Was ist OpenSea?
OpenSea einfach erklärt
Definition
Der Nutzer möchte eine präzise, eigenständige Definition für "OpenSea" im Krypto-Kontext. Die Anforderungen sind: 1. Maximal 160 Zeichen 2. 1-2 Sätze 3. Für...
OpenSea ist der größte NFT-Marktplatz. Seit 2017 ermöglicht die Plattform den Handel mit digitalen Sammlerstücken auf Ethereum.
Wie funktioniert OpenSea?
OpenSea operiert als dezentraler Marktplatz auf Basis von Smart Contracts. Devin Finzer und Alex Atallah gründeten die Plattform im Dezember 2017 in New York. Nutzer verbinden ihre Krypto-Wallets wie MetaMask direkt mit der Seite, behalten dabei stets die Kontrolle über ihre Assets. Dieses Prinzip nennt man Self-Custody.
Die Plattform unterstützt mittlerweile Ethereum, Polygon, Arbitrum, Optimism, Base und Zora. Besonders Einsteiger schätzen Polygon, da hier die Gas Fees – die Transaktionskosten – nur wenige Cent betragen. Bei jedem Kauf oder Verkauf zahlt der Verkäufer eine Gebühr von 2,5 Prozent an OpenSea. Zusätzlich fällt eine Creator-Fee an, die der Künstler individuell festlegt.
Wichtig: OpenSea speichert die eigentlichen Bilddateien nicht auf der Blockchain. Die NFTs enthalten nur Verweise auf externe Server. Das bedeutet: Wenn der Server offline geht, kann das Bild verschwinden, obwohl der Token bestehen bleibt.
OpenSea in der Praxis: Steuern und Gebühren im DACH-Raum
Ein konkretes Szenario: Ein Künstler aus Berlin mintet digitale Kunst über Polygon auf OpenSea. Er listet das Werk für 0,5 ETH – aktuell rund 1.500 Euro. Ein Sammler aus Zürich kauft das NFT. Der Verkäufer muss in Deutschland potenziell Steuern zahlen, wenn er das Asset nicht mindestens ein Jahr gehalten hat.
Deutsche Finanzbehörden behandeln NFT-Verkäufe als private Veräußerungsgeschäfte. Gilt die einjährige Haltefrist nicht, fällt die Abgeltungssteuer an. Ein Freibetrag von 1.000 Euro pro Jahr bleibt steuerfrei. Wer also mehrere Werke verkauft, sollte genau Buch führen. In der Schweiz gelten andere Regelungen – hier zählt oft der Wohnsitz des Verkäufers. Das Crypto Valley Zug hostet zahlreiche Projekte mit DACH-Fokus.
Gut zu wissen: Seit Dezember 2024 existiert der SEA-Token. OpenSea entwickelt sich damit vom reinen Marktplatz zu einem Protokoll-Layer für NFT-Liquidität über mehrere Chains hinweg.
OpenSea 2026: Marktführerschaft unter Druck
Nach dem SEA-Launch im Dezember 2024 positioniert sich OpenSea zunehmend als Infrastruktur-Provider. Die Plattform behält zwar die Führung bei Ethereum-NFTs, verliert aber im Solana-Ökosystem an spezialisierte Marktplätze wie Magic Eden. Für DACH-Nutzer bleibt OpenSea relevant, weil hier die meisten Blue-Chip-Projekte gehandelt werden.
Im Vergleich zu kuratierten Plattformen wie Foundation agiert OpenSea permissionless – jeder kann ohne Genehmigung listen. Blur konkurriert stärker bei professionellen Tradern mit Aggregator-Funktionen. Wer vor allem Ethereum-NFTs sammelt, kommt an OpenSea kaum vorbei. Für den Einstieg bieten sich auch Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen an, um zunächst ETH zu erwerben.
Die Zukunft hängt davon ab, wie gut das SEA-Token-Ökosystem funktioniert. Aktuell bleibt OpenSea der erste Anlaufpunkt für Neueinsteiger, die Bitvavo oder andere Onramps nutzen, um Krypto in NFTs umzuwandeln. Die Multi-Chain-Strategie deckt sich mit dem Trend, nicht nur auf Ethereum zu setzen.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- +Größte Auswahl an NFTs weltweit
- +Unterstützung von Ethereum, Polygon und weiteren Chains
- +Niedrige Gebühren auf Layer-2-Netzwerken
- +Einfache Bedienung ohne technische Vorkenntnisse
Nachteile
- -Hohe Gas Fees auf dem Ethereum Mainnet
- -Bilddateien werden nicht direkt auf der Blockchain gespeichert
- -Wachsender Wettbewerb durch spezialisierte Marktplätze
- -Zentralisierungsbedenken durch SEA-Token-Struktur
Fun Fact
Obwohl 2017 gestartet, kam der Durchbruch erst 2021. Der Name OpenSea spielt auf die 'offene See' des freien, permissionless Handels an.
