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Trezor bringt Stablecoin-Rendite in die Trezor Suite

Trezor hat am 28. Mai 2026 native Stablecoin-Rendite in der Trezor Suite veröffentlicht. Nutzer können USDC und USDT direkt aus der Wallet-Software verzinsen, o...

Wallet
von Sergej D.
4 Min.
Trezor bringt Stablecoin-Rendite in die Trezor Suite

Trezor hat am 28. Mai 2026 native Stablecoin-Rendite in der Trezor Suite veröffentlicht. Nutzer können USDC und USDT direkt aus der Wallet-Software verzinsen, ohne ein zweites Wallet zu installieren oder eine externe DeFi-Plattform zu öffnen. Im Hintergrund läuft das Lending-Protokoll Morpho auf Ethereum.

Was die neue Earn-Funktion in Trezor Suite leistet

In der neuen Version 26.5.2 von Trezor Suite gibt es einen eigenen Bereich namens Earn. Dort kannst du USDC oder USDT einzahlen und bekommst dafür laufend Zinsen. Die Zinsen kommen nicht von Trezor selbst, sondern von Nutzern, die sich auf Morpho gegen Hinterlegung von Krypto Geld leihen.

Trezor hat für den Start zwei feste Anlagepools ausgewählt, einen für USDC und einen für USDT. Beide heißen Prime und werden von einer DeFi-Strategie-Firma namens Steakhouse verwaltet. Du musst also nicht selbst zwischen mehreren Pools wählen oder dich in das Protokoll einarbeiten. Die Auswahlarbeit ist erledigt.

So funktioniert die Anlage Schritt für Schritt

Du öffnest Trezor Suite, gehst in den Bereich Earn, wählst USDC oder USDT und gibst den Betrag ein. Die Transaktion wird zur Bestätigung an deinen Trezor geschickt. Auf dem Display siehst du in normaler Sprache, was du gerade unterschreibst. Erst nach deiner Freigabe geht die Einzahlung raus.

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Die gleiche Logik gilt für jeden Schritt, jede Auszahlung, jede Zinsabholung. Das Gerät zeigt dir den lesbaren Klartext vorher an. Dieses sogenannte Clear-Signing ist auf allen aktuellen Trezor-Geräten verfügbar, beim älteren Trezor Model One funktioniert es nicht.

Was du letztendlich in deinem Konto hältst, sind standardisierte ERC-20-Tokens (sogenannte Vault-Tokens). Das bedeutet im Klartext, sollte Trezor Suite irgendwann nicht mehr verfügbar sein, kannst du deine Position auch über andere DeFi-Interfaces wie Morpho selbst erreichen. Dein Geld ist nicht an Trezor gebunden, sondern liegt direkt im Protokoll.

Eine Wartezeit oder Sperrfrist gibt es nicht. Du kannst jederzeit auszahlen, die Transaktion läuft direkt über Ethereum.

„Der Sinn dieser Earn-Funktion in Trezor Suite war es, den Zielkonflikt aufzulösen", erklärt Tomáš Sušánka, CTO von Trezor, in der offiziellen Pressemitteilung. „Bisher mussten Nutzer zwischen der Sicherheit ihrer Hardware Wallet und dem Zugang zu DeFi-Rendite wählen, weil Rendite bedeutete, sich mit etwas anderem verbinden zu müssen."

Warum das ein Branchen-Schritt für Hardware Wallets ist

Bisher war es so: Wer eine Hardware Wallet wie Trezor, Ledger oder BitBox besitzt und damit DeFi nutzen wollte, musste die Wallet an MetaMask oder ein anderes Software-Wallet anbinden. Dann erst konnte man auf Plattformen wie Aave, Compound oder Morpho einzahlen. Für viele Nutzer war das eine Hürde, weil zusätzliche Software, zusätzliche Risiken und zusätzliche Klicks dazukamen.

