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Was ist Restaking?

Restaking einfach erklärt

defi
Aktualisiert: 2026-02-25|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Wiederholt eingesetzte Krypto-Assets zur Erhöhung der Rendite durch Mehrfachnutzung als Sicherheit.

Restaking hat sich 2026 als zentrale Innovation im dezentralen Finanzwesen etabliert. Wer bereits Ethereum stakt, kann dieselben Assets nun zusätzlich nutzen, um externe Protokolle zu sichern – und dafür Extra-Rendite kassieren. Doch dahinter steckt mehr als nur passives Zusatzeinkommen, denn die Technologie verändert grundlegend, wie Blockchain-Sicherheit funktioniert.

Wie funktioniert Restaking?

Technisch betrachtet handelt es sich um eine Art „Wiederverpfändung“ bereits eingesetzter Kryptowährungen. Der Marktführer ist EigenLayer, dessen Total Value Locked (TVL) 2024 die Marke von 15 Milliarden USD überschritten hat. Das Protokoll ermöglicht es, Liquid Staking Tokens (LST) – also Token, die man für gestakte ETH erhält, etwa stETH von Lido – erneut in Smart Contracts zu hinterlegen.

Diese Assets sichern dann sogenannte Actively Validated Services (AVS). Dabei handelt es sich um externe Dienste wie Oracles, Bridges oder Layer-2-Sequenzer, die zusätzliche kryptoeconomische Sicherheit benötigen. Der Clou: Die ursprünglichen Staking-Rewards aus der Ethereum-Blockchain laufen weiter, während neue Rewards aus den externen Protokollen hinzukommen.

Wichtig: Restaking ist kein risikoloses Zusatzeinkommen wie Tagesgeld. Bei technischen Fehlern oder Angriffen auf die externen Protokolle droht der Verlust der ursprünglichen Staking-Rewards. Das Slashing-Risiko verdoppelt sich praktisch.

Validatoren tragen jedoch ein doppeltes Slashing-Risiko. Bei Regelverstößen oder technischen Ausfällen droht nicht nur der Verlust der Restaking-Position, sondern auch der ursprünglichen gestakten ETH. Diese Mechanik unterscheidet Restaking fundamental von einfachen Sparprodukten.

Praxisbeispiel: So sieht Restaking konkret aus

Stell dir vor, du kaufst 5 ETH über Bitvavo (Neukundenbonus) und stakst sie über Lido. Dafür erhältst du 5 stETH, die dein Besitzrecht am gestakten Ethereum repräsentieren. Diese Token kannst du bei einem Liquid Restaking Protocol wie ether.fi oder Renzo erneut hinterlegen.

Das Protokoll nutzt deine Assets, um beispielsweise ein Oracle-Netzwerk zu sichern, das Preisdaten für DeFi-Anwendungen bereitstellt. Jährlich generierst du so zusätzliche 3–5 % Rendite auf die bereits gestakten Assets. Bei einem ETH-Preis von 3.500 Euro entspricht das bis zu 875 Euro Extra-Einkommen pro Jahr – zusätzlich zu den etwa 3–4 % aus dem normalen Staking.

Gut zu wissen: Im TradFi funktioniert Restaking ähnlich wie die Wiederverpfändung von Wertpapieren. Banken nutzen bereits hinterlegte Sicherheiten erneut als Kollateral für neue Geschäfte – mit ähnlichen Risikopotenzialen.

Wir haben verschiedene Liquid Restaking Token in unserem Test verglichen: Die Unterschiede in den Gebührenstrukturen und Sicherheitsmechanismen sind erheblich. Einige Plattformen belohnen dich zusätzlich mit Governance-Token, andere setzen auf maximale ETH-Akkumulation durch automatisches Compounding.

Relevanz 2026: Was ändert sich für Anlegerinnen?

Anfang 2026 hat sich Restaking vom Nischenexperiment zur Standard-Infrastruktur entwickelt. Über 100 Actively Validated Services laufen mittlerweile im Ethereum-Mainnet und sichern dezentrale Anwendungen jenseits der Basisschicht. Die Technologie etabliert sich damit als fundamentales Sicherheits-Layer für das gesamte Web3-Ökosystem.

Für Nutzerinnen in Deutschland bleibt die steuerliche Behandlung entscheidend: Restaking-Rewards unterliegen nach § 23 EStG der privaten Veräußerungsgeschäfte, wobei die Freigrenze von 256 Euro pro Jahr gilt. In der Schweiz und Österreich qualifizieren sich die Erträge typischerweise als Vermögenseinkünfte – hier solltest du die lokale Steuerpraxis unbedingt separat prüfen.

Die EU-Verordnung MiCA hat Restaking-Dienste mittlerweile weitgehend als Krypto-Asset-Dienstleister eingeordnet. Das schafft zwar Rechtssicherheit, bedeutet aber auch strengere Compliance-Anforderungen für Anbieter. Wer über Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen nachdenkt, findet dort mittlerweile auch zugängliche Restaking-Optionen im Angebot.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Zusätzliche Renditequelle ohne neue Kapitalbindung (ca. 3–5 % p.a.)
  • +Effiziente Nutzung bereits gestakter Assets durch Wiederverwendung
  • +Liquidität bleibt erhalten bei Liquid Restaking Token (LRT)
  • +Direkter Zugang zu neuen DeFi-Protokollen und Governance-Rechten

Nachteile

  • -Verdoppeltes Slashing-Risiko bei technischen Fehlern oder Angriffen
  • -Komplexe steuerliche Behandlung in Deutschland (§ 23 EStG, 256 € Freigrenze)
  • -Abhängigkeit von Smart Contracts externer Protokolle (AVS)

Fun Fact

EigenLayer allein sichert 2026 über 100 externe Protokolle im Mainnet – mehr Dienste, als manche traditionelle Börsen an Handelsplätzen betreibt.