Was ist Risikoklasse?
Risikoklasse einfach erklärt
Definition
Der Nutzer möchte eine präzise Definition für "Risikoklasse" im Krypto-Kontext. Die Anforderungen sind: 1. Maximal 160 Zeichen 2. 1-2 Sätze 3. Für Einsteige...
Die Risikoklasse zeigt auf einer Skala von 1 bis 7, wie spekulativ ein Finanzprodukt ist. Sie hilft Einsteigern, Verlustrisiken schnell einzuschätzen.
Wie funktioniert Risikoklasse?
Die Risikoklasse basiert auf der EU-Verordnung PRIIPs und reicht von 1 (geringstes Risiko) bis 7 (höchstes Risiko). Emittenten wie ETC Group oder 21Shares bewerten dabei die historische Volatilität, die möglichen Verlustszenarien und die Komplexität des Produkts. Bei Kryptowerten spricht die BaFin eindeutig von hochspekulativen Anlagen, die fast immer in Klasse 6 oder 7 fallen.
Anders als deine persönliche Risikobereitschaft beschreibt die Risikoklasse das objektive Produktrisiko. Ein Sparer kann risikoavers sein, trotzdem freiwillig in ein Produkt der Klasse 6 investieren. Die Skala funktioniert ähnlich wie Credit-Ratings bei Anleihen (von AAA bis D), gilt jedoch speziell für Derivate. Die Einstufung erfolgt mathematisch anhand der Schwankungsbreite über festgelegte Zeiträume von mindestens fünf Jahren.
Risikoklasse in der Praxis
Ein physisch besicherter Bitcoin-ETP wird von Emittenten typischerweise als Risikoklasse 6 eingestuft. Das bedeutet konkret: Anleger müssen mit Verlusten bis zu 100 Prozent des eingesetzten Kapitals rechnen. Ein thesaurierender Staatsanleihen-ETF landet dagegen meist in Klasse 3. Altcoin-basierte Produkte wie Ethereum- oder Solana-ETPs erhalten konsistent die Risikoklasse 7, da ihre Kurse schwankungsanfälliger sind als Bitcoin.
Die Einstufung hängt dabei vom Referenzindex ab. Ein ETP auf den Bitcoin-Preis folgt der Klasse 6, während Hebelzertifikate auf Krypto-Assets oft die höchste Risikostufe erhalten. Anleger finden diese Kennzahl im Basisprospekt auf Seite eins oder im Factsheet unter dem Namen „Risiko- und Ertragsprofil". Die Farbcodierung reicht von grün über gelb bis dunkelrot.
Wichtig: Niedrigere Risikoklassen garantieren keinen Kapitalerhalt. Auch Klasse 3-Produkte können bei Zinsänderungen an Wert verlieren. Die Skala zeigt lediglich die Wahrscheinlichkeit und Höhe potenzieller Verluste an.
Das ändert sich 2026 durch MiCA
Seit dem vollständigen Inkrafttreten der MiCA-Verordnung Ende 2024 gelten im gesamten DACH-Raum harmonisierte Warnhinweise. BaFin, FMA und FINMA wenden die PRIIPs-Risikoskala bei zertifizierten Krypto-Produkten einheitlich an. Anfang 2026 differenzieren institutionelle Anbieter zunehmend feiner zwischen den Assetklassen: Bitcoin-ETPs werden teils weiterhin als Risikoklasse 6 geführt, während Altcoin-Produkte durchgehend Klasse 7 erhalten. Dies verhindert Missverständnisse über die tatsächliche Risikotragfähigkeit.
Diese Transparenzpflicht betrifft alle börsengehandelten Produkte. Wer direkt Kryptowährungen über Bitvavo Erfahrungen & Test oder Bitpanda Erfahrungen erwirbt, findet diese spezifische Einstufung jedoch nicht. Die PRIIPs-Skala gilt nur für ETPs und zertifizierte Derivate, nicht für den Direkterwerb von Coins auf Exchanges. Die BaFin warnt dennoch vor dem Totalverlustrisiko beim Direktkauf von Krypto-Assets.
Gut zu wissen: Bei Bitvavo findest du die Risikoklasse direkt im Factsheet vor dem Kauf eines ETPs.
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- +Schnelle Risikoeinschätzung auf einen Blick
- +Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Produkten
- +Pflichtangabe seitens der Emittenten
Nachteile
- -Keine Garantie für Kapitalerhalt bei niedrigeren Klassen
- -Bei Direktanlagen in Coins nicht anwendbar
- -Historische Volatilität sagt nichts über zukünftige Risiken aus
Fun Fact
Risikoklasse 7 bedeutet nicht automatisch höhere Rendite, sondern lediglich die höchste Verlustwahrscheinlichkeit auf der Skala.
