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Was ist Rebalancing?

Rebalancing einfach erklärt

investieren
Aktualisiert: 2026-02-28|3 Min. Lesezeit|Einsteiger

Definition

Rebalancing bedeutet, dein Krypto-Portfolio regelmäßig auf die ursprüngliche Verteilung zurückzusetzen. Du verkaufst Gewinner und kaufst Verlierer nach, um das Zielgewicht zu erhalten.

Rebalancing bringt dein Krypto-Portfolio zurück in Balance. Du verkaufst Gewinner und kaufst Verlierer nach – für konstantes Risiko.

Wie funktioniert Rebalancing?

Beim Rebalancing (deutsch: Neuausrichtung) stellst du die ursprüngliche Gewichtung deiner Krypto-Assets wieder her. Die Allokation – also die prozentuale Verteilung – driftet durch Kursbewegungen kontinuierlich auseinander. Steigt Bitcoin stark, während Ethereum fällt, dominiert BTC irgendwann dein Portfolio. Das erhöht das Risiko, da du überproportional von der Performance eines einzelnen Assets abhängig wirst.

Du hast zwei Strategien zur Auswahl. Die periodische Methode führst du fix nach Zeitintervallen durch – monatlich, quartalsweise oder jährlich. Der Threshold-Ansatz reagiert flexibler auf Marktbewegungen: Sobald ein Asset um 5 bis 10 Prozentpunkte von der Zielgewichtung abweicht, wird nachjustiert. Letzterer erfordert mehr Aufmerksamkeit, vermeidet aber unnötige Transaktionen bei Seitwärtsphasen.

Rebalancing in der Praxis

Ein konkretes Beispiel macht die Mechanik greifbar. Du besitzt ein Portfolio im Wert von 10.000 Euro, aufgeteilt in 50 Prozent Bitcoin (5.000 Euro) und 50 Prozent Ethereum (5.000 Euro). Nach sechs Monaten steigt Bitcoin um 20 Prozent auf 6.000 Euro, während Ethereum um 10 Prozent auf 4.500 Euro fällt. Das Gesamtvermögen beträgt nun 10.500 Euro – ein Gewinn von 500 Euro.

Die neue Verteilung zeigt die Drift: Bitcoin macht nun 57 Prozent aus, Ethereum nur noch 43 Prozent. Um das 50:50-Verhältnis wiederherzustellen, verkaufst du Bitcoin im Wert von 750 Euro und investierst diesen Betrag in Ethereum. Beide Positionen landen wieder bei 5.250 Euro. Du hast Gewinne mitgenommen und gleichzeitig den Anteil des schwächelnden Assets erhöht – genau das ist das Prinzip des konträren Investierens.

Steuern und Automatisierung 2026

Für deutsche Anleger hat Rebalancing einen entscheidenden Haken: Jede Umschichtung gilt als privates Veräußerungsgeschäft. Das bedeutet: Du zahlst Steuern auf realisierte Gewinne, und die einjährige Haltefrist beginnt für den neu erworbenen Betrag von vorne. Der jährliche Sparer-Pauschbetrag von 600 Euro gilt übrigens für die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte im Jahr – nicht pro Einzeltransaktion, wie oft fälschlich angenommen wird.

In der Schweiz und Österreich gelten für Krypto-Trading teils deutlich günstigere Regelungen. Aktuell etablieren sich bei institutionellen Anlegern automatisierte DeFi-Protokolle und spezialisierte Steuer-Tracking-Tools. Auch Privatanleger nutzen zunehmend Bots mit integrierter Steuerberechnung. Bei Bitvavo oder Bitpanda findest du mittlerweile Funktionen für automatisierte Strategien. Wer über Bitvavo handelt, sollte die detaillierten Steuer-Reports für die Finanzamt-Dokumentation nutzen.

Der Vergleich mit anderen Strategien hilft bei der Einordnung. Im Unterschied zu Buy-and-Hold realisierst du bei Rebalancing Gewinne regelmäßig und sicherst sie ab. Anders als beim Dollar-Cost-Averaging (DCA) geht es nicht um den optimalen Einstiegszeitpunkt, sondern um die Risikosteuerung im bestehenden Depot.

Wichtig: In Deutschland unterbricht jede Rebalancing-Transaktion die 1-Jahres-Haltefrist. Plane Umschichtungen strategisch, um nicht unnötig Steuervorteile zu verschenken.

Gut zu wissen: Rebalancing dient primär der Risikoreduktion, nicht der Renditemaximierung. Du realisierst systematisch Gewinne, verpasst aber mögliche weitergehende Kursrallys der Gewinneraktien.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • +Konstantes Risikoprofil durch systematische Gewinnmitnahmen
  • +Diszipliniertes Investieren ohne Emotionen
  • +Konträre Strategie kauft günstige Assets automatisch nach

Nachteile

  • -Steuerpflicht bei jeder Umschichtung in Deutschland
  • -Transaktionskosten summieren sich bei häufigem Rebalancing
  • -Unterbrechung der 1-Jahres-Haltefrist für Steuervorteile

Fun Fact

Studien zeigen: Häufiges Rebalancing senkt langfristig die Rendite leicht, reduziert aber das Risiko um bis zu 30 Prozent.