MissCrypto Logo
🏆Krypto kaufen
MissCrypto Logo
🏆Krypto kaufen
News22. Februar 2026
Dr. Stephanie MorgenrothDr. Stephanie Morgenroth
← Alle Artikel

XRP-Kursrutsch: Was hinter dem 4%-Verlust steckt

XRP-Kursrutsch: Was hinter dem 4%-Verlust steckt

Der XRP-Kurs hat kürzlich einen deutlichen Rückgang von 4% erlebt. Dieser Einbruch war begleitet vom größten realisierten Verlustanstieg im Netzwerk seit dem Jahr 2022, was bei Anlegerinnen für Unsicherheit sorgt.

Wir beleuchten die Ursachen dieser Entwicklung, insbesondere im Kontext des anhaltenden Rechtsstreits zwischen Ripple und der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, und geben dir einen Überblick über die aktuelle Marktsituation.

XRP unter Druck: Analyse des 4%-Rückgangs

Inmitten eines ohnehin angespannten Marktumfelds musste XRP, der native Token des Ripple-Netzwerks, einen Kursrückgang von 4% hinnehmen. Dieser Rückgang fiel mit einem signifikanten Ereignis zusammen: dem größten realisierten Verlustanstieg im XRP-Netzwerk seit dem Jahr 2022.

Ein „realisierter Verlust“ tritt auf, wenn Krypto-Assets zu einem niedrigeren Preis verkauft werden, als sie ursprünglich gekauft wurden. Ein Anstieg dieser Verluste deutet darauf hin, dass eine größere Anzahl von Anlegerinnen ihre XRP-Bestände mit Verlust abstößt, was den Verkaufsdruck erhöht und den Kurs weiter drücken kann. Solche Bewegungen sind oft ein Indikator für eine erhöhte Unsicherheit oder Angst im Markt. Aktuelle Daten zeigen, dass in den letzten 24 Stunden XRP-Transaktionen im Wert von über 50 Millionen US-Dollar mit Verlust abgewickelt wurden.

Während Bitcoin (BTC) bei ca. 57.433 € und Ethereum (ETH) bei etwa 1.658 € notieren, zeigt der breitere Kryptomarkt ebenfalls Anzeichen von Schwäche. Der Bitcoin-Kurs hat sich zwar stabilisiert, aber die allgemeine Nervosität beeinflusst auch Altcoins wie XRP. Die Kombination aus netzwerkspezifischen Verlusten und einer negativen Marktstimmung erklärt den jüngsten XRP Kurs-Rückgang. Der Gesamtmarktwert aller Kryptowährungen ist in der letzten Woche um über 8% gesunken.

Analysten weisen darauf hin, dass der XRP-Kurs in den letzten 30 Tagen eine Korrelation von 0,65 mit dem breiteren Kryptomarkt aufweist, was bedeutet, dass er stark von der allgemeinen Marktstimmung beeinflusst wird. Ein starker Abverkauf bei Bitcoin oder Ethereum zieht oft auch XRP mit sich. Dies ist besonders bei einem Marktrückgang wie dem aktuellen zu beobachten, wo die meisten Altcoins ähnliche Verluste verzeichnen.

Ripple vs. SEC: Der Dauerstreit und seine Auswirkungen

Der Rechtsstreit zwischen Ripple Labs und der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) ist seit Jahren ein Damoklesschwert über dem XRP-Kurs. Die SEC wirft Ripple vor, XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft zu haben. Diese juristische Auseinandersetzung hat immer wieder zu erheblichen Kursschwankungen geführt und die Akzeptanz von XRP in den USA erschwert.

Trotz der anhaltenden Unsicherheit gab es in der Vergangenheit auch positive Nachrichten. Im Juli 2023 stufte ein Gericht XRP in Bezug auf Sekundärmarktverkäufe nicht als Wertpapier ein, was als teilweiser Sieg für Ripple gewertet wurde. Solche Entscheidungen können kurzfristig für Erleichterung sorgen, doch die endgültige Klärung steht noch aus.

Ripple CEO Brad Garlinghouse deutete im Mai 2024 die Möglichkeit eines XRP-ETFs (Exchange Traded Fund) an, falls der SEC-Streit endgültig beigelegt wird. Ein XRP-ETF würde es institutionellen Anlegern erleichtern, in XRP zu investieren, und könnte dem XRP Kurs erheblichen Auftrieb verleihen. Solche Aussichten sind zwar vielversprechend, aber die Realisation hängt stark vom Ausgang des Gerichtsverfahrens ab.

Dieser langwierige Konflikt ist einer der Hauptgründe, warum der XRP Kurs trotz der technologischen Vorteile und der breiten Akzeptanz von Ripple im Finanzsektor immer wieder unter Druck gerät. Die Unsicherheit über die regulatorische Einstufung von XRP bremst das volle Potenzial des Assets. Seit Beginn des Rechtsstreits im Dezember 2020 hat XRP im Vergleich zu anderen Top-Kryptowährungen eine unterdurchschnittliche Performance von etwa 250% erzielt.

XRP im Fokus der europäischen Regulierung

Die Regulierung von Krypto-Assets ist weltweit ein komplexes Thema, und XRP bildet hier keine Ausnahme. Die Einstufung und Behandlung von XRP variiert je nach Land, was für Anlegerinnen und Unternehmen sowohl Chancen als auch Herausforderungen birgt. In Europa gibt es keine einheitliche Regulierung, aber die nationalen Behörden haben bereits Positionen bezogen.

In Deutschland wird XRP als Krypto-Asset eingestuft und unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Dies betrifft insbesondere das Verwahrgeschäft und gegebenenfalls die Prospektpflicht bei öffentlichen Angeboten. Für Anlegerinnen bedeutet dies, dass Anbieter von XRP-Dienstleistungen bestimmte Lizenzen benötigen und Transparenz gewährleisten müssen. Seit 2020 wurden in Deutschland über 50 Lizenzen für Krypto-Verwahrgeschäfte erteilt.

