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Was ist Lockup?

Lockup einfach erklärt

InvestierenFortgeschritten2 Min. Lesezeit

Definition

Ein Lockup ist ein festgelegter Zeitraum, in dem Token oder Coins nicht verkauft oder übertragen werden duerfen.

Investieren ohne Lockup zu verstehen ist wie Autofahren ohne Spiegel: Es geht, aber Du übersiehst wichtige Dinge. Lass uns das ändern.

Lockup: Einordnung für Krypto-Anleger

Bei einem Token-Launch erhalten Insider oft grosse Mengen an Token zu sehr niedrigen Preisen. Ohne Lockup koennten sie diese sofort auf dem Markt verkaufen und den Kurs zum Einsturz bringen. Ein Lockup-Vertrag, meist als Smart Contract umgesetzt, verhindert das. Die Token sind für einen festgelegten Zeitraum gesperrt, typischerweise 6 bis 24 Monate nach dem Launch.

Lockup vs. Vesting

Ein Lockup ist oft der erste Teil eines Vesting-Plans. Zuerst kommt die Cliff-Phase, in der gar keine Token freigegeben werden. Danach folgt die Vesting-Phase, in der Token schrittweise freigeschaltet werden, zum Beispiel monatlich über zwei Jahre. Der Lockup ist die harte Sperre am Anfang, das Vesting die schrittweise Freigabe danach.

Praxisbeispiel: Wie Lockup funktioniert

Ein Projekt verteilt 20 Prozent seiner Token an fruehe Investoren mit einem 12-Monats-Lockup und anschliessendem 24-Monats-Vesting. In den ersten 12 Monaten können diese Investoren keinen einzigen Token verkaufen. Ab Monat 13 werden monatlich gleich grosse Anteile freigegeben. Für Dich als Anleger bedeutet das: In den ersten 12 Monaten ist die Circulating Supply stabil. Danach steigt sie schrittweise, was den Kurs beeinflussen kann.

Lockup-Termine im Blick behalten

Erfahrene Anleger achten auf bevorstehende Lockup-Enden, weil sie oft Kursbewegungen ausloesen. Plattformen wie Token Unlocks zeigen, wann welche Projekte grosse Token-Freigaben haben. Nicht jeder Unlock fuehrt automatisch zum Kursverfall, aber wenn ein grosser Anteil der FDV noch gesperrt ist, steigt das Risiko.

Haeufig gestellte Fragen zu Lockup

Wie lange dauert ein typischer Lockup?

Die meisten Lockups dauern 6 bis 24 Monate. Bei grossen Projekten wie Solana oder Aptos lagen die Lockup-Zeiten für Investoren bei 12 bis 18 Monaten mit anschliessendem Vesting.

Kann ich pruefen, wann ein Lockup endet?

Ja, auf Plattformen wie Token Unlocks oder im Whitepaper des Projekts findest Du die genauen Lockup-Zeitplaene. Auch CoinGecko zeigt bei vielen Projekten den Vesting-Schedule.

Was passiert, wenn ein Lockup endet?

Die gesperrten Token werden handelbar. Ob der Kurs faellt, haengt davon ab, wie viele Inhaber tatsaechlich verkaufen. Nicht jeder Unlock fuehrt zum Crash, aber die Unsicherheit fuehrt oft zu erhoehter Volatilitaet.

Vorteile von Lockups & Risiken bei Lockups

Vorteile von Lockups

  • +Schuetzen vor Dumping durch Insider direkt nach dem Launch
  • +Signalisieren langfristiges Vertrauen des Teams
  • +Stabilisieren den Kurs in der fruehen Projektphase
  • +Geben der Community Zeit, organisch zu wachsen

Risiken bei Lockups

  • -Nach Ablauf kann massiver Verkaufsdruck entstehen
  • -Investoren koennen waehrend der Sperrfrist nicht reagieren
  • -Lockup-Ende wird oft als Kurs-Event gehandelt
  • -Nicht alle Projekte halten sich an die eigenen Lockup-Regeln

Fun Fact

Nach grossen Token-Unlocks fallen die Kurse im Durchschnitt um 5 bis 15 Prozent, weil viele fruehe Investoren sofort Gewinne mitnehmen.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 100.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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