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Insolvenz: was bei einer Börsen-Pleite mit Krypto passiert

Warum du bei einer Börsen-Insolvenz zum Gläubiger wirst, weshalb keine Einlagensicherung greift und wie Selbstverwahrung schützt

GrundlagenEinsteiger3 Min. Lesezeit

Definition

Insolvenz bedeutet, dass ein Unternehmen oder eine Person zahlungsunfähig ist und fällige Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann. Im Krypto-Bereich wurden die Insolvenzen von FTX, Celsius und BlockFi zum Symbol für die Risiken zentraler Plattformen.

Insolvenz bezeichnet die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Person, die fälligen Schulden können nicht mehr beglichen werden. Für Krypto-Anleger ist der Begriff bitter konkret geworden: Die Pleiten großer Börsen und Verleiher wie FTX, Celsius und einst Mt. Gox haben gezeigt, was passiert, wenn man seine Coins einer insolventen Plattform anvertraut hat.

Was bei einer Börsen-Insolvenz mit deinen Coins passiert

Lässt du Krypto auf einer Börse liegen, gehören die Coins juristisch oft nicht mehr dir allein, du wirst im Insolvenzfall zum Gläubiger und musst dich hinten anstellen. Anders als beim Bankguthaben greift hier keine Einlagensicherung: Krypto auf einer Börse ist nicht geschützt. Im schlimmsten Fall siehst du nur einen Bruchteil oder gar nichts wieder.

Bank-Insolvenz vs. Krypto-Börsen-Insolvenz

MerkmalBankkontoKrypto auf Börse
SchutzEinlagensicherung bis 100.000 €kein gesetzlicher Schutz
Im PleitefallGuthaben gesichertdu bist Gläubiger
Vermeidbar durchSelbstverwahrung (Cold Wallet)

Wie du dich schützt

Die wichtigste Lehre aus den Krypto-Pleiten lautet: „Not your keys, not your coins.“ Wer seine Coins in einer eigenen Wallet verwahrt, ist von der Insolvenz einer Börse nicht betroffen, denn die Coins liegen auf der Blockchain, nicht beim Anbieter. Auf der Börse sollte nur liegen, was du aktiv handelst. Für größere, langfristige Bestände gilt: selbst verwahren.

Steffis Tipp

Die Insolvenzen von FTX und Celsius sind die teuerste Lektion der Krypto-Geschichte, und ihre Botschaft ist simpel: Eine Börse ist kein Tresor. Lass dort nur dein „Handelsgeld“ liegen und verschiebe alles, was du längere Zeit halten willst, in eine eigene Hardware-Wallet. Hohe Zinsversprechen von Krypto-Verleihern sind oft genau das Risiko, das in die Pleite führt.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meinen Coins, wenn eine Börse insolvent wird?

Du wirst im Insolvenzfall in der Regel zum Gläubiger und musst dich hinten anstellen. Eine Einlagensicherung wie bei Bankguthaben gibt es für Krypto auf einer Börse nicht. Im schlimmsten Fall bekommst du nur einen Bruchteil oder gar nichts zurück, wie die Fälle FTX und Celsius gezeigt haben.

Ist Krypto auf einer Börse einlagengesichert?

Nein. Die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro gilt nur für Euro-Guthaben auf einem Bankkonto, nicht für Kryptowährungen. Krypto auf einer Börse ist im Insolvenzfall nicht geschützt. Schutz bietet nur die Selbstverwahrung in einer eigenen Wallet.

Wie schütze ich mich vor Börsen-Pleiten?

Indem du deine Coins selbst verwahrst, am besten in einer Hardware-Wallet. Dann liegen sie auf der Blockchain unter deiner Kontrolle und sind von der Insolvenz eines Anbieters nicht betroffen. Auf der Börse sollte nur liegen, was du aktiv handelst, getreu dem Motto „Not your keys, not your coins“.

Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth

Steffi ist promovierte Medizinerin, Krypto-Investorin seit 2021 und erreicht mit MissCrypto über 105.000 Menschen auf Social Media. Sie macht komplexe Themen wie Bitcoin, DeFi und Krypto-Steuern verständlich, ehrlich, unabhängig und ohne Hype.

Über Steffi

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