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Option: das Recht zu kaufen oder zu verkaufen

Wie das Recht zum Kauf oder Verkauf zum festgelegten Strike-Preis funktioniert, wie sich Call und Put unterscheiden und warum Optionen nichts für Einsteiger sind

GrundlagenEinsteiger3 Min. Lesezeit

Definition

Eine Option ist ein Finanzderivat, das dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht gibt, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Im Krypto-Bereich werden Bitcoin-Optionen an Börsen wie Deribit gehandelt.

Eine Option ist ein Finanzderivat, das dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht gibt, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis (dem „Strike“) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen gibt es auch auf Kryptowährungen. Sie sind komplexe Instrumente, mit denen Profis auf Kursbewegungen setzen oder sich absichern.

Calls und Puts

TypRechtErwartung
Call-Optionkaufen zum Strikesteigender Kurs
Put-Optionverkaufen zum Strikefallender Kurs

Für dieses Recht zahlt der Käufer eine Prämie. Liegt der Kurs am Ende günstig, übt er die Option aus und macht Gewinn, andernfalls lässt er sie verfallen und verliert „nur“ die Prämie. Der maximale Verlust des Käufers ist also auf die Prämie begrenzt.

Warum Optionen riskant sind

Trotz des begrenzten Verlusts für Käufer sind Optionen hochkomplex: Ihr Wert hängt von vielen Faktoren ab (Kurs, Zeit, Volatilität), und sie können wertlos verfallen. Wer Optionen verkauft („schreibt“), trägt sogar potenziell unbegrenzte Risiken. Optionen wirken zudem wie ein Hebel, kleine Kursbewegungen führen zu großen prozentualen Schwankungen.

Steffis Tipp

Optionen sind nichts für Einsteiger. Sie erfordern tiefes Verständnis von Preisbildung, Zeitwert und Volatilität, viele Anfänger verlieren hier schnell Geld, weil sie die Komplexität unterschätzen. Für den langfristigen Vermögensaufbau brauchst du keine Optionen. Wenn überhaupt, beschäftige dich erst gründlich mit der Theorie, bevor du echtes Geld einsetzt. Keine Anlageberatung.

Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Du kaufst einen Call auf Bitcoin mit einem Strike von 50.000 Euro und zahlst dafür 2.000 Euro Prämie. Steigt der Kurs bis zum Verfall auf 60.000 Euro, ist die Option 10.000 Euro wert, nach Abzug der Prämie bleiben 8.000 Euro Gewinn. Bleibt der Kurs dagegen unter 50.000 Euro, verfällt sie wertlos und die 2.000 Euro Prämie sind vollständig verloren. Das ist der entscheidende Unterschied zum Direktkauf: Beim Call ist der Verlust auf die Prämie begrenzt, dafür kann er hundert Prozent betragen, während dieselben 2.000 Euro in Bitcoin auch bei einem Kursrückgang noch einen Wert behalten.

Häufige Fragen zur Option

Was ist eine Option?

Eine Option ist ein Finanzderivat, das dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht gibt, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis (Strike) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt sie auch auf Kryptowährungen. Für dieses Recht zahlt der Käufer eine Prämie.

Was ist der Unterschied zwischen Call und Put?

Eine Call-Option gibt das Recht, zum Strike-Preis zu kaufen, und setzt auf steigende Kurse. Eine Put-Option gibt das Recht, zum Strike-Preis zu verkaufen, und setzt auf fallende Kurse. In beiden Fällen zahlt der Käufer eine Prämie und kann die Option verfallen lassen, wenn sie sich nicht lohnt.

Sind Optionen für Einsteiger geeignet?

Nein. Optionen sind hochkomplex: Ihr Wert hängt von Kurs, Zeit und Volatilität ab, und sie können wertlos verfallen. Wer Optionen verkauft, trägt sogar potenziell unbegrenzte Risiken. Für den langfristigen Vermögensaufbau braucht man keine Optionen, und viele Anfänger verlieren hier Geld, weil sie die Komplexität unterschätzen.

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