Realzins: was vom Zins wirklich übrig bleibt
Wie sich der Zins nach Abzug der Inflation berechnet, warum ein negativer Realzins geparktes Geld schleichend entwertet und warum das Kapital auch in den Krypto-Markt treibt
Definition
Der Realzins ist der Zins nach Abzug der Inflation und zeigt damit, wie stark Geld oder Kapital real an Kaufkraft gewinnt oder verliert.
Der Realzins ist der Zinssatz nach Abzug der Inflation, also der Zins, der wirklich an Kaufkraft übrig bleibt. Wer fünf Prozent Zinsen bekommt, während die Inflation bei drei Prozent liegt, hat einen Realzins von rund zwei Prozent. Der Realzins zeigt damit, ob sich Sparen tatsächlich lohnt, oder ob die Inflation den Ertrag auffrisst.
Nominalzins, Inflation und Realzins
Der Nominalzins ist die aufgedruckte Zahl (etwa der Sparzins der Bank). Erst wenn man die Inflation abzieht, erhält man den Realzins, den echten Wertzuwachs. Vereinfacht gilt: Realzins ≈ Nominalzins − Inflation. Liegt die Inflation höher als der Zins, wird der Realzins negativ, dein Geld verliert trotz Zinsen an Kaufkraft.
Negativer Realzins als heimlicher Vermögensfresser
Genau dieser Fall, ein negativer Realzins, ist gefährlich und oft unbemerkt: Das Sparbuch zeigt brav ein kleines Plus, doch real wirst du ärmer. In solchen Phasen suchen Anleger nach Alternativen, die die Inflation schlagen könnten, von Aktien über Immobilien bis zu Bitcoin. Der Realzins ist deshalb ein wichtiger Treiber dafür, wohin Kapital fließt, auch in den Krypto-Markt.
Schau bei jeder „sicheren“ Geldanlage nicht nur auf den Nominalzins, sondern auf den Realzins, also was nach Inflation übrig bleibt. In Phasen negativer Realzinsen verliert geparktes Geld schleichend an Wert, was viele zum Investieren in renditestärkere, aber riskantere Anlagen treibt. Verstehe den Realzins, dann verstehst du, warum „nichts tun“ mit Geld auch ein Risiko ist. Keine Anlageberatung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Realzins?
Der Realzins ist der Zinssatz nach Abzug der Inflation, also der Zins, der wirklich an Kaufkraft übrig bleibt. Wer fünf Prozent Zinsen bekommt, während die Inflation bei drei Prozent liegt, hat einen Realzins von rund zwei Prozent. Er zeigt, ob sich Sparen tatsächlich lohnt.
Wie berechnet man den Realzins?
Vereinfacht gilt: Realzins ≈ Nominalzins − Inflation. Der Nominalzins ist die aufgedruckte Zahl, etwa der Sparzins der Bank. Zieht man die Inflationsrate ab, erhält man den echten Wertzuwachs. Liegt die Inflation höher als der Zins, wird der Realzins negativ.
Was bedeutet ein negativer Realzins?
Ein negativer Realzins bedeutet, dass dein Geld trotz Zinsen an Kaufkraft verliert, weil die Inflation höher ist als der Zins. Das Sparbuch zeigt zwar ein kleines Plus, real wirst du aber ärmer. In solchen Phasen suchen viele Anleger nach renditestärkeren Alternativen, was auch Kapital in den Krypto-Markt treibt.
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Über die Autorin

Dr. Stephanie Morgenroth
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