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GPU-Mining: Grafikkarten, ASIC-Vergleich, Merge

Wie GPU-Mining funktioniert, wie es sich von ASICs unterscheidet und warum der Ethereum-Merge die Branche umkrempelte

TechnologieFortgeschritten3 Min. Lesezeit

Definition

GPU-Mining bezeichnet das Schürfen von Kryptowährungen mit Grafikkarten statt mit spezialisierten ASIC-Geräten. Die GPUs lösen die Aufgaben des Proof-of-Work-Verfahrens. Lange war Ethereum die wichtigste GPU-Münze, bis der Wechsel zu Proof of Stake 2022 die Rentabilität einbrechen ließ.

GPU-Mining bezeichnet das Schürfen von Kryptowährungen mit Grafikkarten (GPUs) statt mit spezialisierten ASIC-Geräten. Grafikkarten von Nvidia oder AMD lösen dabei die kryptografischen Aufgaben des Proof-of-Work-Verfahrens. Jahrelang war Ethereum die mit Abstand wichtigste GPU-Münze, bis der Wechsel zu Proof of Stake 2022 die Branche umkrempelte.

GPU vs. ASIC: der Unterschied

MerkmalGPUASIC
Flexibilitätviele Algorithmenauf einen Algorithmus fixiert
Effizienzgeringersehr hoch (für sein Ziel)
AnschaffungGrafikkarten, vielseitig nutzbarteure Spezialhardware
Typische CoinsETC, Ravencoin, ErgoBitcoin (SHA-256)

ASICs sind für genau einen Algorithmus optimiert und dort unschlagbar effizient, etwa beim Bitcoin-Mining. GPUs sind flexibler und können zwischen Coins wechseln. Manche Projekte setzen bewusst auf speicherintensive (memory-hard) Algorithmen, um ASICs fernzuhalten und GPU-Mining für normale Nutzer offen zu halten.

Welche Coins per GPU geschürft werden

Nach dem Ende des Ethereum-GPU-Minings suchten Miner Alternativen. Heute werden vor allem Ethereum Classic (ETC), Ravencoin (RVN), Ergo und Flux per GPU geschürft. Die Erträge sind aber deutlich niedriger als zu Ethereum-Zeiten, weil viele Grafikkarten auf wenige verbliebene Coins drängen und deren Schwierigkeit dadurch steigt.

Der Ethereum-Merge und seine Folgen

Im September 2022 stellte Ethereum mit dem „Merge“ von Proof of Work auf Proof of Stake um. Damit fiel über Nacht die mit Abstand profitabelste GPU-Münze weg. Die Folge: Ein Überangebot an gebrauchten Grafikkarten drückte die Preise, und die Rentabilität des GPU-Minings brach ein. Viele Hobby-Miner stiegen aus.

Rentabilität und Stromkosten

Ob sich GPU-Mining lohnt, hängt vor allem vom Strompreis ab. In Deutschland mit seinen hohen Energiekosten ist es für die meisten Coins kaum noch wirtschaftlich. Hinzu kommen Anschaffung, Verschleiß und Wärme. Wichtig: Mining gilt steuerlich in der Regel als Gewerbe, mit allen Pflichten und Möglichkeiten zum Absetzen von Betriebsausgaben.

Steffis Tipp

GPU-Mining ist seit dem Ethereum-Merge für Privatleute selten noch profitabel, gerade bei deutschen Strompreisen. Rechne vor dem Einstieg ehrlich durch: Stromkosten, Hardware-Verschleiß und die steuerliche Einstufung als Gewerbe. Oft ist es günstiger, die gewünschte Kryptowährung einfach zu kaufen, als sie mit Verlust zu schürfen.

Häufige Fragen zu GPU (Mining)

Was ist GPU-Mining?

GPU-Mining ist das Schürfen von Kryptowährungen mit Grafikkarten statt mit spezialisierten ASIC-Geräten. Die GPUs lösen die kryptografischen Aufgaben des Proof-of-Work-Verfahrens. GPUs sind flexibler als ASICs und können zwischen verschiedenen Coins wechseln, sind aber weniger effizient als die auf einen Algorithmus optimierte Spezialhardware.

Lohnt sich GPU-Mining noch?

Für Privatleute in Deutschland meist nicht. Seit dem Ethereum-Merge 2022 fiel die profitabelste GPU-Münze weg, und bei hohen Strompreisen sind die verbliebenen Coins selten wirtschaftlich. Entscheidend sind Stromkosten, Hardware-Verschleiß und die steuerliche Einstufung als Gewerbe. Oft ist der direkte Kauf der Kryptowährung günstiger.

Welche Coins kann man per GPU schürfen?

Nach dem Ende des Ethereum-GPU-Minings sind es vor allem Ethereum Classic (ETC), Ravencoin (RVN), Ergo und Flux. Bitcoin lässt sich dagegen nicht sinnvoll per GPU schürfen, dort dominieren ASICs. Die Erträge der GPU-Coins sind seit dem Merge deutlich gesunken, weil viele Grafikkarten um wenige Coins konkurrieren.

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