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Was ist Take-Profit?

Take-Profit einfach erklärt

trading
Aktualisiert: 2026-02-25|3 Min. Lesezeit|Fortgeschritten

Definition

Automatischer Verkaufsauftrag, der bei Erreichen eines Gewinnziels ausgeführt wird.

Ein Take-Profit ist dein automatischer Sicherheitsmechanismus für Gewinne. Diese Order verkauft deine Kryptowährung, sobald ein vorher festgelegter Kurs erreicht wird – ganz ohne, dass du nachts vor dem Bildschirm sitzen musst. Besonders für Einsteigerinnen bietet diese Funktion Schutz vor emotionalen Schnellentscheidungen und der Gier, die oft zu verspäteten Verkäufen führt.

Wie funktioniert Take-Profit?

Du setzt beim Kauf oder im Nachhinein einen Zielpreis. Erreicht der Markt diesen Wert, löst die Börse automatisch eine Verkaufsorder aus. Technisch handelt es sich um eine Limit-Order, die nur zu diesem oder einem besseren Preis ausgeführt wird.

Im Orderbuch deiner Börse wird diese Order als offene Limit-Order geführt. Sobald der letzte Traded-Price dein Limit erreicht oder übertrifft, wandelt das System deine Order in eine Market-Order um oder führt sie direkt gegen vorhandene Kauforder aus. Bei starken Kursbewegungen oder illiquiden Märkten kann der tatsächliche Verkaufspreis vom gesetzten Ziel abweichen. Das nennt man Slippage.

Bei Bitvavo oder Bitpanda kannst du diese Orders direkt im Interface setzen – wir haben beide Plattformen getestet und die Funktionen als besonders nutzerfreundlich für Anfänger empfunden. Fortgeschrittene Nutzer konfigurieren OCO-Orders (One-Cancels-Other), bei denen gleichzeitig ein Stop-Loss und ein Take-Profit hinterlegt werden.

Take-Profit in der Praxis

Stell dir vor, du kaufst 0,5 Bitcoin zu einem Kurs von 60.000 Euro. Dein Ziel: 4.500 Euro Gewinn mitnehmen. Du setzt den Take-Profit bei 69.000 Euro.

Sobald der Kurs diese Marke erreicht, verkauft die Börse automatisch – auch wenn du gerade im Meeting oder im Urlaub bist. Dein Konto wird mit 34.500 Euro (abzüglich Gebühren) gutgeschrieben. Bei einer Handelsgebühr von 0,25 Prozent verbleiben dir netto 34.413,75 Euro. Der Gewinn ist gesichert, ohne dass du selbst aktiv werden musst.

Wichtig: Ein Take-Profit garantiert nicht den exakten Preis. Bei Kurslücken oder niedriger Liquidität kann der Verkauf zu einem schlechteren Kurs erfolgen als geplant.

Strategische Positionierung

Professionelle Trader arbeiten mit einer Risk-Reward-Ratio von 1:2 bis 1:3. Das bedeutet: Der potenzielle Gewinn sollte doppelt bis dreimal so hoch sein wie das eingegangene Risiko. Setzt du deinen Stop-Loss bei 58.000 Euro, sollte der Take-Profit mindestens bei 64.000 Euro liegen.

Teilgewinnmitnahmen reduzieren das Risiko weiter. Statt der gesamten Position verkaufst du bei 65.000 Euro 50 Prozent deiner Coins. Den Rest sicherst du bei 70.000 Euro. Diese Staffelung schützt vor dem Frust, wenn der Kurs nach deinem Verkauf weiter steigt.

Typische Anfängerfehler

Zu enge Take-Profit-Marken führen zu frühzeitigen Ausstiegen vor einem großen Pump. Wer bei jedem kleinen Plus von 5 Prozent verkauft, verpasst oft die 50-Prozent-Rallye danach. Analyse vorher die historische Volatilität des Assets.

Andere vergessen, Take-Profits bei steigenden Kursen anzupassen. Ein statisches Ziel bei 50.000 Euro für Bitcoin wirkt blauäugig, wenn der Kurs bereits bei 48.000 Euro notiert und stark momentumgetrieben ist. Hier bieten Trailing-Stops die bessere Alternative.

Take-Profit 2026: Smarte Automatisierung

Im DACH-Raum nutzen vor allem institutionelle Anleger und erfahrene Retail-Trader Take-Profit-Strategien zur Risikobegrenzung. Deutsche Broker müssen dabei strikte BaFin-Vorgaben für Derivate beachten. Für Spot-Krypto gelten weniger strenge Regulierungen, doch auch hier ändert sich das Bild.

2026 verändert sich das Spiel durch KI-gestützte Trading-Bots und Smart-Contract-Automatisierung in DeFi-Protokollen. Statt fester Kursmarken passen Algorithmen die Ziele dynamisch an den Markt an. Gleichzeitig sorgt MiCA für einheitliche regulatorische Standards im europäischen Krypto-Trading. Für deutsche Anleger bedeutet dies mehr Transparenz bei der Steuerdokumentation automatischer Verkäufe.

Gut zu wissen: Während der Stop-Loss Verluste begrenzt, sichert der Take-Profit Gewinne. Trailing-Stops bieten im Gegensatz dazu dynamische Anpassung bei anhaltenden Trends.

Falls du neu im Trading bist: Bitvavo bietet aktuell einen 10€ Neukundenbonus und eine besonders intuitive Oberfläche für Take-Profit-Orders.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Emotionen werden aus dem Trading genommen
  • +Gewinne werden automatisch realisiert
  • +Kein ständiges Marktbeobachten nötig
  • +Hilft bei Steuerplanung durch feste Termine

Nachteile

  • -Limitiert Gewinnpotenzial bei weiter steigenden Kursen
  • -Funktioniert nicht bei schnellen Flash-Crashes unter das Ziel
  • -Kann bei volatilem Markt zu früh ausgeführt werden

Fun Fact

Der Begriff „Take-Profit" entstand in den 1980ern an der Chicagoer Optionsbörse – lange bevor Krypto existierte.