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Steuerfreibetrag bei Krypto: die 1.000-Euro-Freigrenze

Warum es bei Krypto eine Freigrenze von 1.000 Euro ist und kein Freibetrag, was dieser Unterschied für deine Steuer bedeutet und wann die Grenze überhaupt relevant ist

Steuern & RechtEinsteiger3 Min. Lesezeit

Definition

Steuerfreibetrag Krypto ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die Frage, ab wann Kryptogewinne in Deutschland steuerlich relevant werden und welche Freigrenzen oder anderen Regeln dabei gelten.

Der Begriff Steuerfreibetrag bei Krypto bezieht sich meist auf die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte. Wichtig: Genau genommen handelt es sich nicht um einen Freibetrag, sondern um eine Freigrenze, und der Unterschied ist entscheidend. Seit 2024 liegt diese Freigrenze bei 1.000 Euro pro Jahr (vorher 600 Euro). Sie betrifft Gewinne aus dem Verkauf von Krypto innerhalb der einjährigen Haltefrist.

Freigrenze vs. Freibetrag, der wichtige Unterschied

MerkmalFreigrenze (Krypto)Freibetrag
Bei Überschreitenalles steuerpflichtignur der Teil darüber
Beispiel 1.100 €volle 1.100 € steuerpflichtignur 100 € steuerpflichtig

Bleibt dein Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Jahr unter 1.000 Euro, ist er steuerfrei. Überschreitest du die Grenze auch nur um einen Euro, wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil über 1.000 Euro.

Was die Freigrenze nicht ist

Die 1.000-Euro-Freigrenze gilt nur für Gewinne innerhalb der Spekulationsfrist. Wer Coins länger als ein Jahr hält, zahlt auf den Gewinn ohnehin keine Steuer, unabhängig von der Höhe. Die Freigrenze ist also vor allem für kurzfristige Trades relevant. Sie gilt zudem für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen, nicht nur für Krypto.

Steffis Tipp

Verwechsle Freigrenze nicht mit Freibetrag, bei Krypto ist es eine Freigrenze: Ein Euro zu viel und der ganze Gewinn wird steuerpflichtig. Plane Verkäufe innerhalb der Haltefrist mit Blick auf diese Grenze. Am elegantesten ist ohnehin die Haltefrist: Wer länger als ein Jahr hält, ist die Freigrenze-Frage komplett los. Dies ist keine Steuerberatung.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Steuerfreibetrag bei Krypto?

Seit 2024 liegt die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte bei 1.000 Euro pro Jahr (vorher 600 Euro). Bleibt dein Gesamtgewinn aus Krypto-Verkäufen innerhalb der Haltefrist im Jahr unter dieser Grenze, ist er steuerfrei. Wichtig: Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag.

Was ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag?

Bei einer Freigrenze wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig, sobald du sie überschreitest, auch nur um einen Euro. Bei einem Freibetrag wäre nur der Teil über der Grenze steuerpflichtig. Bei Krypto gilt die Freigrenze: 1.100 Euro Gewinn bedeuten, dass die vollen 1.100 Euro steuerpflichtig sind.

Gilt die Freigrenze auch nach einem Jahr Haltedauer?

Die Freigrenze ist dann irrelevant: Wer Coins länger als ein Jahr hält, zahlt auf den Gewinn ohnehin keine Steuer, unabhängig von der Höhe. Die 1.000-Euro-Freigrenze betrifft nur Gewinne innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist und gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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