Trezor positioniert sich damit als erster großer Hardware-Wallet-Anbieter, der eine eigene Earn-Funktion direkt in der Wallet-Software anbietet. Wie andere Anbieter darauf reagieren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Trezor zählt nach eigenen Angaben über zwei Millionen aktive Nutzer.

Wie hoch sind die Zinsen und welche Risiken gibt es

Trezor nennt bewusst keinen festen Zinssatz, und das hat einen Grund. Die Rendite kommt aus echter Kreditnachfrage auf Morpho und schwankt mit dem Marktverhalten. Wenn viele Nutzer auf Morpho Geld leihen wollen, steigen die Zinsen. Wenn die Nachfrage nachlässt, fallen sie. Den aktuellen Zinssatz siehst du direkt in Trezor Suite beim Einzahlen, er passt sich laufend an die Marktnachfrage an.

Wichtig zu wissen: Die Zinsen kommen nicht aus einem Bonus- oder Token-Programm. Es gibt also keinen künstlich aufgeblähten Lockzins, der nach ein paar Wochen einbricht. Was du siehst, ist echte Marktrendite.

Die Risiken bleiben die gleichen wie bei jeder DeFi-Anlage. Ein Fehler im Morpho-Smart-Contract könnte theoretisch zu Verlusten führen, auch wenn das Protokoll seit 2022 ohne größere Vorfälle läuft. Hinzu kommt das Risiko, dass USDC oder USDT vom Dollar abkoppeln (sogenanntes Depeg). Trezor selbst verwaltet dein Guthaben nicht, kann also auch nicht in deinem Namen handeln, das Risiko trägst du immer selbst.

Steuerlich werden Lending-Einnahmen in Deutschland erfasst und sollten in der Steuererklärung angegeben werden. Wer die Funktion regelmäßig nutzt, kann die Erfassung über eine Steuersoftware automatisieren.

Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Update nötig: Die Earn-Funktion erscheint erst, wenn du Trezor Suite auf Version 26.5.2 oder neuer aktualisierst. Wer eine Bitcoin-only-Firmware verwendet, sieht das Feature überhaupt nicht.

Aktuell läuft die Funktion nur in der Desktop-Version von Trezor Suite (Windows, macOS, Linux). Eine Mobile-Verfügbarkeit hat Trezor für später in diesem Jahr angekündigt. Auf dem Trezor Model One ist die Klartext-Anzeige beim Signieren nicht verfügbar, dort funktioniert die Funktion deshalb nicht.

Trezor bewirbt das Feature als kostenlos nutzbar. Bei jeder Ein- oder Auszahlung fallen wie bei jeder Ethereum-Transaktion die üblichen Netzwerkgebühren an.

Fazit

Die native Stablecoin-Rendite ist ein klarer Mehrwert für alle, die ihren Trezor schon nutzen und ihre USDC- oder USDT-Bestände nicht ungenutzt liegen lassen wollen. Statt sie zu einer Börse zu schicken und dort Staking-Programme zu nutzen, kannst du sie direkt in der eigenen Wallet verzinsen lassen.

Für Einsteiger, die noch keine Hardware Wallet haben, ist das ein zusätzlicher Grund, sich Trezor anzuschauen. Unsere ausführliche Bewertung der drei aktuellen Modelle findest du im Trezor-Testbericht. Dort siehst du auch, welches Modell zu deinem Budget und deinen Anforderungen passt.

Open Source, Secure Element und jetzt auch native Stablecoin-Rendite in der Suite. Drei Modelle vom Einsteiger bis zum Premium-Gerät.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

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Über den Autor

Sergej D.

Sergej D.

Krypto ist schnell, komplex und schläft nie. Ich bin Ende 2020 in den Markt eingestiegen und verfolge die Entwicklungen der Blockchain-Welt seitdem täglich. Mein Ziel hier bei MissCrypto? Den Lärm für dich herauszufiltern.

Risikohinweis: Meine Inhalte dienen ausschließlich zur Information und stellen keine Anlageberatung dar.

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