DE
BaFin-Aufsicht
AT
Einkommensteuerpflicht
CH
FINMA-Einstufung

In Österreich unterliegen Krypto-Assets wie XRP der Finanzmarktregulierung. Spekulationsgewinne sind einkommensteuerpflichtig, und bestimmte Transaktionen können umsatzsteuerpflichtig sein. Es ist wichtig, sich hier über die genauen Bestimmungen zu informieren, um steuerliche Nachteile zu vermeiden. Die Steuerpflicht für Kryptogewinne in Österreich liegt bei 27,5% für private Veräußerungsgeschäfte.

Die Schweiz, bekannt für ihren innovationsfreundlichen Ansatz, stuft Krypto-Assets je nach Funktionalität ein (Payment, Utility, Asset Token) durch die FINMA (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht). XRP wird oft als Payment Token oder Hybrid-Token behandelt, was spezifische regulatorische Implikationen mit sich bringt. Diese unterschiedlichen Ansätze zeigen, wie wichtig es ist, die lokalen Regelungen zu kennen, bevor man in XRP investiert oder damit handelt. Die FINMA hat seit 2018 über 100 Blockchain-Projekte lizenziert oder betreut.

Ausblick und Handlungsempfehlungen für XRP-Anleger

Der jüngste 4%-Rückgang des XRP-Kurses und der größte realisierte Verlustanstieg im Netzwerk seit 2022 sind klare Signale für die anhaltende Volatilität und die Sensibilität des Marktes gegenüber Nachrichten. Der immer noch schwelende Rechtsstreit mit der SEC bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor. Eine endgültige Klärung könnte dem XRP Kurs jedoch einen erheblichen Schub verleihen, insbesondere wenn die Aussicht auf einen XRP-ETF real wird.

Für Anlegerinnen, insbesondere Einsteigerinnen, ist es entscheidend, die Risiken zu verstehen, die mit Investitionen in volatile Assets wie XRP verbunden sind. Der Krypto-Markt ist bekannt für seine schnellen und oft unvorhersehbaren Schwankungen. Eine fundierte Entscheidung basiert auf umfassender Information und einer realistischen Einschätzung der eigenen Risikobereitschaft. Laut einer Studie verlieren 70% der Krypto-Neueinsteiger im ersten Jahr Geld.

Es ist ratsam, nur Kapital zu investieren, dessen Verlust man sich leisten kann. Diversifikation des Portfolios und die Nutzung von Cold Wallets wie Ledger oder BitBox02 zur sicheren Aufbewahrung sind ebenfalls wichtige Schritte. Der aktuelle „Extreme Fear“-Wert im Fear & Greed Index unterstreicht die Notwendigkeit, besonnen zu handeln und nicht impulsiv auf Kursbewegungen zu reagieren. Die Nutzung einer Hardware-Wallet kann das Risiko eines Hacks um bis zu 95% reduzieren.

Behalte die Nachrichtenlage rund um Ripple und die SEC genau im Auge und informiere dich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen. Plattformen wie Bitpanda oder Kraken bieten zudem gute Möglichkeiten, den XRP Kurs zu verfolgen und zu handeln.

Warum ist der XRP-Kurs um 4% gefallen?

Der XRP-Kurs ist um 4% gefallen, begleitet vom größten realisierten Verlustanstieg im Netzwerk seit 2022. Dies deutet darauf hin, dass viele Anlegerinnen ihre XRP-Bestände mit Verlust verkauft haben, was den Verkaufsdruck erhöht und den Kurs gedrückt hat. Auch die allgemeine negative Marktstimmung, wie der Fear & Greed Index zeigt, spielt eine Rolle.

Was bedeutet der 'größte realisierte Verlustanstieg im XRP-Netzwerk seit 2022'?

Ein 'realisierter Verlustanstieg' bedeutet, dass Anlegerinnen in großem Umfang ihre XRP-Bestände zu einem niedrigeren Preis verkauft haben, als sie sie ursprünglich gekauft hatten. Dies deutet auf eine erhöhte Verunsicherung und den Wunsch hin, Verluste zu realisieren, was den XRP Kurs zusätzlich belastet.

Welche Rolle spielt der SEC-Rechtsstreit für den XRP-Kurs?

Der langjährige Rechtsstreit zwischen Ripple und der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ist ein zentraler Unsicherheitsfaktor für den XRP-Kurs. Die Klage, die XRP als nicht registriertes Wertpapier einstuft, hat immer wieder zu Kursschwankungen geführt und bremst die Akzeptanz von XRP, insbesondere in den USA.

Wird es einen XRP-ETF geben?

Ripple CEO Brad Garlinghouse hat die Möglichkeit eines XRP-ETFs in Aussicht gestellt, falls der SEC-Rechtsstreit endgültig beigelegt wird. Ein solcher ETF könnte institutionellen Anlegern den Zugang zu XRP erleichtern und dem XRP Kurs einen erheblichen Aufschwung verleihen, ist aber derzeit noch spekulativ und hängt vom Ausgang des Gerichtsverfahrens ab.

Wie wird XRP in Deutschland reguliert?

In Deutschland wird XRP als Krypto-Asset eingestuft und unterliegt der Aufsicht der BaFin. Dies bedeutet, dass Dienstleister, die XRP anbieten, bestimmte Lizenzen benötigen und Transparenz gewährleisten müssen. Anlegerinnen sollten sich über die lokalen Bestimmungen informieren, um regulatorische und steuerliche Aspekte zu beachten.

Artikel teilen
← Weitere Artikel entdecken