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Was ist FIFO-Methode Krypto?

FIFO-Methode Krypto einfach erklärt

Grundlagen
Aktualisiert: 2026-02-22|6 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

FIFO-Methode Krypto einfach erklärt ➜ Erfahre, wie die „First In, First Out“-Regel deine Krypto-Gewinne und Steuern beeinflusst. Verstehe die Berechnung!

Die FIFO-Methode (First In, First Out) ist ein grundlegendes Prinzip in der Welt der Krypto-Steuern und hilft dir, den Überblick über deine Gewinne und Verluste zu behalten. Sie legt fest, welche deiner zuerst gekauften Kryptowährungen bei einem späteren Verkauf als zuerst veräußert gelten. Dies ist besonders wichtig für die korrekte Berechnung deiner Steuern und die Einhaltung relevanter Fristen.

Wie funktioniert die FIFO-Methode bei Krypto-Transaktionen?

FIFO bedeutet wörtlich „Zuerst rein, zuerst raus“. Angewandt auf Kryptowährungen heißt das: Wenn du mehrere Einheiten derselben Kryptowährung zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Preisen gekauft hast und dann einen Teil davon verkaufst, geht das Finanzamt davon aus, dass du die ältesten Bestände zuerst verkauft hast. Diese Methode ist in vielen Ländern, insbesondere im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz), die Standardmethode zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Kryptowährungen.

Die FIFO-Regel ist entscheidend, um den steuerrelevanten Gewinn oder Verlust korrekt zu ermitteln. Sie beeinflusst, ob du die einjährige Spekulationsfrist in Deutschland einhalten kannst, nach der Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäßen wie Krypto-Verkäufen unter Umständen steuerfrei sein können. Ein häufiges Missverständnis ist, dass FIFO die einzige zulässige Methode ist oder für alle Arten von Krypto-Transaktionen, wie zum Beispiel Staking-Rewards, gilt.

Wichtig: Die FIFO-Methode hilft dir, die Spekulationsfrist optimal zu nutzen, um unter Umständen steuerfreie Gewinne zu erzielen.

Ein Praxisbeispiel zur FIFO-Anwendung

Stell dir vor, du kaufst am 01.01.2023 1 Bitcoin (BTC) für 20.000 Euro. Einige Monate später, am 01.07.2023, erwirbst du einen weiteren BTC, diesmal für 30.000 Euro. Wenn du nun am 01.03.2024 beschließt, 1 BTC für 40.000 Euro zu verkaufen, greift die FIFO-Methode.

Gemäß FIFO wird der zuerst gekaufte Bitcoin – also der vom 01.01.2023 für 20.000 Euro – als verkauft betrachtet. Da zwischen dem Kauf (01.01.2023) und dem Verkauf (01.03.2024) mehr als ein Jahr vergangen ist, ist dein Gewinn von 20.000 Euro (40.000 Euro Verkaufspreis minus 20.000 Euro Anschaffungspreis) nach deutscher Gesetzgebung steuerfrei. Ohne FIFO wäre die Zuordnung des verkauften BTCs komplizierter und könnte zu anderen steuerlichen Ergebnissen führen. Für eine einfache Verwaltung deiner Kryptos empfehlen ich einen Blick auf meinen Krypto kaufen Vergleich.

Die Relevanz der FIFO-Methode im Jahr 2026 für den DACH-Raum

Auch Anfang 2026 bleibt die FIFO-Methode voraussichtlich die primäre oder eine anerkannte Methode zur Kostenermittlung von Kryptowährungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist essenziell für die korrekte Berechnung von Gewinnen und Verlusten aus dem Handel mit digitalen Assets. Während sich regulatorische Rahmenbedingungen stets weiterentwickeln können, ist eine grundlegende Abkehr von FIFO als Standardmethode im Bereich der privaten Veräußerungsgeschäfte eher unwahrscheinlich.

Es ist jedoch ratsam, stets die aktuellen steuerlichen Entwicklungen im Auge zu behalten. Manche Tools und Plattformen, wie zum Beispiel Bitvavo (20€ Neukundenbonus), bieten oft Funktionen zur Unterstützung der FIFO-Berechnung an, was die Steuererklärung erheblich vereinfachen kann. Die Kenntnis von FIFO ist nicht nur für die Steuererklärung wichtig, sondern auch für eine strategische Planung deiner Krypto-Investitionen. Für die sichere Verwahrung deiner Coins kannst du dich über meinen Wallet-Vergleich informieren.

Gut zu wissen: Neben FIFO gibt es auch andere Methoden wie LIFO (Last In, First Out) oder HIFO (Highest In, First Out), die aber im DACH-Raum für Krypto-Steuern meist keine Anwendung finden oder nicht explizit erlaubt sind.

Strategische Auswirkungen der FIFO-Methode auf deine Krypto-Investitionen

Die konsequente Anwendung der FIFO-Methode ermöglicht dir eine gezielte Steueroptimierung. Insbesondere die Nutzung der einjährigen Spekulationsfrist ist ein zentraler Aspekt. Indem du zuerst jene Bestände verkaufst, die du bereits länger als ein Jahr gehalten hast, kannst du Gewinne steuerfrei realisieren.

