Passivgeschäft: das Einlagengeschäft der Banken
Wie das Einlagengeschäft einer Bank funktioniert, wie es sich vom Aktivgeschäft unterscheidet und was DeFi-Lending mit diesem klassischen Bankprinzip zu tun hat
Definition
Das Passivgeschäft ist der Bankbereich, in dem Kundeneinlagen entgegengenommen werden, die als Fremdkapital in der Bilanz erscheinen. Sparkonten, Festgelder und Tagesgelder sind typische Produkte des Passivgeschäfts.
Das Passivgeschäft ist ein Begriff aus dem Bankwesen und bezeichnet das Einlagengeschäft: Eine Bank nimmt Geld von Kunden entgegen (etwa auf Spar- oder Girokonten) und „leiht“ sich dieses Kapital damit von ihnen. Es heißt „passiv“, weil diese Einlagen auf der Passivseite der Bankbilanz stehen, sie sind Verbindlichkeiten der Bank gegenüber den Kunden.
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Passiv- vs. Aktivgeschäft
| Geschäft | Bedeutung |
|---|---|
| Passivgeschäft | Bank nimmt Einlagen herein (Verbindlichkeiten) |
| Aktivgeschäft | Bank vergibt Kredite (Forderungen) |
Die Bank verdient an der Differenz: Sie zahlt auf Einlagen wenig Zinsen (Passivgeschäft) und verlangt für Kredite mehr (Aktivgeschäft). Diese „Zinsmarge“ ist ein klassisches Geschäftsmodell der Banken, das durch Krypto und DeFi grundsätzlich herausgefordert wird.
Was das mit Krypto zu tun hat
Im DeFi-Bereich übernehmen Lending-Protokolle Funktionen, die früher allein Banken vorbehalten waren: Sie bringen Einleger (die Zinsen verdienen wollen) und Kreditnehmer direkt zusammen, oft ohne die Bank als Mittelsmann. Das Verständnis von Passiv- und Aktivgeschäft hilft, einzuordnen, welchen Teil des klassischen Bankwesens DeFi nachzubilden, und teils zu ersetzen versucht.
Der Begriff Passivgeschäft hilft dir, ein wichtiges Prinzip zu verstehen: Eine Bank arbeitet mit dem Geld ihrer Kunden, deine Einlage ist eine Forderung gegen die Bank. Genau dieses Vertrauen in einen Mittelsmann wollen DeFi-Anwendungen reduzieren. Wer das Bankprinzip versteht, erkennt leichter, was Krypto anders, aber nicht automatisch sicherer macht. Keine Anlageberatung.
Häufige Fragen zum Passivgeschäft
Was ist das Passivgeschäft?
Das Passivgeschäft ist das Einlagengeschäft einer Bank: Sie nimmt Geld von Kunden entgegen, etwa auf Spar- oder Girokonten, und leiht sich dieses Kapital damit von ihnen. Es heißt „passiv“, weil die Einlagen auf der Passivseite der Bankbilanz stehen, sie sind Verbindlichkeiten der Bank gegenüber den Kunden.
Was ist der Unterschied zwischen Passiv- und Aktivgeschäft?
Im Passivgeschäft nimmt die Bank Einlagen herein (Verbindlichkeiten), im Aktivgeschäft vergibt sie Kredite (Forderungen). Die Bank verdient an der Zinsmarge: Sie zahlt auf Einlagen wenig und verlangt für Kredite mehr. Beide Seiten zusammen bilden das klassische Bankgeschäft.
Was hat das Passivgeschäft mit Krypto zu tun?
DeFi-Lending-Protokolle übernehmen Funktionen, die früher Banken vorbehalten waren: Sie bringen Einleger und Kreditnehmer direkt zusammen, oft ohne Bank als Mittelsmann. Das Verständnis von Passiv- und Aktivgeschäft hilft einzuordnen, welchen Teil des Bankwesens DeFi nachbildet und teils zu ersetzen versucht.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
Steffi ist promovierte Medizinerin (Dr. med.) und seit 2021 selbst in Bitcoin, XRP und Ethereum investiert. Mit MissCrypto erreicht sie über 110.000 Menschen, gewann 2025 den BTC-ECHO Award als „Best Educator of Crypto“ und wurde 2026 in die Top 100 Krypto-Journalisten Europas aufgenommen. Ihr Buch „Der Krypto Kompass“ erschien 2025.
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