiert – dort bedeutet Rot manchmal steigende und Grün fallende Kurse.

Candlestick-Beispiel: Bitcoin im Detail

Betrachten wir eine konkrete Stundenkerze für Bitcoin. Die Kryptowährung eröffnet bei 44.800 € und schließt bei 45.200 €. Der Körper ist damit 400 € hoch und grün gefärbt, da der Schlusskurs höher liegt als der Eröffnungskurs.

Der obere Docht reicht bis 45.500 € – das war der Höchstpreis in dieser Stunde. Der untere Docht endet bei 44.600 €, dem Tiefstkurs. So erfasst eine einzelne Candle vier entscheidende Preispunkte vollständig: Open, High, Low und Close. Ein simpler Linienchart würde hingegen nur die Schlusskurse verbinden und die Volatilität sowie die Intraday-Bewegungen komplett ausblenden.

Diese informative Darstellung findest du standardmäßig auf allen deutschsprachischen Plattformen. Ob bei unseren gesammelten Bitpanda Erfahrungen oder beim ausführlichen Bitvavo Erfahrungen & Test – die Kerzencharts sind das unverzichtbare Basiswerkzeug für die technische Analyse in DACH-Trading-Communities.

Warum Candlesticks 2026 weiterhin essenziell sind

Trotz des Booms von algorithmischem Handel und KI-gestützten Analysetools bleibt die visuelle Interpretation von Kerzenmustern zentral für manuelle Entscheidungen. Interaktive Darstellungen mit Echtzeit-Updates und integrierter Mustererkennung sind inzwischen universeller Standard auf deutschen Plattformen wie BISON, Trade Republic oder Bitvavo (10€ Neukundenbonus).

Doch Vorsicht vor falschen Annahmen: Einzelne Candlestick-Formationen garantieren keine zuverlässigen Trendumkehr. Auch signalisieren lange Dochte nicht automatisch eine Ablehnung des Preisniveaus durch den Markt. Die wahre Kunst liegt stets im Kontext – im Zusammenspiel mehrerer Kerzen, des Handelsvolumens und zusätzlicher technischer Indikatoren.

Wichtig: Candlesticks visualisieren vergangene Preisbewegungen, aber keine zukünftigen Kursziele. Sie dienen der Marktanalyse, stellen jedoch keine Anlageempfehlung dar. Investiere ausschließlich Gelder, deren Verlust du emotional und finanziell verkraften kannst.

Die Kombination aus historischem Kontext und moderner Technik macht das japanische Kerzensystem auch 2026 zum schnellsten Weg, um Marktstimmung, Volatilität und potentielle Wendepunkte simultan zu erfassen – selbst für Einsteigerinnen ohne Jahre lange Börsenerfahrung.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Vier Preispunkte (Open, High, Low, Close) auf einen Blick erfassbar
  • +Intuitive Farbcodierung zeigt Marktstimmung sofort
  • +Historisch seit dem 18. Jahrhundert bewährt und universell genutzt

Nachteile

  • -Erfordert Übung zur korrekten Interpretation von Mustern
  • -Einzelne Kerzen ohne Kontext können zu Fehlentscheidungen führen

Fun Fact

Das System stammt aus dem 18. Jahrhundert – Munehisa Homma erfand es für den Reishandel in Osaka, nicht für Aktienmärkte.