Dies erfordert eine präzise Dokumentation aller Kauf- und Verkaufszeitpunkte sowie der jeweiligen Anschaffungskosten. Eine lückenlose Aufzeichnung ist unerlässlich, um bei einer möglichen Prüfung durch das Finanzamt den Nachweis erbringen zu können.

Herausforderungen und Fallstricke bei der Anwendung von FIFO

Die Komplexität der FIFO-Methode steigt mit der Anzahl der Transaktionen und der Vielfalt der gehandelten Kryptowährungen. Besonders bei häufigem Trading, Staking oder dem Empfang von Airdrops kann die manuelle Nachverfolgung schnell unübersichtlich werden.

Ein weiterer Fallstrick ist die korrekte Zuordnung bei Tauschgeschäften (Krypto zu Krypto). Hierbei gilt der Tausch als Veräußerung des einen Assets und gleichzeitiger Erwerb des anderen, was ebenfalls unter die FIFO-Regel fällt und die Spekulationsfrist neu starten lässt. Die korrekte Bewertung des Tauschwerts zum Zeitpunkt der Transaktion ist dabei entscheidend.

FIFO bei verschiedenen Krypto-Aktivitäten: Staking, Lending und Airdrops

Es ist wichtig zu verstehen, dass die FIFO-Methode primär für den Verkauf von gekauften Kryptowährungen gilt. Andere Krypto-Aktivitäten wie Staking, Lending oder Airdrops haben oft eigene steuerliche Implikationen, die nicht direkt unter die FIFO-Regel fallen.

Einnahmen aus Staking oder Lending werden in Deutschland in der Regel als sonstige Einkünfte besteuert und unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz. Erst wenn die durch Staking oder Lending erhaltenen Coins später verkauft werden, greift wieder die FIFO-Regel für diese spezifischen Einheiten, sofern sie als Wirtschaftsgut eingeordnet werden.

Airdrops hingegen können als kostenloser Zufluss bewertet werden. Ihr Wert zum Zeitpunkt des Erhalts ist dann steuerbar. Ein späterer Verkauf dieser Airdrop-Coins würde ebenfalls der FIFO-Regel unterliegen, wobei die Anschaffungskosten hier oft mit null angesetzt werden, was den gesamten Veräußerungserlös steuerpflichtig macht, sofern die Spekulationsfrist nicht abgelaufen ist.

Die Rolle von Krypto-Steuer-Software

Angesichts der Komplexität und des hohen Dokumentationsaufwands ist der Einsatz spezieller Krypto-Steuer-Software oft unerlässlich. Diese Tools importieren Transaktionsdaten von Börsen und Wallets, wenden die FIFO-Methode automatisch an und erstellen fertige Steuerreports.

Sie berücksichtigen dabei nicht nur Kauf und Verkauf, sondern auch Tauschgeschäfte, Staking-Rewards, Airdrops und andere steuerrelevante Ereignisse. Solche Softwarelösungen reduzieren das Fehlerrisiko erheblich und sparen dir viel Zeit bei der Erstellung deiner Steuererklärung. Achte bei der Auswahl auf die Kompatibilität mit den steuerlichen Regelungen im DACH-Raum.

Zukünftige Entwicklungen und regulatorische Ausblicke

Die Krypto-Regulierung ist ein dynamisches Feld. Auch wenn die FIFO-Methode als Standard für private Veräußerungsgeschäfte voraussichtlich bestehen bleibt, können sich Details in der Anwendung oder die Behandlung anderer Krypto-Aktivitäten ändern.

Beispielsweise könnten Diskussionen über die Anerkennung anderer Kostenermittlungsmethoden oder die spezifische Besteuerung von DeFi-Protokollen und NFTs aufkommen. Es ist daher ratsam, sich regelmäßig bei Steuerberatern, die auf Kryptowährungen spezialisiert sind, oder über offizielle Veröffentlichungen der Finanzbehörden zu informieren.

Eine proaktive Auseinandersetzung mit den steuerlichen Pflichten sichert nicht nur die Einhaltung der Gesetze, sondern ermöglicht auch eine optimale Ausnutzung der steuerlichen Vorteile, die die FIFO-Methode im Kontext der Spekulationsfrist bietet.

Vorteile der FIFO-Methode & Nachteile der FIFO-Methode

Vorteile der FIFO-Methode

  • +Steuerlich oft vorteilhaft bei steigenden Kursen und Einhaltung der Haltefrist
  • +Einfach zu verstehen und anzuwenden
  • +Weitgehend anerkannte Methode im DACH-Raum
  • +Transparente Nachvollziehbarkeit der Anschaffungsdaten

Nachteile der FIFO-Methode

  • -Kann bei fallenden Kursen zu höheren Steuerlasten führen, da ältere, günstigere Käufe zuerst versteuert werden
  • -Geringe Flexibilität bei der Auswahl der zu veräußernden Coins
  • -Nicht immer die steuergünstigste Option

Fun Fact

Wusstest du, dass die FIFO-Methode auch im Weinhandel angewendet wird, um sicherzustellen, dass ältere Jahrgänge zuerst verkauft werden?