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IDO: Initial DEX Offering, Launchpads, Risiken

Wie ein IDO über eine dezentrale Börse mit sofortiger Liquidität funktioniert, wie es sich von ICO und IEO unterscheidet und warum es riskant ist

InvestierenFortgeschritten3 Min. Lesezeit

Definition

Ein IDO, also Initial DEX Offering, ist ein früher Token-Launch über eine dezentrale Börse oder ein damit verbundenes Launchpad.

Ein IDO (Initial DEX Offering) ist eine Form des Token-Verkaufs, bei dem ein neues Projekt seine Token direkt über eine dezentrale Börse (DEX) ausgibt. Anders als beim ICO entsteht dabei sofort ein Liquidity Pool, sodass der Token unmittelbar handelbar ist. IDOs sind die dezentrale Antwort auf die zentral organisierten Token-Verkäufe der ICO-Ära.

IDO vs. ICO vs. IEO

ModellWer organisiertBesonderheit
ICOdas Projekt selbstzentral, oft ohne Prüfung
IEOeine zentrale BörseBörse prüft das Projekt vorab
IDOeine dezentrale Börse / Launchpadsofortige Liquidität und Handelbarkeit

Beim IEO übernimmt eine Börse die Vorauswahl, beim IDO läuft alles dezentral über ein Launchpad. Der große Vorteil eines IDO: Der Token kann unmittelbar nach dem Verkauf gehandelt werden, weil direkt ein Liquidity Pool bereitsteht.

Wie ein IDO abläuft

Projekte nutzen meist ein Launchpad als Plattform. Dort können Nutzer früh Token erwerben, oft gestaffelt oder per Verlosung, um Chancengleichheit zu schaffen. Nach dem Verkauf fließt ein Teil des eingesammelten Kapitals in den Liquidity Pool der DEX, wodurch sofort ein Markt entsteht. Die niedrige Einstiegshürde macht IDOs für kleine Projekte und Privatanleger gleichermaßen attraktiv.

Als erstes IDO überhaupt gilt Raven Protocol, das im Juni 2019 über die Binance DEX startete und das Modell bekannt machte. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Presale zeigt sich am Ablauf: Beim IDO fließt ein Teil des eingesammelten Kapitals sofort in den Liquidity Pool, der Token ist ab der ersten Minute handelbar, und der Markt bildet den Preis selbst. Das nimmt dem Projekt die Möglichkeit, den Kurs monatelang hinter Sperrfristen zu verstecken, macht die erste Handelsstunde aber auch zur volatilsten Phase überhaupt.

Risiken bei IDOs

Genau die Offenheit ist auch das Risiko: Weil niemand das Projekt zentral prüft, sind IDOs ein beliebtes Werkzeug für Rug Pulls und Scams. Anonyme Teams, fehlende Audits und übertriebene Versprechen sind Warnzeichen. Zudem sind frühe Kurse extrem volatil, der anfängliche Hype verfliegt oft schnell.

Steffis Tipp

IDOs klingen nach der Chance, ganz früh dabei zu sein, sind aber eine der riskantesten Anlageformen überhaupt. Ohne zentrale Prüfung trägst du das volle Risiko. Investiere höchstens kleine Beträge, die du komplett verlieren kannst, prüfe Team, Audit und Tokenomics und lass dich nicht vom Launchpad-Hype treiben.

Häufige Fragen zum IDO

Was ist ein IDO?

Ein IDO (Initial DEX Offering) ist ein Token-Verkauf direkt über eine dezentrale Börse. Dabei entsteht sofort ein Liquidity Pool, sodass der Token unmittelbar handelbar ist. Es ist die dezentrale Variante des ICO, meist über ein Launchpad organisiert.

Was ist der Unterschied zwischen IDO, ICO und IEO?

Beim ICO organisiert das Projekt den Verkauf selbst, meist ohne Prüfung. Beim IEO übernimmt eine zentrale Börse die Vorauswahl. Beim IDO läuft alles dezentral über eine DEX oder ein Launchpad, mit dem Vorteil sofortiger Liquidität und Handelbarkeit des Tokens.

Sind IDOs riskant?

Ja, sehr. Weil kein zentraler Akteur die Projekte prüft, sind IDOs ein häufiges Werkzeug für Rug Pulls und Scams. Anonyme Teams, fehlende Audits und übertriebene Versprechen sind Warnzeichen. Frühe Kurse sind extrem volatil. Investiere nur kleine Beträge, deren Verlust du verkraften kannst.

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